Herzlich Willkommen
auf der Homepage
der
OFFENen HEIDe

Logo der OFFENen HEIDe

Meldungen/ Medien/Termine
Bild Foto: cc BI OFFENe HEIDe

COLENA e.V.: Wir machen aus dem historischen Dorfanger einen Mehrgenerationen-Begegnungsort für Lindhorst
Einladung zur Einweihung des Lindhorster-Anger-Lindwurmes
am Samstag, 23.10.2021 13:00 Uhr Workshop
(Einziehen der Netze in die Flügel) mit Malte Fröhlich, Fröhliche Spielgeräte
ab 14:00 Uhr Kinderfest mit Kuchen-Basar
15:00 Uhr Spielgerät-Übergabe an die Gemeinde
Zielgruppe: junge Familien und alle, die Spaß daran haben
Zur Rest-Finanzierung des Lindwurmes bitten wir um Kuchenspenden
COLENA Förderverein Colbitz-Letzlinger Heide nachhaltig e.V.

Grafik GA GUEZ Pressemitteilung, Bonn, 7.10.2021| „Dein Jahr für Deutschland“ im Friedenszentrum Altmark auf dem ehemaligen Gefechtsübungszentrum ableisten? Am heutigen Donnerstag wurde eine Aktivistin vom Amtsgericht Bonn zu einem Bußgeld von 250 € verurteilt. Im Rahmen der „Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen“ besetzte sie im vergangenen Sommer zusammen mit 19 weiteren Kriegsgegner*innen das Gefechtsübungszentrum (GÜZ) Altmark, um den Übungsbetrieb zu stören. Vor dem Gericht protestierten Unterstützer*innen im Rahmen einer Mahnwache gegen die Kriegsübungen der Bundeswehr und die Verhängung von Bußgeldern für Aktivist*innen.
Katja Tempel, Hebamme aus dem Wendland, rügte vor Gericht die Unrechtmässigkeit von Auslandseinsätzen der Bundeswehr: „Militäreinsätze dürfen laut UN-Charta nicht gegen terroristische Bedrohungen eingesetzt werden. Der Afghanistan Krieg war nicht mit dem Völkerrecht vereinbar. Damit ist auch das Üben des Einsatzes auf dem GÜZ unrechtmäßig“. Dadurch ergibt sich die Notwendigkeit zum eingreifenden gewaltfreien Handeln: „Wenn staatliches Handeln, sei es durch Bundeswehr, Politik oder Gerichte Unrecht schafft und insbesondere den Grundgedanken der friedlichen Konfliktaustragung ignoriert, dann wird es Zeit für uns als Teil der Zivilgesellschaft zu handeln.“

Zur Pressemitteilung

jungeWelt vom 07.10.21, Seite 8, »Ziviler Ungehorsam soll Denkprozess anregen«



Vom Friedensweg, den 337.: Sonntag, 03. Oktober 2021, 14 Uhr Lindhorst, Dorfanger, Pilzwanderung
Bild Foto: cc BI OFFENe HEIDe
Bild Foto: cc BI OFFENe HEIDe
Bild Foto: cc BI OFFENe HEIDe
Bild Foto: cc BI OFFENe HEIDe
Bild Foto cc: BI OFFENe HEIDe
Am Treffpunkt des 337. Friedensweges empfing die etwa 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Lindwurm, ein Spielgerät, gebaut von „Fröhliche Spielgeräte“ (Malte Fröhlich). Im Rahmen der Umgestaltung des Dorfangers mit Mitteln der Demokratieförderung wurde auch wurde auch das Material des Drachens "Linwurm" finanziert. Erläuterungen zu den Vorhaben gab Heidrun Wehde, die Vorsitzende des Fördervereins Colbitz-Letzlinger Heide nachhaltig e. V., der sich um die Umgestaltung kümmert. Malte Fröhlich erläuterte die Intensionen bei der Gestaltung des Spielgerätes. Das rechte Auge des Drachens behält rechte Tendenzen in der Gesellschaft im Blick, das linke blickt auf die benachbarte Kirche, stellvertretend für die Institution Kirche, die eine Kirche des Friedens sein soll, nicht die Kirche der Militärseelsorge.

Die deutsche Luftwaffe trainiert mit NATO-Partnern für das Schreckensszenario eines Atomkriegs. Die geheime Bündnisübung mit dem Namen "Steadfast Noon" erregt die Gemüter. Sie ist Ausdruck der nuklearen Teilhabe der Bundesrepublik. Ein begrenzt führbarer Atomkrieg ist eine Illusion. Eine neue Bundesregierung muss endlich den Atomwaffenverbotsvertrag unterschreiben, anstatt weitere Spiele mit den Atomwaffen zuzulassen. Ob die neue Bundesregierung ein Garant für eine friedlichere Politik ist, wurde bezweifelt.

Ein Kundgebungsteilnehmer erinnerte sich an seinen Aufenthalt in Bochum während des Studiums. Es war das Jahr 1982, die Zeit, als die Menschen gegen die sinnlose Hochrüstung im Kalten Krieg mit Pershing-Raketen und Cruise-Missiles auf die Straßen gingen. Jetzt herrscht wieder Kalter Krieg, aber die Zahl der Protestierenden ist geringer geworden. Die Stadt Bochum will mitmischen und bewirbt sich mit dem Gelände des ehemaligen Opel-Werkes als Standort für Cyberkriegführung und Killerdrohneneinsätze. Dafür gibt es einhellige Zustimmung im Stadtrat, auch bei den Grünen, die sich zur NATO bekennen. Mit solchen Ambitionen macht sich die Stadt zur Zielscheibe von Kräften, die damit nicht einverstanden sind. Zum Beitrag

Mit Eike Ebenau und Günter Steffen waren gleich zwei Pilzsachverständige angereist. Ihre Körbe füllten sich schnell mit Pilzen. Die gesammelten Pilze waren Anschauungsmaterial für die Experten. Wertvolle Tipps für das Erkennen der Pilze und ihre Verarbeitung wurden gegeben. Pilze gehören zu den Schätzen unserer Colbitz-Letzlinger Heide.
Ein Ortsansässiger bemerkte, dass die schönsten Pilzvorkommen hinter den Sperrschildern zu finden sind und brachte sein Unverständnis darüber zum Ausdruck, dass die Kommunen sich nicht gegen die Aushöhlung des so genannten Heidekompromisses gewehrt hatten. Danach sollten die Flächen südlich der Heidestraße im Jahr 2006 aus der militärischen Nutzung genommen werden.

Wer nicht an der Wanderung teilnehmen konnte oder wollte, war zu einer Kirchenbesichtigung eingeladen.

Der Friedensweg fand seinen Abschluss in einem gemeinsamen Picknick auf dem Dorfanger. Pilze gab es dort noch nicht, aber viele leckere Kuchen
.

Flugblatt | Rundbrief
Meldungen/ Medien/Termine
Bild ,Aktivistin erklärt: Ich will nicht den Krieg feiern
Prozess gegen Kriegsgegnerin (GÜZ-Prozesse) Amtsgericht Bonn, Wilhelmstr. 21, 53111 Bonn am 4.10.2021. Anna Nebel, aus der Nähe von Weimar, erklärte vor Gericht
: „Ich sehe mich als Weltenbürger, auch wenn ich mich vorwiegend in einem kleinen Teil der Welt bewege. Ich sehe mich nicht als Deutsche oder Europäerin. In meinen Augen haben alle das gleiche Recht auf Unversehrtheit, auf Glück, auf Gemeinschaft, auf Sinnhaftigkeit, auf Essen, auf Fortschritt aber auch auf Langsamkeit, auf verschiedene Ideen von kulturellem Überbau, auf Zweifel und Widerstand.“ Zur Pressemitteilung

Grafik GA GUEZ

Prozessauftakt gegen Kriegsgegner*innen (GÜZ-Prozesse) Amtsgericht Bonn, Wilhelmstr. 21, 53111 Bonn am 4.10.2021, 8.30 Uhr | 7.30 Uhr öffentliche Mahnwache vor dem Amtsgericht In einer neuen Prozessreihe vor dem Amtsgericht Bonn werden sich 12 Aktivist*innen der Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen in den nächsten Monaten vor Gericht für ihre Platzbesetzung des Truppenübungsplatzes Altmark verantworten. Im Rahmen der GA GÜZ abschaffen hatten 20 Kriegsgegner*innen im Sommer 2020 das Gefechtsübungszentrum Heer (GÜZ) in der Altmark unerlaubt betreten und das ehemalige Dorf Salchau besetzt. Sie blieben mehr als 30 Stunden. Während dieser Zeit mußte der Übungsbetrieb auf dem Platz eingestellt werden. Zur Presseeinladung
Grafik Aachener Friedenspreis

Aachener Friedenspreis 2021 für Antirassismusarbeit nach den Morden von Hanau und interreligiöse Solidarität unter Frauen in Nigeria Am 21.09.2021, dem Internationalen Friedenstag, gibt der Aachener Friedenspreis e.V. seine diesjährigen Preisträger*innen bekannt. Die Mitgliederversammlung kürte die Trägerinnen und Träger des Preises am 01.09.2021, dem Antikriegstag, der üblicherweise das Datum der Preisverleihung ist. Gewählt wurden drei Gruppierungen aus zwei Zusammenhängen, die sich trotz eigener Betroffenheit und Traumata für Frieden, Sensibilisierung und Aufklärung einsetzen.
Zur Webseite Aachener Friedenspreis

BIld Foto: cc BI OFFENe HEIDe

Magdeburg 10.09.2021, Kita Weltkinderhaus Magdeburg. Puppenspielerin Heike Kammer von den peace brigades international findet bei ihrer Vorstellung mit ihrem Stück "Die Karotte der Freundschaft" ein munteres Publikum von Kindern im Alter zwischen 3 bis 4 Jahren. Die Geschichte: "Der Hase Rodolfo kommt aus Mexiko und ist neu im Tiergarten. Wegen seines Aussehens wird er von den anderen Tieren diskriminiert und ausgeschlossen. Mit Hilfe der Kinder findet er in der Fremde doch noch neue Freunde."
B
ereits beim Friedensweg im letzten Dezember hatte der Heide-Weihnachtsmann für die Kita und das Puppenspiel gesammelt.Sei langem ein Puppenspiel so die Meinung, das Angebot für ein Wiederkommern wurde freudig aufgenommen.

Vom Friedensweg, den 336.: Sonntag, 05. September 2021, 11 Uhr, Domplatz in 39104 Magdeburg, Kundgebung und Demonstration zum anti-Kriegstag / Welt-FriedenstagFriedensweg, das eigentlich zum Ostermarsch geplante Programm wurde nachgeholt
Bild/ Foto cc:BI OFFENe HEIDe

Bild Foto: cc BI OFFENe HEIDe



Bild Foto: cc BI OFFENe HEIDe
Bild Foto: cc BI OFFENe HEIDe
Bild Foto: cc BI OFFENe HEIDe
Bild Foto: cc BI OFFENe HEIDe

"Ein guter Tag in jeglicher Hinsicht", so das Fazit von Martin Rühmann nach dem Konzert seiner Band auf dem Domplatz in Magdeburg. Diese Einschätzung gilt auch für den ganzen Tag. Nachgeholt wurde das Programm des Ostermarsches, welches auf Grund der Corona-Pandemie seinerzeit nicht möglich war. Das Motto "Bundeswehr giert" passt nicht in das Bild der im Inland bei der Bewältigung der Hochwasserfolgen und der Corona-Pandemie in das Schlaglicht gerückten Bundeswehr. So hielten sich die Medien bei der Ankündigung des Ereignisses zurück.

Über 100 Menschen gingen an diesem Spätsommertag auf die Straße und den Domplatz, mit 93 Jahren der älteste Teilnehmer und drei Jahre alt die Jüngste. Bereits um 8 Uhr starteten neun Personen mit dem Fahrrad auf die GedächtnisFahrradfahrt und beschrieben diese als sehr entspannt. Derweil war auf dem Domplatz Geschäftigkeit beim Aufbau der Bühne und der Stände des Marktes der Möglichkeiten. Die Schwierigkeiten mit technischen Schnittstellen wurden mit Improvisation gelöst und somit der Tag gerettet.

Domprediger i. R. Giselher Quast sah seinen Platz lieber bei den Menschen vor dem Dom als bei der Laienpredigt eines Reserveoffiziers im Dom. Hass und Vergeltung wie die Reaktion des US-Präsidenten Joe Biden auf die jüngsten Anschläge in Afghanistan sind die falschen Signale.

Der Kabarettist Lars Johansen setzte sich u.a mit dem Motto "Bundeswehr giert" auseinander und folgerte:
"Gieren hat nämlich nicht nur etwas mit gierig zu tun, sondern bezeichnet auch das Drehen um sich selber."

Der Friedensweg mit etwa 70 Personen führte zum Karrierezentrum der Bundeswehr. Daniel Lücking schilderte dort seine Entwicklung vom unpolitischen jungen Mann zum kritischen Journalisten. Als ehemaliger Bundeswehroffizier mit Auslandseinsätzen kann er aus dem Innenleben der "Parlamentsarmee" oder besser "Regierungstruppe" berichten. "Ja, auch dich haben sie schon genauso belogen, so wie sie es mit uns heute immer noch tun..." Diese Worte von Hannes Wader haben an Aktualität nichts verloren. Es ist an der Zeit, auf die Straße zu gehen, sich an Aktionen gegen die Kriegsgefahr zu beteiligen! Ein solches Karrierezentrum ist die Beschaffungsstelle der Bundeswehr für neues Kanonenfutter. Den jungen Menschen wird ein heiles Bild von der Bundeswehr vorgegaukelt und die Gräuel eines Krieges werden ausgeblendet. Der Bundeswehr wurden Botschaften der Veranstaltung in den Briefkasten gesteckt. Jan Blümel begleitete den Aufzug musikalisch mit passenden Liedern. Mit von der Partie auch der kleine "Karrieretruck" der OFFENen HEIDe mit Aufschrift "Werben fürs Sterben". Dazu rezitierte Sabine Zimmerhäkel ihr Soldatenlied: "Wach auf Soldat, wach auf! Komm endlich selbst darauf: KRIEGE SIND DER FALSCHE WEG, WENN'S IN DER WELT UM FRIEDEN GEHT, DIE ZUKUNFT AUF DEM SPIELE STEHT! Wach auf Soldat, wach auf!"

In der Lokalpresse war zu lesen, dass das Gefechtsübungszentrum Heer in der Colbitz-Letzlinger Heide auch nach dem gescheiterten Afghanistan-Einsatz voll ausgelastet ist. Von den Einsatzfeldern Mali und Litauen ist die Rede, von "Vornepräsenz" und Abschreckung gegenüber Russland.

Der Markt der Möglichkeiten bot einen kleinen Querschnitt von gesellschaftlichen Aktivitäten in der Region, ähnlich wie auf den #'Unteilbar-Demonstrationen.

René Hempel von der Linksfraktion im Stadtrat und Katrin Skirlo vom DGB äußerten auf der Abschlusskundgebung ihr Unverständnis für die weitere Aufrüstung, wo die Gesellschaft vor ganz anderen Herausforderungen steht
. Aufruf | Rundbrief

Vor dem Karrierezentrum der Bundeswehr schilderte Daniel Lücking seine Entwicklung vom unpolitischen jungen Mann zum kritischen Journalisten. Als ehemaliger Bundeswehroffizier mit Auslandseinsätzen kann er aus dem Innenleben der "Parlamentsarmee" oder besser "Regierungstruppe" berichten. Dazu nachfolgendes AUDIO:

Fahrradgedächtnisfahrt / Friedens-Tatorte am 05.09.2021
Bild  Foto: cc BI  OFFENe HEIDe David Schliesing:" Was unterscheidet Kunst in Friedens- und Kunst in Kriegszeiten? Diese Frage berührt einen, vielleicht sogar den existentiellsten Kern von Kunst im allgemeinen. Wir stehen heute vor dem Theater Magdeburg. Hier habe ich drei Jahre als Chefdramaturg für Schauspiel politisches Theater gemacht. Und natürlich ist Theater mein Leben, Theater ist für mich der Ausdruck vom Willen in der Welt zu wirken: als Spiegel oder als Vergrößerungsglas gesellschaftlicher Kritik und ihrer kollektiven Erfahrung im Moment der Wahrnehmung durch ein Publikum. Und genau um dieses Spannungsverhältnis dreht sich die darstellende Kunst. Eine gesellschaftliche Erfahrung wird im Spiegelbild der Fiktion plötzlich kollektiv erfahrbar,
der Zuschauer erlebt sich selbst und seine Beziehung zur Welt in kritischer Distanz über die Bande der Theaterbühne...." Zum Redebeitrag
Meldungen/ Medien/Termine
BI Arbeitstreffen 08.09.2021 verlegt auf
15.09.2021 - 19 Uhr
im einewelt haus Schellingstraße 3-4; 39104 Magdeburg

  1. September, 16:30 – 17:30Uhr Magdeburg, Friedensplatz
Kundgebung: Antikriegstag/Weltfriedenstag (Bündnis - DGB u.a.) ,

Bild MAGDEBURG | Am Freitag, den 06.08.2021 findet um 15 Uhr findet eine Mahnwache zum Hiroshima-Gedenktag auf Initiative von OLDIES FOR FUTURE vor dem Alten Rathaus (Alter Markt) der Landeshauptstadt Magdeburg statt. Bürgermeister Klaus Zimmermann nimmt stellvertretend für Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper an der Mahnwache teil und hält ein Grußwort. An diesem Tag wird auch die Fahne MAYORS FOR PEACE (Bürgermeister für den Frieden) gehisst werden.

Am gleichen Tag 10-17 Uhr Mahwache der Oldies for Future Breiter Weg/E-Reuter-Allee in MD und Kundgebung von 15-17 Uhr der Sammlungsbewegung AUFSTEHEN/Sachsen-Anhalt/Region Magdeburg "Hiroshima und Nagasaki mahnen"



Vom Friedensweg, der 335.: Sonntag, 01. August 2021, 14 Uhr Dolle, am Denkmal Wanderung auf der B 189 zum Dollberg und zurück durch den Wald (etwa 5 km) bei hoher Waldbrandgefahr durch den Ortsteil

Bild Foto cc OFFENe HEIDe
Bild Foto cc BI OFFENe HEIDe
Bild Foto cc BI OFFENe HEIDe
Bild Foto cc BI OFFENe HEIDe

Etwa 30 Personen fanden sich am 1. August zum 335. Friedensweg ein. Treffpunkt war im Ortsteil Dolle vor dem Denkmal. Genau 28 Jahre zuvor war der erste Friedensweg. Das Denkmal erinnert an die grausamen Ereignisse während der Todesmärsche im Frühjahr 1945. Auf der Kundgebung wurde auch daran erinnert.

Am Mikrofon reflektierte ein Kundgebungsteilnehmer auf den Auftritt von Esther Bejarano vor acht Jahren in Dolle (Auszug aus der Gedenkansprache):„Wir denken heute an Esther Bejarano, jene unglaublich aktive und dynamische alte Dame, die auf ihrem langen Lebensweg auch hier an diesem Ort in Dolle gewirkt hat. Es war am Ostermontag, dem 1. April 2013. In den Tagen zuvor hatte es eine Kälteperiode mit zweistelligen Minusgraden gegeben und auch kurz nach dem Mittag am Ostermontag zeigte das Thermometer noch minus 5°C – im Schatten. Aber die Sonne strahlte auf die Bühne und die geschlossene Schneedecke reflektierte die Sonne zusätzlich. Esther Bejarano betrat die Bühne und uns allen wurde warm.

Esther Bejarano betrat am 15. Dezember 1924 in Saarlouis die Bühne des Lebens, also im Saargebiet, dass infolge des Ersten Weltkriegs am 10. Januar 1920 für 15 Jahre vom Deutschen Reich abgetrennt worden war und bei wirtschaftlicher Anbindung an Frankreich der Regierung des Völkerbundes unterstellt worden war. Nach dessen Rückgliederung in das Deutsche Reich im Ergebnis der Volksabstimmung am 13. Januar 1935 waren im Haushalt um das Kind Esther schnell auch die ersten Repressionen gegen jüdische Mitbürger spürbar. Das Deutsche Reich war bereits unter die Nazidiktatur geraten und die Bevölkerung im Saarland hatte immerhin mit über 90 % Stimmenanteil bei 98 % Wahlbeteiligung für die Vereinigung mit diesem Deutschland gestimmt. Eigentlich wäre Esther nur ein kurzes Leben vergönnt gewesen. Das Mädchen wurde in einem Vorbereitungscamp für eine geplante Ausreise nach Palästina festgenommen, landete dann in einem Zwangsarbeitslager bei Berlin und dort musste sie 1943 in einen Viehwaggon steigen.

Ihre Leidenszeit kann ich nicht in Worte fassen, denn das kann niemand, der als Häftling ein Konzentrationslager nicht erlebt hat. Sie überlebte das Konzentrationslager Auschwitz und sie überlebte das Konzentrationslager Ravensbrück und sie überlebte die sich anschließenden Todesmärsche, anders als die 67 namentlich nicht bekannten ermordeten KZ-Häftlinge, die an diesem Ort in der Mahn- und Gedenkstätte Dolle beerdigt sind.

Sie wendete sich fortan aktiv und unermüdlich gegen faschistische Propaganda. Niemand dürfe schweigen angesichts menschenhassender Rhetorik und Taten. Und mit ihren schlimmen Erfahrungen wendete sie sich auch gegen alle Ausprägungen von Kriegen. „Nie wieder Krieg“ stand auf einem Transparent, das sie zu ihrem Konzert in Dolle eigens mitbrachte und zusammen mit ihrem Sohn Joram und Kutlu Yourtseven ausrollte. So war es auch der Inhalt unseres Ostermarschaufrufs zum Ostermontag 2013 in Dolle, den Esther Bejarano so sehr teilte, dass sie ihre Mitwirkung sofort zusagte:

Die Bundeswehr macht Jagd auf die Jugend. In Werbefeldzügen appelliert sie an Abenteuerlust und verspricht „Karriere“. Ihre Rekrutierer sprechen an Schulen und in Berufsberatungsstellen von "Fun" und "Action" und nicht von "Angriffskrieg" und "Kollateralschaden".

Der von der warmen Sonne begleitete Auftritt von Esther in Dolle war nur einer von unzähligen, in ihrem aktiven antifaschistischen Widerstand bis ins hohe Alter von 96 Jahren. Esther Bejarano ist am 10. Juli 2021 in Hamburg gestorben.
Doch der Blick muss auch nach vorn gerichtet werden, so wurde auf die bevorstehenden Aktionen hingewiesen. In Magdeburg gibt es ein Hiroshima-Nagasaki Gedenken anlässlich des 76. Jahrestages der ersten Atombombenabwürfe. Am Tag nach dem Friedensweg musste sich Malte Fröhlich vor dem Landgericht Koblenz wegen eines Go-Ins auf das Gelände des Fliegerhorstes in Büchel, wo immer noch Atombomben lagern,  verantworten. Er wurde wieder schuldig gesprochen. Dabei sind die Atomwaffen seit Januar verboten. Es stellt sich die Frage, wer hier die Gesetzesbrecher sind, die herrschende Politik, die dieses Verbot missachten, oder Menschen, die in Aktionen darauf hinweisen.

Beim 336. Friedensweg am 05. September wird in der Nähe zum Weltfriedenstag/Antikriegstag das Programm des Ostermarsches in Magdeburg nachgeholt. Dazu ist noch einiges vorzubereiten.

Wegen der sommerlichen Trägheit gab es nur eine kurze Wanderung zum benachbarten Festplatz mit der Freilichtbühne, auf der 2013 Esther Bejarano auftrat. Die Natur holt sich diesen Platz gerade wieder zurück. Mit dem Picknick dort klang der Friedensweg aus.
Flugblatt | Rundbrief

Meldungen/ Medien/Termine
Bild

Montag 02.08.2021, 11 Uhr, Berufungs-Verhandlung beim Landgericht Koblenz, Karmeliterstr. 14. Die von Malte Fröhlich angestrengte Berufung wurde verworfen.Wegen des Go-In der Gruppe "Büchel17" vom 30.4.2019 hatte das Amtsgericht Cochem ihn zu 30 Tagessätzen zu 30€ im März verurteilt, dagegen legte er Berufung ein.
Einlassung und Schlusswort von Malte Fröhlich

"Sie sprechen Ihr Urteil im Namen des Volkes, welches die Atomwaffen in Büchel ebenso mit großer Mehrheit ablehnt, wie die Kriegstreiberei der letzten mehr als zwei Jahrzehnte. Mit Ihrem Urteil werden Sie mich nur überzeugen können, wenn Sie meine Argumente entkräften. Urteilen Sie aus der Perspektive der Macht und bleiben die entkräftenden Argumente schuldig, dann sprechen Sie dieses Urteil einzig für sich. Mein Verhalten wird davon dann nicht tangiert werden."

Bild

Montag 02.08.2021, 11 Uhr, Berufungs-Verhandlung, Landgericht Koblenz, Karmeliterstr. 14, mit Malte Fröhlich wegen des Go-In der Gruppe "Büchel17" vom 30.4.2019
Am 31.03.2021 - wurde Malte Fröhlich in der Verhandlung vor dem Amtsgericht Cochem zu 30 Tagessätzen zu 30€ verurteilt und ging in Berufung. Mit anderen Atomwaffengegner*innen behinderte er 2019 den Militärbetrieb auf dem Bundeswehr-Flugplatz Büchel durch ein„Atomwaffenfreies Picknick“. Hier sind seine Verteidgungsrede, das Schlusswort und andere Dokumente vom März 2021 Verteidigunsgrede-und Schlusswort, Beweisanträge, Schreiben an den Richter Michel

"Meinen Einsatz für die Durchsetzung des Völkerrechts im Fliegerhorst Büchel sehe ich in erster Linie gedeckt durch den Artikel 25 GG. Dieser Artikel berechtigt mich nicht nur, sondern er verpflichtet mich zu handeln, um dem Völkerrecht zu seiner Wirksamkeit zu verhelfen"
Aus der Verteidigungsrede Malte Fröhlich vor dem Amtsgericht Cochem

Zum Tod von Esther Bejarano
Bild cc Foto: BI OFFENe HEIDe

Eine Stimme für den Frieden, eine Stimme gegen Rassismus und eine Stimme
gegen Faschismus und Antisemitismus ist verstummt.
Eine der wichtigen Stimmen der Friedensbewegung in unserem Land spricht nicht mehr.
Am 10. Juli 2021 ist in Hamburg mit 96 Jahren die Überlebende des KZ Auschwitz Esther Bejarano verstorben.
Mit Freude erinnert sich die BI OFFENe HEIDe an ihren Auftritt zum Ostermarsch am 01. April 2013 in Dolle.
Esther, wir denken an Dich und Du bist immer auf unseren Wegen bei uns.
Schalom

Erinnerung an Ester Bejarano beim Ostermarsch 2013 in Dolle: Bericht | Youtube
Nachruf : jungeWelt | nd.Aktuell | ZEIT-Online
Vom Friedensweg, dem 334.: Sonntag, 04. Juli 2021, 14 Uhr, Neuenhofe, Teichstraße Wanderung zum Jägerstieg bis zu 5 km

Bild Foto cc BI OFFENe HEIDe
Bild Foto cc BI OFFENe HEIDe
Bild Foto cc BI OFFENe HEIDe
Bild Foto cc BI OFFENe HEIDe

Der Regen der Woche hielt die Waldbrandgefahr im Zaum, so war die Fahrt zum Jägerstieg mit den Fahrzeugen und das Wandern auf dem Jägerstieg möglich. Für etwa 20 Menschen war der 334. Friedensweg wichtiger als Strandbad und andere sommerliche Erfrischungen.

David Schliesing, der im Wahlkreis 67 (Börde, Jerichower Land) für die LINKEN zu den Bundestagswahlen kandidiert, greift als Kulturschaffender das Verhältnis von Kunst und Krieg auf. Als Aufhänger dient die Entstehungsgeschichte des Quartetts für Klarinette, Geige, Cello und Klavier des französischen Komponisten Olivier Messiaen. Uraufgeführt wurde das Werk 1941 in einem Kriegsgefangenenlager. Sein Fazit lautet: „Kunst im Krieg ist immer Kunst für den Frieden. Weil sie im Gegensatz zum Wesen des Krieges Menschen nicht gegeneinander auf- sondern sie zusammenbringt. Wie im Krieg ist zwar das gemeinsame künstlerische Wirken einem höherem und verbindenden Zweck unterworfen, aber ihre Waffen klingen anders, selbst wenn sie Kriegslärm imitieren, als Echos erlebten Schreckens, ihr Ziel bleibt immer das gemeinsame Erleben und das gemeinsame Wiedererleben. Und somit ist Kunst im Krieg immer Kunst für den Frieden. Weil sie der Nachwelt ebenso davon Mitteilung macht, Zeugnis ablegt über das unmittelbar erlebte Leid - weil sie im Zeitpunkt ihres Entstehens Aufschrei war und ihren Nachkommen in die Zukunft zuruft: Lasst es nie wieder so weit kommen. Es reicht, dass wir das erleben mussten. Das Ende der Zeit, ihr habt es in der Hand! In diesem Sinne: Lassen wir es nie wieder so weit kommen. Und tun wir alles dafür, dass unsere Welt befreit wird von Waffen, von Gewalt und vom Krieg." Beitrag "Ende der Zeit" 

Der kürzliche Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan war Malte Fröhlich Anlass zu einer kritischen Bilanz des fast 20 Jahre währenden Einsatzes. Etwa 150.000 Soldat*innen waren über die Jahre verteilt in Afghanistan, davon ein Großteil in der Colbitz-Letzlinger Heide ausgebildet. Weitere Bilanz des Krieges sind:

  • 12,5 Mrd. € Kosten allein für den Bundeswehreinsatz
  • 185.000 zivile Opfer
  • 2,7 Mio. Flüchtlinge

Edgar Kürschner verwies auf den 336. Friedensweg, welcher am 05. September 2021 in zeitlicher Nähe zum Weltfriedenstag/Antikriegstag in Magdeburg mit dem Programm des Ostermarsches stattfindet. Dazu muss noch entsprechend mobilisiert werden. Besser als gerührt sein ist sich rühren.

In seiner Moderation brachte Klaus Czernitzki den 50. Geburtstag von Julian Assange am Vortag ins Gespräch. Diesen musste er wieder hinter Gittern verbringen. Nicht diejenigen, die Kriegsverbrechen aufdecken gehören ins Gefängnis, sondern die, die die Kriegsverbrechen begehen! Hier hat die westliche Wertegemeinschaft noch Defizite.

Den Abschluss des Friedensweges bildete eine Wanderung mit traditionellem Picknick an einem schattigen Ort. Nicht nachzuvollziehen ist, warum der Wanderweg an übungsfreien Tagen nur von 10 bis 16 Uhr geöffnet ist. Das ist eine willkürliche Festlegung.

Flugblatt
| Rundbrief

Meldungen/ Medien/Termine
Bild

Bürgerinitiative OFFENe HEIDe unterstützt Friedensbotschaft an das russische Volk
Am 22. Juni 2021 jährt sich der Überfall deutscher Militärs auf die Sowjetunion zum 80. Mal. Die Bürgerinitiative OFFENe HEIDe, Trägerin des Aachener Friedenspreises, unterstützt die vom Internationalen Friedensbüro e.V. und Deutsch-Russischen Forum e.V. gemeinsam initiierte Kampagne einer großformatigen Anzeige in einer auflagenstarken russischen Tageszeitung. Es ist schuldbewusstes Bekenntnis der Deutschen zur Vergangenheit gegenüber den russischen Zeitungslesern in Zeiten höchster politischer Spannungen mit der heutigen Russischen Föderation und gleichzeitig ein Aufruf zur Verständigung zwischen der deutschen und der russischen Nation.

So steht im Wortlaut der Friedensbotschaft: „Von deutschem Boden, geplant von deutschen Politikern, ging ein beispielloser Vernichtungskrieg aus, geboren aus politischer Hybris und Rassismus gegen die Völker der Sowjetunion, besonders die Juden und andere Minderheiten. Es ist Teil der Verantwortung unserer Generation, dass niemand diese Gräueltaten je vergessen oder relativieren darf. Frieden in Europa gelingt nur, wenn auch Russland Teil der Lösung ist.“

Helmut Adolf

Zum Aufruftext "Lasst uns Frieden stiften"

Vom Friedensweg, der 333.: Sonntag, 06. Juni 2021, 14 Uhr Barriere Zienau ( B 71 zwischen Letzlingen und Gardelegen) Wanderung auf den Spuren der Gewaltfreien Aktion 2020

Bild
Bild
Bild

Schon die Ankommenden empfing die Zahl 333 am Straßenrand. Um Zahlen und Prozente ging es an diesem Tag auch bei der Landtagswahl „Zum Zerreißen gespannt“ war die Titelzeile einer Zeitung. Für etwa 30 Personen fiel die Wahl auch auf eine friedliche Heide und den Friedensweg. Das Wetter war trüb, doch es regnete zum Jubiläum nicht. Rainer Wulff, der lange Zeit in Jävenitz am Nordrand der Heide gewohnt hat, schilderte seine Begegnungen mit sowjetischen Armeeangehörigen. Das war der Übergang zum 22. Juni, dem 80. Jahrestag des Überfalls Hitlerdeutschlands auf die Sowjetunion. Leider gibt es in der Bundesrepublik keine offizielle Würdigung diese Ereignisses und der Opfer der Völker der Sowjetunion, die die Hauptlast des Zweiten Weltkrieges trugen. Die herrschende Politik zeigt nur Befindlichkeiten gegenüber der aktuellen russischen Regierung und stellt diese vor die historischen Tatsachen.

Friedrich Rabe nahm die aktuelle Zahl 333 auf und wies auf das Jahr 333 v.u.Z. hin. November: Alexander der Große siegte in der Schlacht bei Issos über den persischen Großkönig. In unseren 333 Friedenswegen ging es um die Vermeidung von kriegerischen Schlachten. Ferner zitierte Friedrich Rabe Carl von Clauswitz „Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.“ und korrigierte "eine gescheiterte Fortsetzung..."
Am ersten Friedensweg am gleichen Ort wurde gesungen, einen zögerlichen Versuch gab es auch auf dem 333. Friedensweg mit der "kleinen weißen Friedenstaube", einem Lied, welches sich hierzulande in die Herzen vieler Menschen eingeprägt hat.

Empörung wurde geäußert über das neue Luftkampfsystem Future Combat Air System (FCAS), welches gemeinsam von der Bundesrepublik, Frankreich und Spanien betrieben wird. Den öffentlichen Kassen fehlt durch die Corona-Pandemie Geld und für solche vernichtenden Systeme sollen Haushaltsmittel verschleudert werden.

Begegnung und Erinnerung waren beim Friedensweg angesagt. Die Wanderung war an diesem Tag nur 2 km kurz, sollte doch niemand ausgegrenzt werden vom Konzert mit Straßenmusiker Matthias Marggraf aus Magdeburg. Die Klangfülle, die er seinem Cello entlockte, war beeindruckend. Matthias Marggraf gefiel es auch auf dem Friedensweg. Nur die Mücken störten ihn beim Musizieren und Bedienen der Technik. Flugblatt | Rundbrief

Meldungen/ Medien/Termine
Bild CC BY-SA

Junge Welt - 11.05.2021 Proteste gegen Kriegsgeschäfte »Was hier läuft, ist falsch« Sachsen-Anhalt: Bürgerinitiative stört aus Protest regelmäßig Betrieb auf Truppenübungsplatz in Altmark. Ein Gespräch mit Paula Schumann von David Maiwald Zum Artikel

Vom Friedensweg, der 332.: Sonntag 02. Mai 2021, 14 Uhr Vollenschier, an der Kirche,Wanderung große Runde um den Kirchturm 6 km

 Copyright BI OFFENe HEIDe
 Copyright BI OFFENe HEIDe
 Copyright Foto BI OFFENe HEIDe

Das traditionelle Frühlingsfest an der Vollenschierer Kirche fiel den Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie schon zum zweiten Mal zum Opfer. Trotzdem wurde Vollenschier zum Ausgangspunkt des 332. Friedensweges gewählt. Der Friedensweg sollte Gelegenheit geben, sich über den Fortschritt der Arbeiten an der Kirche zu informieren. Den Erlös der Veranstaltungen setzt der Förderverein Vollenschierer Kirche e.V. für die weitere Sanierung der Gutskirche ein. Vereinsvorsitzender Thomas Rehbein gab einen kurzen Überblick über den Stand der Arbeiten und geplante Veranstaltungen. Ein umstürzender Baum riss ein Loch in die Friedhofsmauer. Es gibt also immer etwas zu tun auf dem Gelände.

Erstaunen bei zwei Teilnehmerinnen über die üppige Ausstattung der Übungsstadt Schnöggersburg mit dem so genannten Sakralbau. Dort werden Gelder verbraten, die für den Erhalt der Kirche mühevoll gesammelt werden müssen.

Auf der Kundgebung wurde beim Rückblick auf die Gerichtsverhandlung von Paula Schumann festgestellt, dass es in der Bundesrepublik keine unabhängige Justiz gibt. Staatliches Handeln gegen das Völkerrecht wird nicht geahndet, während die Ordnungswidrigkeiten im Zusammenhang mit Zivilen Ungehorsam mit Bußgeldern belegt werden. Entsprechende Anträge, die den Widerstand im Zusammenhang mit dem Regierungshandeln darlegen sollen, werden permanent abgewiesen.
Das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zum Klimaschutzgesetz war hingegen eine Sternstunde der Justiz.

Rainer Wulff aus Halberstadt verwies auf die Aktualität des Liedes "Es ist an der Zeit" von Hannes Wader hin. Zum Schluss spielte Rainer Wulff noch ein Ständchen auf seiner historischen Mundharmonika, die mit einem Soldaten schon durch den Weltkrieg zog.
Es ist immer an der Zeit, sich für den Frieden einzusetzen! So wurden weitere Termine aus dem friedenspolitischen Umfeld ausgetauscht.

Die abschließende Wanderung konnte etwas länger sein, da das Frühlingsfest mit Kulturprogramm fehlte und die Wanderung wurde noch länger, weil der geplante Weg verlassen wurde. Belohnt wurden die Teilnehmenden mit schönen Eindrücken in der frühlingshaften Natur.

Flugblatt | Rundbrief

Meldungen/ Medien/Termine
Foto BI OFFENe HEIDe

Bonn 20.04.2021 | Kein Tag ohne Kriegshandlungen- Studentin verteidigt Aktion auf Militärareal vor Gericht
Am heutigen Dienstag wurde eine Studentin aus Magdeburg vom Amtsgericht Bonn zu einem Bußgeld von 200€ verurteilt. Im Rahmen der Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen betrat sie im Sommer 2019 den Truppenübungsplatz Altmark um den Übungsbetrieb zu stören. Wegen des Betretens des militärischen Areals erließ die Bundeswehr einen Bußgeldbescheid, gegen den die junge Frau Einspruch einlegt hat. Deshalb kam es heute zu einer öffentlichen Verhandlung am AG Bonn. Vor dem Gericht protestierten 25 Mitstreiter*innen im Rahmen einer Mahnwache mit Corona-Abstand gegen die Kriegsübungen der Bundeswehr und die Verhängung von Bußgeldern für Aktivist*innen.

Zur Pressemitteilung der Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen

Paula Schumann:"Das gewaltfreie Betreten der Colbitz-Letzlinger Heide dient dem Unterbrechen und Erschweren der illegalen Kriegsvorbereitungen und ist folglich als aktive Rechtspflege anzusehen. Gleichzeitig sind solche Handlungen nur notwendig, da die Justiz versäumt oder sich sogar weigert staatliches Handeln an gültiges Recht rückzubinden."
Siehe Einlassung und Schlusswort

 

Bild

Am 20. April 2021 (Dienstag) muss sich ab 13.30 Uhr Paula Schumann
vor dem Amtsgericht Bonn für ihren Besuch am
Zaun von Schnöggersburg im Jahr 2019 verantworten. Saal S1.10


Einladung zur Prozessbegleitung 10. Prozess gegen Kriegsgegner
(GÜZ-Prozesse) Amtsgericht Bonn, Wilhelmstr. 21, 53111 Bonn
20. April 2021, 13.30 Uhr
öffentliche Mahnwache ab 12.30 Uhr (mit Corona-Regeln)
Einladung zur Prozessbeobachtung

Neues Deutschland,19.04.21: Prozessbeginn gegen Friedensaktivistin Studentin protestierte gegen Truppenübungsplatz

Vom 331. Friedensweg, als "Kleiner Ostermarsch" am Ostermontag den 05.April um 08 Uhr Gedächtnis-Fahrradfahrt ab MD-Neustädter Bhf. und 11 Uhr Kundgebung Domplatz Magdeburg
Foto BI OFFENe HEIDe

Foto BI OFFENe HEIDe
Foto BI OFFENe HEIDe
Foto BI OFFENe HEIDe
Foto BI OFFENe HEIDe
Foto BI OFFENe HEIDe
Foto BI OFFENe HEIDe

Etwa 90 Menschen fanden sich zum 331. Friedensweg auf dem Domplatz in Magdeburg ein. Dieser war der Ersatz für den Ostermarsch, der auf Grund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie nicht in seiner gewohnten Vielfalt stattfinden konnte.
Viele Einschränkungen und Verbote beherrschen gerade das Leben. Domprediger i. R. Giselher Quast formulierte treffend, dass ein Verbot in diesem Jahr das schönste ist: Das Atomwaffenverbot, denn am 22. Januar trat der Atomwaffenverbotsvertrag in Kraft. Die Atommächte, die NATO- und die meisten EU-Staaten sind diesem Vertrag noch nicht beigetreten. Es gibt also genug Anlass, auf die Straße zu gehen und die Forderung u. a. an die eigene Regierung zu stellen.
Gerade aus kirchlicher Sicht wurde klargestellt, dass Ostern ein Fest des Lebens, nicht des Todes ist.
In Zeiten von Corona dürfen der Erhalt des Friedens und der Klimaschutz nicht aus dem Bewusstsein der Menschen verschwinden.

Wie für den Ostermarsch vorgesehen, bildete den Auftakt eine Gedächtnis-Fahrradfahrt durch den Osten Magdeburgs an Orte, die an Kriegsursachen und Auswirkungen, an Täter und Opfer erinnern und mahnen. So war der Treffpunkt in der Nähe des Sitzes der jüdischen Gemeinde. Etwa 30 Menschen begaben sich trotz der frühen Stunde und des widrigen Wetters auf den Weg. Am Friedhof für die gefallenen sowjetischen Soldaten wurde an das unendliche Leid im Zweiten Weltkrieg erinnert. 27 Millionen gefallene Sowjetsoldaten mahnen zu einem anderen Verhältnis zu den Nachfolgestaaten der Sowjetunion.

Die nächste Station war der Gedenkstein für die Opfer der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki. Dieser muss nach Dr. Eberhard Bürger von der Regionalgruppe des Internationalen Versöhnungsbundes in Zukunft öfter aufgesucht werden, um der Forderung nach Realisierung des Atomwaffenverbotsvertrages Gehör zu verschaffen. Das Gelände am Jerichower Platz hat eine militärische Geschichte. Die Nutzung einer ehemaligen Kaserne als Finanzamt setzt diese Geschichte fort, denn dort wird das Geld für die Rüstungsausgaben eingesammelt. Die hier stationierten sowjetischen Truppen sind abgezogen, aber immer noch sind 33.000 US-Soldat*innen in der Bundesrepublik stationiert.

Christine Böckmann erläuterte die Geschichte des Stadions Neue Welt. Der Ort steht für die Geschichte der Weimarer Republik, die ein Erstarken des Faschismus nicht verhindern konnte. Hier wurden Häftlinge des KZ-Außenlagers am Ende des Zweiten Weltkriegs erschossen. Das Gelände um den Gedenkstein muss entsprechend gestaltet werden.

Vergebens wurde vor dem Rathaus die Fahne der Bürgermeister für den Frieden gesucht. Stattdessen gibt es im Foyer der Rathauses ein Modell der Korvette "Magdeburg". Auch die Kommunalpolitik und namentlich der Oberbürgermeister der Stadt Lutz Trümper können ihren Anteil für eine friedlichere Welt leisten.


Wo zwischen den Menschen Freundschaft herrscht, gibt es keine Kriege, so war die letzte Station der Fahrradfahrt die Stele der Völkerfreundschaft. In Kleingruppen wurden die Motivationen für die Teilnahme ausgetauscht.

Auch auf der Abschlusskundgebung spielten viele persönliche Empfindungen zum Frieden und Erlebnisse aus der Familie eine Rolle. Friedrich Rabe bedauerte in seinem Beitrag, dass die Umbrüche Anfang der 1990er Jahre nicht zu einer friedlicheren Welt geführt haben. Der Warschauer Vertrag wurde aufgelöst, die NATO wird erweitert.

Friedens- und Umweltbewegung sind eng verbunden. Kriege und deren Vorbereitung sind Klimakiller. Es wurde ein sensibler Umgang mit der Umwelt angemahnt, sei es im Kulturpark Rothehorn in Magdeburg oder beim Autobahnbau z. B. in der Altmark.

Zum Lied "Weiße Taube" von Martin Rühmann lieferten eigens herbeigeschaffte weiße Tauben ein eindrucksvolles Abschlussbild über den Domplatz und als Hinweis auf das Friedensfest am 5. September 2021 an diesem Ort mit hoffentlich weniger Einschränkungen und besserem Wetter.

Rundbrief


weitere Beiträge zum Nachlesen:

Jenny Schulz, DIE LINKE Magdeburg Redebeitrag
Giselher Quast Domprediger em. Wortbeitrag
Sabine Zimmerhäkel, Jerichower Land, Soldatenlied, Text zum Gesangsbeitrag

Medien
MDR Sachsen-Analt HEUTE vom 05.04.2021

Martin Rühmann stellte sein neues Lied "Weiße Taube" vor. Mit feundlicher Genehmigung hier zum Nachhören die kürzere Version:

Meldungen/ Medien/Termine
Bild

Cochem 31.03.2021 - Malte Fröhllich wurde in der Verhandlung vor dem Amtsgericht Cochem zu 30 Tagessätze zu 30€ verurteilt . Mit anderen Atomwaffengegner*innen behinderte er 2019 den Militärbetrieb auf dem Bundeswehr-Flugplatz Büchel durch ein„Atomwaffenfreies Picknick“. ( Go-In der Gruppe "Büchel17"im April 2019 ) Hier sind seine Verteidgungsrede, das Schlusswort und andere Dokumente veröffenticht" In seinem Schlusswort heißt es"Es ist höchste Zeit, in der modernen, vernetzten, globalisierten Welt die jahrtausende alte Friedenssehnsucht der allermeisten Menschen zur Richtschnur unseres Handelns zu machen. Die Armeen dieser Welt werden dabei nur eine marginale Rolle spielen. Unseren Regierungen können wir diesen Wandel nicht allein überlassen, sie sind damit überfordert und benötigen dafür eine wache und engagierte, außerparlamentarische Begleitung, die von friedensethischen Grundüberzeugungen getragen ist. Und wir brauchen eine Justiz, die sich als eine der drei Säulen der Demokratie versteht und emanzipiert und beginnt, staatliches und militärisches Handeln an geltendes Recht rückzubinden. Dies geschieht in der BRD völlig unzureichend. Dieser Mangel missachtet die UN-Charta und bedroht das friedliche Zusammenleben und damit auch unser Gemeinwesen existenziell."
Verteidigunsgrede-und Schlusswort, Beweisanträge, Schreiben an den Richter Michel

Artikel der Süddeutschen Zeitung "PR-Agentur Hill & Knowlton:Schmutzige Sprechblasen"

Bild Mi, 31.3.2021, 9.00 Uhr Verhandlung im Amtsgericht Cochem mit Malte Fröhlich (Go-In der Gruppe "Büchel17" vom 30.4.2019)

Am 30.4.2019 leisteten 17 Menschen auf dem Militärflughafen der Bundeswehr in Büchel (Eifel) Zivilen Ungehorsam, um dazu beizutragen, dass die “Nukleare Teilhabe” Deutschlands an den US-Atombomben beendet wird, die in Büchel stationierten rund zwanzig B61-Bomben der USA beseitigt werden, Deutschland dem UN-Atomwaffenverbotsvertrag beitritt und damit Schritte zur weltweiten Abrüstung der Atomwaffen unternimmt.

Malte Fröhlich von der BI OFFENe HEIDe gehört zu dieser Gruppe von 17 Atomwaffengegner*innen.

Vom 330. Friedensweg, Sonntag, 07. März 2021, 14 Uhr Hütten, "Platz des 11. August"
direkt an der Heidestraße Frühjahrsputz/ Wanderung,

cc Foto: BI OFFENe HEIDe
cc Foto: BI OFFENe HEIDe
cc Foto: BI OFFENe HEIDe
cc Foto: BI OFFENe HEIDe

Dem Anspruch, die Colbitz-Letzlinger Heide symbolisch in Besitz zu nehmen, kamen am 7. März 2021 etwa 30 Menschen nach. Zur Besitznahme gehört auch, etwas für den "Besitz" zu tun. An diesem Tag stand wieder einmal der Frühjahrsputz auf dem Programm. Wegzuräumen gab es viel, was einige Mitmenschen so achtlos in die Landschaft entsorgt hatten. Bei der Kundgebung ging es vom 150. Geburtstag von Rosa Luxemburg am 5. März bis zum Frauentag am 8. März. Rosa Luxemburg war eine energische Kriegsgegnerin.

Die Kriegsgefahr ist auch in Zeiten der Pandemie aktueller denn je. Die in Büchel lagernden Atomwaffen sollen eine neue Startbahn für ihre Trägerflugzeuge erhalten. Wenn sie während der Bauzeit nicht verfügbar sind, können die Atomwaffen gleich gänzlich verschwinden. Unverzichtbar für die Friedenssicherung, wie es die Bundesregierung behauptet, sind sie nicht, so Malte Fröhlich in seinem Beitrag. Er hat sich demnächst vor Gericht wegen einer Aktion in Büchel zu verantworten. Jetzt gilt es, möglichst viele Menschen für den Ostermarsch am 5. April in Magdeburg zu motivieren. Dazu wurde Material auf dem Friedensweg verteilt und schon eine Übersicht auf das Programm gegeben.

Pünktlich zum Ostermarsch hatte der Kalender 2022 „Botschaften aus der Heide - Abgebildetes und Geschriebenes aus der Colbitz-Letzlinger Heide" Premiere, den Bernd Luge vorstellte. So gibt es auch in nächsten Jahr einen Wegbegleiter mit Bezug auf die Colbitz-Letzlinger Heide.

Umweltfrevel gibt es nicht nur in der Heide, auch im Raum Magdeburgerforth wird abgeholzt. Dagegen gibt es eine Unterschriftensammlung. Gäste aus der Altmark mahnten ebenso einen sensiblen Umgang mit der Natur an.
Die Wanderung auf der Heidestraße fiel wegen der Müllmenge nur kurz aus. Gefahr droht nun auch von ganz anderer Seite, die Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle hat die Region erreicht. Hier gilt es sich in die regionalen Dialoge einzubringen.

Der Friedensweg sollte auch darauf hinweisen, dass nach der ursprünglichen Fassung des so genannten Heidekompromisses von 1997 die Flächen südlich der Heidestraße aus dem Truppenübungsplatz herausgenommen werden sollten. So hätte dort schon der Naturpark entstehen können.

Flugblatt | Rundbrief

07.03.21 Bericht MRD SACHSEN-ANHALT HEUTE Zum Sendebeitrag

Meldungen/ Medien/Termine
Bild

18.02.21-15:23Uhr der morgige Prozess wurde vom Gericht abgesagt,
ein neuer Termin steht noch nicht fest:
Einladung zur Prozessbegleitung 9. Prozess gegen Kriegsgegnerin, (GÜZ-Prozesse)
19.2.2021, 10.30 Uhr Amtsgericht Bonn, Wilhelmstr. 21, 53111 Bonn,

öffentliche Mahnwache ab 9.30 Uhr (mit Corona-Regeln) Am Freitag, 19.2.2021 verantwortet sich eine Studentin aus Magdeburg vor Gericht. Paula Schumann hat für eine antimilitaristische Aktion in 2019 einen Bußgeldbescheid über 200€ wegen „unerlaubten Betretens eines militärischen Sperrgebietes“ erhalten.  
Zur Pressemitteilung                                                                                                                              

Foto flicker junepa Bitte um Unterstützung beim solidarischen Bußgeld | An alle meine solidarischen Friedensfreud*innen und Antimilitarist*innen - Ernst-Ludwig Iskenius: " Ihr lieben Mitstreiter*innen, Gestern habe ich Post von der Staatsanwaltschaft Bonn bekommen. Sie möchte, dass ich 500 Euro für das Betreten ihres Militärgeländes in der Altmark, das modernste Gefechts- und Übungszentrum (GÜZ) Europas für Armeen, zahlen soll....Ich könnte natürlich sang- und klanglos dieses Bußgeld bezahlen, sehe aber den politischen Mehrwert darin, dass dieses Bußgeld öffentlichkeitswirksam kollektiv beglichen wird.." Mehr im Brief
Der 330. Friedensweg, am 07. Februar 2021, 14 Uhr Dolle, musste aufgrund der Witterungsbedingungen abgesagt werden (geplant war eine Wanderung auf der B 189 zum Dollberg und zurück durch den Wald (knapp 5 km)
Foto cc: BI OFFENe HEIDe

Aus Witterungsgründen abgesagt | Zum 330. Friedensweg laden wir am Sonntag, dem 07. Februar 2021 um 14 Uhr in den Ortsteil Dolle ein. Der Treffpunkt ist am Denkmal. Damit wollen wir auf das Schicksal der Opfer der Todesmärsche von 1945 erinnern. Am 27. Januar war der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Nach der Kundgebung gehen wir zunächst auf der B189 in Richtung Norden und biegen dann auf dem Dollberg in Richtung Nordwesten ab. Durch den Wald geht es wieder zurück. Das Gelände ist sehr bewegt, wenn also Schnee liegt, eignet es sich zum Rodeln. Kurz vor Ende unserer knapp 5 km langen Wegstrecke erreichen wir die ehemalige Reichsstraße 71, die bis zur Einrichtung der Heeresversuchsstelle von Dolle nach Gardelegen führte. Alleebäume und Reste der Fahrbahn sind noch zu erkennen. Eben auf dieser Straße sind wir auch während der Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen im September 2020 nach Salchau gegangen.
Flugblatt
| Rundbrief

Meldungen/ Medien/Termine
Bild cc Foto Offene Heide Aktion Schilderwechsel
Aktivist*innen tauschen Bundeswehr-Schilder aus
Pressemitteilung 22.01.2021 | Am heutigen Vormittag haben 20 Friedensaktivist*innen Warnschilder der Bundeswehr am Fliegerhorst Büchel durch neue UN-Schilder ersetzt.
Aus Anlass des Inkraftretens des Atomwaffenverbotsvertrags sind die Atomwaffengegner*innen heute selber aktiv geworden. Schilder der Bundeswehr, die am Zaun zum Militärflughafen Büchel hängen und auf denen vor einem militärischen Sicherheitsbereich gewarnt wird, wurden abgehängt und durch neue Schilder ersetzt, auf denen deutlich zu lesen war: „Achtung Massenvernichtungswaffen. Atombomben sind seit heute verboten“. Die Gruppe agierte als Delegation der Vereinten Nationen und führte das UN-Emblem auf Schutzhelm und auf den neuen Schildern mit sich. In Zweierteams- coronakonform- begann die Umrüstung des Zaunes in der Nähe des Haupttores Zur Pressemitteilung
Grafik

Appell ILANA unterzeichnen: "Dem Atomwaffenverbotsvertrag beitreten – nukleare Aufrüstung Deutschlands stoppen!"
"Sehr geehrte Frau Dr. Merkel, wir wenden uns hiermit an Sie und zugleich an alle Mitglieder der Bundesregierung und die Abgeordneten des Deutschen Bundestages mit dem dringenden Appell: Unterzeichnen und ratifizieren Sie den Atomwaffenverbotsvertrag! Stoppen Sie die Stationierung der neuen US-amerikanischen B 61-12 Atombomben auf dem Fliegerhorst der Bundesluftwaffe in Büchel und die damit verbundene neue gefährliche atomare Aufrüstung auf deutschem Boden! Unterlassen Sie die geplante Anschaffung von 45 US-amerikanischen F 18 Jagdflugzeugen als Kernwaffenträger für das taktische Luftwaffengeschwader 33 der Bundeswehr!...
." Zum Appell

"Die International Association of Lawyers against Nuclear Arms (IALANA) ist eine 1988 gegründete Organisation von Rechtsanwälten, die sich für die vollständige Beseitigung von Nuklearwaffen, die Stärkung internationalen Rechts und die friedliche Beilegung internationaler Konflikte engagiert." Siehe Wikipedia:

Foto cc OFFENe HEIDe
Foto cc OFFENe HEIDe
"Zu unserer Mahnwache am 16. Januar 2021 im Rahmen des Bündnisses "Solidarisches Magdeburg" am Magdeburger S-Bahn-Haltepunkt Eichenweiler kamen über die Dauer der Mahnwache 30 Personen, um mit uns ihre Haltung gegen faschistoiden Ungeist zu demonstrieren
und über Krieg und Militär zu sprechen. Derweil haben wir mit Befremden zur Kenntnis genommen, dass mit unverhohlener Polizeiunterstützung für 80 gröhlende Gestalten eine geschichtsrevisionistische Rehabilitierung der braunen Barbarei am früheren Kundgebungsort von Magida an der Hauptwache neben dem Magdeburger Rathaus durchgesetzt wurde. Danke an alle, die dem mit uns entgegengetreten sind."
Vom Friedensweg, den 329.: Sonntag, 03. Januar 2021 - 14 Uhr, Meseberg, vor dem Bürgerhaus, "Neujahrsempfang" der OFFENen HEIDe, Wanderung in Richtung Heide, bis zu 5 km

Foto cc BI OFFENeHEIDe
Foto cc BI OFFENeHEIDe
Foto cc BI OFFENeHEIDe


Genau am 18. Geburtstag von Greta Thunberg, Initiatorin der Klimabewegung "Fridays For Future" trafen sich etwa 30 Menschen zum 329. Friedensweg am 03. Januar im Ortsteil Meseberg. Rüstung und Kriege sind auch Klimakiller. Selbst der Truppenübungsplatz hat Auswirkungen auf das Mikroklima in seinem Umfeld. In Magdeburg klappt die Zusammenarbeit der Bürgerinitiative OFFENe HEIDe mit den regionalen Kräften des Klimaprotestes. Jörg Lauenroth-Mago, Fachbereichsleiter der Gewerkschaft ver.di berichtete vom friedenspolitischen Engagement der Gewerkschaft. In Zeiten großer finanzieller Herausforderungen durch die Corona-Pandemie soll der Rüstungshaushalt auf zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes steigen und beispielsweise für fünf Milliarden Euro neue Kampfflugzeuge beschafft werden. Im Sommer wird er gemeinsam mit seiner Frau und anderen Friedensbewegten in den Sattel steigen zum Friedensritt an der Ostseeküste unter dem Motto "Abrüsten und Aufräumen - Die Ostsee muss ein Meer des Friedens werden!" Dr. Eckart Frey verwies in seinem Grußwort darauf, dass die Teilnehmenden des Friedensweges nach dem Aufenthalt im nasskalten Wetter zu Hause wieder eine warme Stube vorfinden, was bei den vielen Flüchtlingen in diversen Flüchtlingslagern nicht der Fall ist. Gegenwärtig toben Kriege, die auch zur weltweiten Fluchtbewegung beitragen. Deutsche Waffenexporte in Krisengebiete heizen diese Konflikte noch an. Doreen Hildebrandt, Landtagsabgeordnete und stellv. Landesvorsitzende der LINKEN, brachte ihr Unverständnis dafür zum Ausdruck, dass auch nach dem Präsidentenwechsel in den USA die Bundesrepublik der NATO-Forderung nach höheren Rüstungsausgaben nachgeben will. Es ist zynisch, wenn die Anschaffung von Drohnen mit dem Schutz der eigenen Soldatinnen und Soldaten begründet wird. Am 22. Januar tritt der Atomwaffenverbotsvertrag in Kraft, den die Bundesrepublik bisher noch nicht unterzeichnet hat. Alle auf der Kundgebung dargelegten Problemfelder zeigen, wie wichtig Friedensarbeit auch in Corona-Zeiten ist. So führten Bedenken an der Außenwirkung eines Friedensweges in der gegenwärtigen Situation nicht zum Verzicht auf den Friedensweg. Versammlungen im Freien sind unter Einhaltung der Hygienevorschriften zulässig. Die Gegenseite schläft nicht. So sind im Januar bereits zwei Großübungen der Bundeswehr auf dem Truppenübungsplatz angekündigt. Die abschließende Wanderung führte durch eine Landschaft, die geprägt ist durch die Entnahme von Baustoffen für die Errichtung der Heeresversuchsstelle Hillersleben.
Flugblatt | Rundbrief
Meldungen/ Medien/Termine
Foto cc BI OFFENeHEIDe

07.12.20 Magdeburg| Der Kindertagestätte Weltkinderhaus in Magdeburg wurde der Heidekalender 2021, die Geschenkurkunde für einen Auftritt des Puppentheates mit Heike Kammer sowie eine bunte Tasche mit Äpfeln und Weinachtsnaschereien durch die BI OFFENe HEIDe überreicht. Die Idee durch den Weihnachtsmann beim letzen Friedensweg, insbesondere für einen Puppenthaterauftritt in der Kita zu sammeln, fand große Zustimmung und Vorfreunde..

Vom Friedensweg, den 328.: Sonntag, 06. Dezember 2020 - Letzlingen, Marktplatz Wanderung ab Theerhütte. 3 bis 6 km

Foto cc BI OFFENeHEIDe
Foto cc BI OFFENeHEIDe
Foto cc BI OFFENeHEIDe
Foto cc BI OFFENeHEIDe

Bob Dylan fragt in seinem berühmten Lied "Blowin' in The Wind" „How many times...“, "Wie viel Mal?" für die Bürgerinitiative OFFENe HEIDe war es der 328. Friedensweg für eine ausschließlich zivile Nutzung der Colbitz-Letzlinger Heide. Etwa 30 Menschen kamen nach Letzlingen. Dabei war auch der Weihnachtsmann, der fleißig für die Kita "Weltkinderhaus" in Magdeburg-Neustadt sammelte. Die Weihnachtsbotschaft ist eine Friedensbotschaft. So wird der Kita eine Theateraufführung geschenkt, in der es um Gerechtigkeit geht. Der Dezember ist auch Zeit für einen Rückblick aufs Jahr. Bestimmend im Jahr war die Corona-Pandemie, die auch den Terminkalender der Bürgerinitiative durcheinander brachte. Corona ist gefährlich, genauso gefährlich sind auch Krieg und Militär, so das Fazit von Klaus Czernitzki aus Haldensleben. Um diese Gefahr zu bannen bedarf es keines Serums und keiner Kontaktbeschränkungen, sondern nur einer anderen Politik! 218 Milliarden € Schulden macht die Bundesregierung in diesem Jahr. Trotzdem wird der Rüstungshaushalt weiter aufgestockt. Hier wird die Sorgfaltspflicht der Bundesregierung für Leben und Gesundheit vermisst.
In den geschichtlichen Betrachtungen auf der Kundgebung wurde die Rolle von General Georg Thomas betrachtet, der für die Versorgung der Wehrmachtssoldaten mit Lebensmitteln verantwortlich war und dabei den Hunger auf der Gegenseite, insbesondere in der Sowjetunion billigend in Kauf nahm.
Ebenso zynisch ist gegenwärtig das Bestreben, die Bundeswehr mit bewaffneten Drohnen auszurüsten als Mittel einer sauberen Kriegsführung, die optimalen Schutz der Soldat*innen bieten soll, wie die Wehrbeauftragte Eva Högl (SPD) betont. Hier fehlt eine eindeutige Positionierung ihrer Partei.
Christine Meier, Mitorganisatorin der Mahnwache in Magdeburg im Rahmen des bundesweiten Aktionstags "Abrüsten statt aufrüsten" betonte das gemeinsame Handeln in der Friedensbewegung. Eine heiter-musikalische Einstimmung auf die Weihnachtszeit bot Rainer Wulff aus Halberstadt. Die abschließende Wanderung bei Theerhütte hat wieder einmal die Schönheit der Landschaft gezeigt. In dieser Landschaft werden militärische Aktionen vorbereitet.

Flugblatt | Rundbrief

Vom Friedensweg, der 327. am Sonntag, 01. November 2020, 14 Uhr, Kloster Neuendorf direkt an der B 188 Herbstspaziergang ca. 6 km

Bild cc OFFENe HEIDe
Bild CC OFFENe HEIDe
Bild CC OFFENe HEIDe
Bild CC OFFENe HEIDe


Die etwa 30 Teilnehmenden am 327. Friedensweg wurden bei mildem Herbstwetter im Ortsteil Kloster Neuendorf empfangen. In der Ferne war der Lärm der Übung „Heidesturm 2020“ zu vernehmen. Dort werden Soldatinnen und Soldaten für einen Einsatz in Litauen vorbereitet.

Ortsbürgermeister Andreas Höppner (DIE LINKE.) gab in seiner Begrüßung einen kurzen Abriss der Geschichte des Ortsteils. In zwei Jahren soll der 790. Geburtstag gefeiert werden. Von der Ortsgeschichte ging des zu den Herausforderungen der Gegenwart. Da steht die Friedensfrage ganz weit vorn.

Auf der Kundgebung wurde Unverständnis für die Anschaffung von bewaffneten Drohnen für die Bundeswehr geäußert. Angesichts der Herausforderungen der Corona-Pandemie sind das Ausgaben, die keinen Beitrag zur Sicherheit in der Welt leisten. Ein Hoffnungszeichen ist, dass nachdem Honduras als 50. Staat den Atomwaffenverbotsvertrag ratifiziert hat, er im Januar 2021 in Kraft tritt. Nun gilt es, dass die Bundesrepublik Deutschland und die anderen NATO-Staaten diesen Vertrag unterzeichnen. Es ist anzunehmen, dass die in Büchel lagernden Atomwaffen inzwischen modernisiert sind und inzwischen zielgenauer eingesetzt werden können. Malte Fröhlich, der selbst an entsprechenden Aktionen in Büchel teilgenommen hatte, verwies auf den völkerrechtswidrigen Charakter dieser Waffen. Die juristische Auseinandersetzung mit den Einsätzen der Bundeswehr im In- und Ausland unter Berücksichtigung des Völkerrechts und bestehender Verträge beschäftigt auch die Menschen, welche wegen Betreten des Truppenübungsplatzes Altmark im Rahmen von gewaltfreien Aktionen zur Verantwortung gezogen wurden.

Weiterhin wurde zur Teilnahme an der bundesweiten Aktion „Abrüsten statt Aufrüsten“ im Dezember aufgerufen.

Das mild-feuchte Herbstwetter bescherte ein reichhaltiges Pilzangebot entlang des Weges. Das Angebot der Natur wurde angenommen, so dass der Zeitplan nicht eingehalten werden konnte und das historische Klosterensemble erst in der Abenddämmerung erreicht wurde. Ein solch friedlicher „Heidesturm“ ist viel angenehmer als das Säbelrasseln auf dem Truppenübungsplatz.
Flugblatt | Rundbrief
Meldungen/ Medien/Termine
Bild 20.10.20 | „Gesetze sind nicht in Stein gemeißelt, sondern immer eine Aushandlung und veränderbar“ Kriegsgegnerin verteidigt offensiv antimilitaristische Besetzung vor Gericht. Am heutigen Dienstag wurde eine Kriegsgegnerin vom Amtsgericht Bonn zu einem Bußgeld von 100€ verurteilt. Im Rahmen der Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen betrat sie im vergangenen Sommer das Gefechtsübungszentrum (GÜZ) Altmark, um den Übungsbetrieb zu stören. Vor dem Gericht protestierten im Rahmen einer Mahnwache mit Corona-Abstand Unterstützer*innen gegen die Kriegsübungen der Bundeswehr und die Verhängung von Bußgeldern für Aktivist*innen.
Zur Pressemitteilung
Bild

20.10.2020 | 8. Prozess gegen Kriegsgegnerin (GÜZ-Prozesse) Amtsgericht Bonn, Wilhelmstr. 21, 53111 Bonn um 12 Uhr öffentliche Mahnwache ab 11.00 Uhr.
Am Dienstag, den 20.10. um 12 Uhr verantwortet sich eine Aktivistin vor Gericht. Julia Weise aus Lüneburg hat für eine antimilitaristische Aktion in 2019 einen Bußgeldbescheid über 200€ wegen „unerlaubten Betretens eines militärischen Sperrgebietes“ erhalten.
Zur Einladung zur Prozessbegleitung

Vom Friedensweg, den 326.: Sonntag, 04. Oktober 2020, 14 Uhr, Lindhorst, Dorfanger - Tag der Regionen - Kräuterwanderung etwa 5 km

Bild

Bild
Bild

Bild
Bild
Bild
Bild

Der Einladung zum 326. Friedensweg am Lindhorster Anger folgten 51 Freundinnen und Freunde einer militärfreien Colbitz-Letzlinger Heide. In den einleitenden Worten zum Projekt Anger als Mitmachaktion für einen Mehrgenerationen-Begegnungsort sprach Heidrun Wehde. Sie erläuterte, dass schon die Gehöfte bei der Errichtung mit ihren Giebeln auf diesen Platz ausgerichtet wurden. Der Anger als Dorfplatz in Gemeinbesitz war früher ein Ort für die Begegnung und gemeinschaftliche Aktivitäten. Darauf zielt auch das Projekt des Förderverein Colbitz-Letzlinger Heide nachhaltig e.V. Mit der Umgestaltung soll dieser Platz ein Ort der Kommunikation und Begegnung werden. Noch in diesem Jahr soll es eine Heckenbepflanzung geben und im Folgenden die Installation eines hölzernen Lindwurms für Kinder als Spielgerät. Das Projekt wird durch die Partnerschaft für Demokratie des Landkreises gefördert und erhält bei der Gestaltung auch professionelle Hilfe durch eine Landschaftsgärtnerin. Die Vorsitzende des Fördervereins Colbitz-Letzlinger Heide nachhaltig e. V. Heidrun Wehde nimmt Bezug auf das Motto des heutigen Tages der Regionen 2020 "verwurzelt - weltoffen – klimabewusst“. Sie sieht die Arbeit an diesem Projekt als konkreten Beitrag für eine friedliche und nachhaltige Regionalentwicklung und bittet um Mitwirkung und Unterstützung.

Schon vor der Kundgebung wurden Tafeln ausgelegt. Darauf fanden sich Worte wie Frieden, Klima Freiheit, Würde, Individualität, Care, Sorge, Unversehrtheit, Wertschätzung, Leben, Respekt Humanität. Die Tafeln waren staubig und mit Reifenspuren versehen. Malte Fröhlich nahm Bezug auf diese Tafeln. Er erläuterte: "Diese Tafeln mit Grundwerten der Gesellschaft lagen in Salchau aus., jenem Ort (Wüstung), den wir als "Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen“ Mitte September auf dem Truppenübungsplatz zwei Tage besiedelten." Und berichtete weiter, dass sich die Spuren von Polizei- und Militärfahrzeugen darauf befinden."Diese Tafeln wurden bewusst von diesen Fahrzeugen überrollt, während erste Fahrzeuge die Demonstrationstafeln noch respektierten.“ Die Symbolik des Handelns der "Sicherheitskräfte“ spricht für sich. Die Tafeln hatte Katja Tempel aus einer vergangenen Kunstaktion mitgebracht und in Salchau wieder verwendet. Während der Besiedlung Salchaus wurden Kraniche gefaltet. Origami-Kraniche gelten als Zeichen des Mutes für ein Leben ohne Atomwaffen. Diese Kraniche können nun gegen eine Spende für die Aufwendungen der Gewaltfreien Aktion und die laufende Prozesskampagne erworben werden.

Über seine Teilnahme und Eindrücke vom »Elbe Day« am vergangenen Sonnabend in Torgau gab Peter Haese einen Bericht. Die Friedensbewegung und ein linkes Bündnis (Siehe JW) erinnerte am 3. Oktober in Torgau coronabedingt verzögert an den 75. Jahrestag des "Historischen Handschlags“ und warnte vor Geschichtsverfälschungen. Am 25. April 1945 gab es hier die erste Begegnung US-amerikanischer und sowjetischer Truppen auf deutschem Boden 1945. Der Wunsch dieser Soldaten an die Völker aller Nationen ihre Differenzen in Zukunft ohne Krieg zu lösen und gemeinsam für das Wohl aller Menschen zu arbeiten, bleibt stärker denn je aktuell. Aufrüstung, Waffenexporte und Kriegsübungen wie bei Defender in Richtung Russland bringen mehr Unsicherheit, so Peter Haese. In diesem Zusammenhang informierte er über angekündigte Proteste gegen die Erhöhungen der Rüstungsausgaben am 5. Dezember 2020 in Berlin.

Martin aus dem Wendland wies darauf hin, dass auf die Colbitz-Letzlinger Heide eine neue Herausforderung zukommt: die Bundesgesellschaft für Endlagerung BGE hat kürzlich ihren Zwischenbericht vorgestellt, in dem potentiell geeignete Standorte für die dauerhafte Lagerung von Atommüll ausgewiesen werden. (www.bge.de/de/endlagersuche/zwischenbericht-teilgebiete/) Die Salzstöcke Colbitz und Zobbenitz-Potzehne, deren Eignung auf der Prüfliste standen, sind darin erfreulicherweise nicht explizit aufgeführt. Dafür sind aber weite Flächen Sachsen-Anhalts für prinzipiell geeignet erklärt, darunter der gesamte Bereich des GÜZ nördlich einer Linie Letzlingen-Dolle, flache Salzvorkommen südlich davon und einige Salzstöcke in der näheren Umgebung. Außerdem stellte er die aktuelle Ausgabe der "anti atom aktuell“ - Zeitung für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen - vor (www.anti-atom-aktuell.de). Titelthema des neuen Hefts ist “soziale Bewegung in schwierigen Zeiten“; er legte Exemplare zum Nachlesen aus.

Nach der Kundgebung startete die Wanderung mit der Kräuterfrau Anke Jäger. Das interessierte Publikum erfuhr viel über die Wildkräuter am Weges- und Ackerrand. Die Gesundheitsberaterin sprach darüber, dass diese Gewächse wichtige Mineralien und Spurenelemente beinhalten, aber auch die für den Körper nötigen Bitterstoffe. Auf der Wanderung brauchten die Wildkräutefreunde*innen etwas mehr Zeit. Zu finden und zu besprechen waren u.a. Löwenzahn, Franzosenkraut Ackersaudiestel, Wiesenlabkraut, weiße Taubnessel, Malve, Steinklee, Sauerampfer, Brennnessel, Natternkopf u.a. Es zeigte sich: Gegen fast alles ist ein Kraut gewachsen.

Am Anger gab es an der dortigen Holzbank das Picknick. Anke Jäger präsentierte frischen Wildkräutersalat auf dem Salatblatt, aber es gab auch ein reichhaltiges Büffet mit frischem selbstgebackenen Kuchen und weiteren guten Gesprächen.


Flugblatt | Rundbrief


Aktivist*innen besetzen Truppenübungsplatz Altmark - Bundeswehr muß Kriegsübung stoppen
Bild CC BY-SA 19.9.2020, 18.30 Uhr Erfolgreiche Besetzung beendet 20 Friedens-Aktivist*innen haben heute ihre Besetzung des Gefechtsübungszentrum Heer (GÜZ) beendet. Sie wollten mit ihrer Aktion auf die Kriegsvorbereitungen in der Altmark aufmerksam machen. Die Bundeswehr musste ihre militärischen Übungen einstellen. Die Gruppe war zu Fuß am gestrigen Tag auf das Gelände gelangt und hatte dort angefangen eine bunte Siedlung zu errichten. Zelte wurden ausgepackt, eine Leseecke mit mitgeführten Büchern eingerichtet; ein Pfad des Friedens und Beete angelegt. Erst nach einiger Zeit wurden die Besetzer*innen von Feldjägern entdeckt. Als Reaktion musste die Bundeswehr die Militärübungen stoppen, da es Unsicherheit gab, wie viele Aktionsgruppen noch auf dem Platz seien. Die Besetzer*innen werten das als großen Erfolg. Katja Tempel: „Mit nur 20 entschlossenen Menschen kann es tatsächlich gelingen, das Militärgetriebe zum Stoppen zu bringen. Wenn regelmäßig auf allen Truppenübungsplätzen Aktionen stattfinden würden, könnte das Töten nicht mehr geübt werden“. Die Kriegsgegner*innen entschieden sich, nach 30 Stunden Besetzung ihre Aktion selbstbestimmt zu beenden. Sie wählten als Rückweg nicht den vom Militär vorgegebenen Weg, sondern gingen einen Weg, der als Todesmarschweg von KZ-Gefangenen gilt. Sie gingen diesen Weg in entgegengesetzter Richtung, um symbolisch den Weg zu verwandeln. „Nie wieder Krieg- Nie wieder Faschismus“ wurde so zu einer Forderung, die plötzlich im Gehen lebendig wurde. Zum Abschluss ziehen sie Bilanz: „Wir haben eine wunderbare Vielfalt von Menschen und Lebenskraft in die Heide gebracht; die Kriegsübungen mussten für zwei Tage unterbrochen werden und: Wir werden wiederkommen- bis das GÜZ geschlossen ist.“ weiter in der Preeserklärung
Bild 19.09.2020, Mahnwache der BI OFFENe HEIDe am 4. Tag auf dem Markt in Haldensleben. ", zwei Autofahrer unterbrachen ihre Fahrt (O-Ton: toll das ihr was/das macht), junger Haldenslebener kommt zum nächsten Friedensweg, alle nahmen Flyer/Zeitungen/Karten/...und die Pressemitteilung der gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen".
Bild CC BY-SA

Pressemitteilung 19.9.2020, 8:30Uhr Die Besetzung des Truppenübungsplatzes in der Altmark dauert zur Zeit noch an. Seit fast 24 Stunden halten Kriegsgegner*innen der " Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen" das kleine ehemalige Heidedorf Salchau im Herzen des militärischen Übungsgeländes besetzt. Am gestrigen Vormittags war es der Gruppe ohne Schwierigkeiten gelungen den Platz zu betreten. Sie besiedelten Salchau und verbrachten den Tag mit Workshops, Lesungen, Einrichten einer Leseecke und legten einen Friedenspfad aus. Die Bundeswehr stoppte ihre Übungen, die Polizei stellte Personalien fest. Trotzdem verbrachten die 20 Besetzer*innen die Nacht vor Ort unter freiem Himmel Salchau. Sie protestieren damit gegen die Kriegsvorbereitungen, die von diesem Platz ausgehen und fordern die sofortige Schließung des GÜZ (Gefechtsübungszentrum) und die Rückgabe der Colbitz- Letzlinger Heide an die Bevölkerung.
Zur Zeit dauert die Besetzung noch an
.

MDR 18.09.2020 Proteste in der Colbitz-Letzlinger Heide Besetzung des GÜZ: Das sind die Aktivisten hinter der Aktion

Bild CC BY-SA
Bild CC BY-SA

Bild CC BY-SA

Pressemitteilung 18.9.2020, 10:15 Uhr Aktivist*innen besetzen Truppenübungsplatz Altmark Bundeswehr muß Kriegsübung stoppen 20 Antimilitarist*innen haben am Vormittag das Gefechtsübungszentrum Heer (GÜZ) besetzt, um auf die Kriegsvorbereitungen in der Altmark aufmerksam zu machen. Jährlich üben hier mehr als 20.000 Soldat*innen aus vielen Nato-Mitgliedsstaaten den Kampfeinsatz im Ausland. „Krieg beginnt hier“ steht auf einem der Banner.
Die Aktivist*innen gelangten fast ungehindert auf den 230km² großen Truppenübungsplatz. Ihr Ziel war das ehemalige Heidedorf Salchau, dass 1936 für die Truppenübungsplatznutzung weichen musste. Sie hängten Wäsche auf, begannen den Boden zu beackern. „Wir machen diesen Ort wieder lebendig und damit schützenswert, wie die gesamte Colbitz-Letzinger Heide“ so Helmut Adolf. „Und gleichzeitig erinnern wir an alle Menschen, die wegen militärischer Konflikte Flucht und Vertreibung erleiden mussten“ ergänzt Fedele Fried
e.
Einige der Kinder, die in Salchau aufwuchsen, lebten vor ein paar Jahren noch. So auch Günter Horn. Als 1936 das Dorfgeräumt wurde, um die militärischen Versuche zu intensivieren, sei das für ihn der Auftakt des Krieges gewesen. Das sei etwas, was er erst im Nachhinein so sehe. Er erzählte bei einer Gedenkfeier darüber, wie er als 17-Jähriger eingezogen und an der Ostfront verletzt wurde und dadurch knapp der russischen Gefangenschaft entkam. Nach dem Krieg sei er Historiker geworden, "um die Gründe herauszufinden, wie denn so ein unsäglicher Krieg mit soviel Leid beginnen konnte", sagte er. Er wünschte, er hätte es nicht getan, gestand er vor den Zuhörern. Die Gründe für Kriege mögen manchmal vertretbar sein, wenn es beispielsweise um Schutz des eigenen Landes gehe, sagte er. "Viel öfter sind sie es aber nicht. Ich kann nur hoffen, dass Deutschland solche Zeiten nicht mehr erleben muss", sagte der 90jährige im Jahr 2017. "Bitte vergesst unser Salchau nicht", schloss er seine Rede. (Quelle: Volksstimme 2012, 2017) Daran knüpfen die Besetzer*innen an: „Nie wieder Krieg“ darin sind sie sich mit Günter Horn einig und genau deswegen haben sie als Ziel ihrer Aktion Salchau gewählt.
Weiter in der Presseerklärung

Bild

Militärübungen stoppen- Besetzung von Truppenübungsplatz geplant
"Die Aktionsgruppe GÜZ abschaffen plant im September eine mehrtägige Besetzung des Truppenübungsplatzes Altmark. Das „Gefechtsübungszentrum Heer (GÜZ)“ liegt nördlich von Magdeburg. Seit 1935 werden in dieser Landschaft Soldat*innen auf Kriegseinsätze vorbereitet. Zuerst durch die Wehrmacht, dann durch die Rote Armee und heute durch die Bundeswehr und Kräfte der NATO" Weiter zur Pressemitteilung

Pressemitteilung 14.9.20 Aktivist*innen warnen: Krieg mit militärischen Mitteln heute, bedeutet die Pandemie von Gewalt morgen Am heutigen Montag wurden zwei Aktive vom Amtsgericht Bonn zu einem Bußgeld von 500€ bzw. 200€ verurteilt. Im Rahmen der Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen betraten sie im vergangenen Sommer das Gefechtsübungszentrum (GÜZ) Altmark, um den Übungsbetrieb zu stören. Vor dem Gericht protestierten im Rahmen einer Mahnwache mit Corona- Abstand Bonner*innen gegen die Kriegsübungen der Bundeswehr und die Verhängung von Bußgeldern für Aktivist*innen
Zur Pressemitteilung

Bild 16.-21.September 2020, Mahnwache der BI OFFENe HEIDe in Haldensleben, Markt - jeweils ab 9 Uhr
  Einladung zur Prozessbegleitung 6. und 7. Prozess gegen Kriegsgegner*in (GÜZ-Prozesse) am 14.9.2020 Amtsgericht Bonn, um 8.30 Uhr öffentliche Mahnwache ab 8.00 Uhr in der Wilhelmstr. 21, 53111 Bonn Zur Pressemitteilung
Am Montag, den 14.9.2020 ab 8.30 Uhr stehen zwei Aktivist*innen vor Gericht. Ernst-Ludwig Iskenius aus Lübtheen hat für den Zivilen Ungehorsam in 2019 einen Bußgeldbescheid über 500€ wegen „unerlaubten Betretens eines militärischen Sperrgebietes“ erhalten; Lara Weber aus Lüneburg über 200€. Im Rahmen der Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen haben sich beide im letzten Sommer an einem Go In auf den Militärplatz beteiligt. Dabei betraten die Aktivist*innen in einer Aktion Zivilen Ungehorsams den Truppenübungsplatz Altmark in der Colbitz-Letzlinger Heide. Sie wollten den reibungslosen Übungsbetrieb rund um das Gefechtsübungszentrum (GÜZ) stören, um ihrer Forderung nach einer sofortigen Schließung des Platzes Ausdruck zu verleihen. Iskenius, als
Bild Transparenz TV | FRIEDENSAKTIONEN IN SCHNÖGGERSBURG
"Seit 1983 engagiert sich Malte Fröhlich aus Stendal gegen die Militarisierung in seiner Umgebung sowie für mehr Demokratie und Frieden. Im Jahr 2016 wurde die Bürgerinitiative „Offene Heide“ für ihr kritisches und widerständiges Engagement mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet. Von Anfang an verfolgte Malte Fröhlich die Entwicklungen des Gefechtsübungszentrums (GÜZ) des Heeres in der Altmark und insbesondere von Schnöggersburg, wo seit 2012 eine ganze Stadt zum Üben des Häuserkampfes für die Bundeswehr und auch für andere NATO-Armeen entstand." weiter auf youtube
Amtsgericht Bonn - Kritische Auseinandersetzung über Rolle von Bundeswehr im Gericht
Bild
Pressemitteilung 08.09.2020: "Am heutigen Dienstag wurden zwei Aktivist*innen aus Stendal und Flensburg vom Amtsgericht Bonn zu einem Bußgeld von 500€ bzw. 200€ verurteilt. Im Rahmen der Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen betraten sie im vergangenen Sommer das Gefechtsübungszentrum (GÜZ) Altmark, um den Übungsbetrieb zu stören.Vor dem Gericht protestierten im Rahmen einer Mahnwache mit Corona- Abstand 20 Bonner*innen und Antimilitarist*innen, die für den Prozess aus dem ganzen Bundesgebiet angereist waren, gegen die Kriegsübungen der Bundeswehr und die Verhängung von Bußgeldern für Aktivist*innen. Zur Pressemitteilung
Bild Malte Fröhlich, Spielplatzbauer, erklärt in seinem Plädoyer: „Militärischen Schutz lehne ich für mich selbst ab, weil ich militärischer Abschreckung misstraue und ich sozialer Verteidigung erheblich mehr Kraft zutraue. Mir steht es aber nicht zu, auch allen anderen Menschen die Fiktion von Sicherheit durch Militär zu verweigern. Was ich aber erwarte ist, dass alle diejenigen, die militärischen Schutz für sich in Anspruch nehmen möchten, sehr genau darauf achten, dass der von ihnen gewünschte Schutz nicht zur Bedrohung für andere Menschen wird, die uns nichts getan haben. Die Bundeswehr muß auf den Boden des Rechts zurückgebracht werden, bis dahin ist das Betreten der Kriegsvorbereitungsflächen in der Colbitz-Letzlinger Heide ein notwendiges, ja unverzichtbares Mittel.“ Zur Verteidigungsrede | Zu den Akten- Text zu den Spätfolgen der Nato Kriegsverbrechen in Jugoslawien

In dem gemeinsam geführten Prozess beschrieb sich die Angeklagte Clara Tempel:
„Ich bin eine junge Frau, aufgewachsen in einem Land, das sich und der Welt einmal ein Versprechen gegeben hat: „Handlungen, die geeignet sind, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, sind verfassungswidrig“. Jemand hat mal gesagt. „Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen“. Warum wird dann Tag für Tag auf deutschem Boden für den Krieg geübt?“ Sie begründete ihr Handeln: „Ich kann nicht einfach zusehen, wenn sich tagtäglich Soldat*innen darauf vorbereiten, anderen Menschen das Leben zu nehmen. Wenn immer weiter eine Abschreckungs- und Bedrohungsmaschinerie aufgebaut wird, die Angst statt Entspannung schafft. Wenn so viel Geld in das Töten investiert wird, anstatt in das Leben.“
 

Am 08. September 2020 um 10 Uhr stehen Malte Fröhlich und Clara Tempel wegen Zivilen Ungerhorsam vor dem Amtsgericht in Bonn.
Im Rahmen der Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen haben sich beide im letzten Sommer an einem Go In auf denMilitärplatz beteiligt. Dabei betraten die Aktivist*innen in einer Aktion Zivilen Ungehorsams den TruppenübungsplatzAltmark in der Colbitz-Letzlinger Heide. Sie wollten den reibungslosen Übungsbetrieb rund um dasGefechtsübungszentrum (GÜZ) stören, um ihrer Forderung nach einer sofortigen Schließung des Platzes Ausdruck zuverleihen. Zur Pressemitteilung

03.09.20 | Pressemitteilung: "Kriegsgegner trifft auf offene Ohren vor Gericht - trotzdem Verurteilung wegen Störung von Kriegsübungen". Zur Pressemitteilungwww.gewaltfreie-aktion-guez-abschaffen.de

 

>>>Vorige Friedenswege 2020 | 2015-2019 | 2011-2014

Colbitzer Soldatenkarrierekanon

Musik:traditionelles Volkslied aus dem 18. Jhdt. Text: BI OFFENe HEIDe gemeinsam mit Lappalie. Die Rostocker Band Lappalie ist beim Ostermarsch 2019 in Colbitz aufgetreten.
Der Text ist hier zum Nachlesen, der Colbitzer Soldatenkarrierekanon darf durch Rechtsklick in das Video auch heruntergeladen werden
Seit dem 1. August 1993 lädt die OFFENe HEIDe zum Friedensweg ein,
jeden ersten Sonntag im Monat, in die Colbitz-Letzlinger Heide,
ein Stück Heide soll symbolisch in Besitz genommen werden.
Die Colbitz-Letzlinger Heide in Sachsen-Anhalt gehört zu den Kulturlandschaften, die in Mitteleuropa mit ihrer Fläche von
ca. 60000 ha wohl eine der größten "unbesiedelten Flächen " darstellt..
Wenn da nicht seit Jahrzehnten die 23000 Hektar Ödland wären, in der das Militär die Natur, die Menschen, die Landschaft und ihre Geschichte verwüstet haben.

Aus der faschistischen Schießbahn, wurde nach der Befreiung ein Stationierungsort der "Roten Armee". Noch heute sind die Reste von Abschußhügeln des Atomraketenzauns
von 1983 zu sehen, der östlichen Panzerseite des "Kalten Krieges".

Bis zum Ende der DDR wurden Panzerketten und Geschützlärm
zur hingenommenen Tatsache. Viele hatten ihre Jugend in der Heide verbracht
und sie kannten sie nur noch aus der Erinnerung.
Mit der Wende keimte Hoffnung auf ein Ende der militärischen Besatzung
von Natur und Kulturlandschaft, zumal allen bekannt war, daß diese Heide
mit seinen 3,3 Milliarden Kubikmetern Trinkwasser für über 600.000 Menschen im Umkreis bis zu 70 km das Lebensnaß spendet.

Über 70.000 Unterschriften wurden für die militärfreie Heide gesammelt und in Bonn hinterlegt, Landtag und Kreistage plädierten mit ihren Beschlüssen seit Anfang der 90er für die zivile Heide.

Seit dem 1.August 1993 lädt die OFFENe HEIDe zum Friedensweg ein, jeden ersten Sonntag im Monat, in die Colbitz-Letzlinger Heide, ein Stück Heide soll symbolisch in Besitz genommen werden.

Nach einer ersten Hoch-Zeit mit Politikprominenz und starken Schwüren, diktierte Bonn den Panzerübungsbetrieb und damit den pyrotechnisch begleiteten Laser-Schuß auf dem Trinkwasserreservoir.

"Das weiche Wasser bricht den Stein", "Pilze statt Panzer", " Arbeitsplätze statt Schießplätze" gehören zu den Leitlinien der OFFENEn HEIDe. Ob mit oder ohne zivilen Ungehorsam, die OFFENEe HEIDE will über diese Seite ein neues Kapitel der öffentlichen Kommunikation zum Thema beginnen, dabei wollen wir mehr über die Geschichte, Hintergründe und aktuelle Aktionen zugänglich  machen, müssen aber gestehen, hier fangen wir erst an! Suchen auch vernetzende Unterstützung oder kritische Begleitung auch das sachliche Kontra wird entgegengenommen.

Wasser braucht wohl einige Jahre um den filternden Sand zu durchfließen, Öl und Gift vielleicht Jahrzehnte, wir müssen schneller sein!

© 2001-2014 OFFENeHEIDe@t-online.de