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Ins Gefängnis für eine atomwaffenfreie Welt. Am 21. März 2019 wird Clara von JunepA für eine Woche eine Ersatzfreiheitsstrafe in der JVA Hildesheim antreten. Mit diesem Schritt möchte Clara noch einmal ihre Aktion Zivilen Ungehorsams bekräftigen. Sie sagt „Ich sehe keinen Grund dafür, die Geldstrafe zu bezahlen. Ich habe nichts Unrechtes getan, als ich deutsche Soldat_innen davon abgehalten habe, einen völkerrechtswidrigen Atomkrieg vorzubereiten“
Malte Fröhlich wird über seine Gefängnistage und sein Verständnis zum zivilen Ungehorsam am Montag, den 25.3. im Erzählkaffee vor der JVA Hildesheim berichten.
Siehe dazu Mahnwachenflyer

23.03.2019, 21.30 Uhr - Wider§pruch Infobrief, (1 Tag seit Gefängnisantritt)
21.03.2019 Briefe an Gefangene Post ist oft der einzige Kontakt zur Außenwelt für die Gefangenen, und deshalb sehr wichtig
21.03.2019 Unterstützungsmöglichkeiten für den Gefängnisaufenthalt wegen Zivilen Ungehorsams gegen Atomwaffen in Büchel

Neues Deutschland 10.02.19 Eine Woche Knast Personalie: Clara Tempel will zum zivilen Ungehorsam ermutigen

 

Vom Friedensweg, der 310: Sonntag, 03. März 2019, 14 Uhr Dolle, Einmündung Braune-Hirsch-Straße Wanderung bis zu 5 km westlich des Ortsteils ca. 16 Uhr Informationsveranstaltung zum Thema Wolf, Versammlungsraum Braune-Hirsch-Straße 7

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Im Ortsteil Dolle begann am 3. März 2019 der 309. Friedensweg, 43 Teilnehmer*innen folgten der Einladung. In Höhe der Kreuzung Braune-Hirsch-Straße direkt an der B 189 fand die Kundgebung statt. Klaus Czernitzki und Peter Haese sprachen zum bevorstehenden Ostermarsch, der unter dem Motto „Krieg bedroht Lebenswelt“ steht und am Ostermontag, den 22.4.2019 nach und durch Colbitz führt. Als Autor des Aufrufes bergründete Klaus Czernitzki die Themenwahl wie folgt "Wir, als BI Offene Heide, verbinden mit unserem Kampf um Frieden und Abrüstung, - für die friedliche Nutzung der Heide - grundsätzlich auch den Kampf um den Schutz von Natur, Umwelt und Klima. Nicht erst zur Jahreswende wurde auch der Mainstream in der Gesellschaft immer mehr von der Thematik Klima und Naturschutz bestimmt, nicht zuletzt auch wegen der Dieselaffäre. Gleichzeitig entwickelte sich die Bewegung Fridays For Future in Deutschland gerade zu einer starken Bewegung der jungen Generation. Nichts lag also näher, als das Thema Natur und Umweltschutz aufzugreifen. Mein Leitsatz dafür war: Krieg ist die größte von Menschenhand organisierte Umweltzerstörung, die es gibt." Danach sprach Peter Haese. Er unterstrich, dass es jetzt darauf ankommt den Aufruf zu verbreiten, viele für die Teilnahme zu gewinnen und weitere Unterstützer zu finden.

Zu den Klimaprotesten sprach Louisa, mit Freude nahm sie den inhaltlichen Ansatz des Ostermarsches auf. Die jungen Frau kommt aus Zürich und berichtete über die „FridaysForFuture in der Schweiz. Zur Zeit ist sie als WWOOFerin , als Freiwillige tätig und verschafft sich einen Einblick in das Leben und Arbeiten auf einem Biohof.

Über die Anhörung beim Verwaltungsgericht in Magdeburg Ende Februar sprach Malte Fröhlich. Es geht um die Klage gegen die Versammlungsverfügung zum Novemberfriedensweg 2018. Der Friedensweg, der zum Denkmal für die Opfer der im 1. Weltkrieg Getöteten in die ehemaligen Ort Salchau führen sollte, wurde versagt. Dagegen hatten wir durch den Anmelder Klage erhoben. Dazu bekam Malt den Hiweis, dass die Bundeswehr dazu im nicht öffentlich zugänglichen Bereich die Entscheidung treffen muss. Dies lehnte Malte entschieden ab, er sagte:„ Dies verneinte ich mit der Begründung, dass die Bundeswehr außerhalb bestehenden Rechts Menschen tötet, verstümmelt und traumatisiert und dass so eine Kraft nicht von mir/uns als legitimer Ansprechpartner akzeptiert werden kann.“ Über den weiteren Umgang mit der Klage wird nach Zugang des Protokolls der Anhörung entschieden.

Der Friedensweg führte nach der Kundgebung westlich des Ortsteils entlang und brachte neben den Blick auf eine Schafherde mit Schutzhunden, auch sichtbare Zeichen einer intensiven Bibertätigkeit im Feuchtegebiet. Pferde in der Nähe des Pflegeheim „Sonnenhof“ beobachten die Besucher interessiert.

Der Weg mündete dann in den örtlichen Versammlungsraum und in das Picknick der Bürgerinitiative mit Kaffee, Tee und Kuchen.
Gegen 16 Uhr begann mit Frau Kamp vom Wolfskompetenzzentrum Iden eine Informationsveranstaltung zum Thema Wolf.In ihrem umfangreichen, sehr interessanten Vortag sprach sie über die Rückkehr des Wolfes, die Arbeit des Kompetenzzentrums beim Monitoring, der Nutztierrissbegutachtung und Herdenschutzberatung. Es gab eine Reihe von Nachfragen und Bemerkungen, insbesondere zu den Wölfen in der Colbitz-Letzlinger Heide. Auch die Frage des Zusammenhanges von Wolfsrückkehr und Truppenübungsplätzen wurde hinterfragt. In diesem Zusammenhang stellte die Wolfsbeobachtung fest, dass die Militärübungsstadt Schnöggersburg mitten auf den Rezendevousplatz der ersten in der Colbitz-Letzlinger Heide nachgewiesenen Wölfe gebaut wurde und in den ersten zwei Jahren nach Baubeginn in der nördlichen Heide keine Wölfe mehr nachgewiesen wurden. Frau Kamp führte weiter aus, dass sich Wölfe grundsätzlich von Menschen fern halten. Zur Gefahr werde es, wenn sie sich an Menschen gewöhnen, falls sie z.B. von Soldaten oder Waldarbeitern angefüttert und angelockt werden. Bemerkenswert der Hinweis auf die Försterweisheit: „Wo der Wolf ist, ist der Wald gesund“.

Die Gesellschaft zum Schutz der Wölfe hat zur Rückkehr des Wolfes einen Film veröffentlicht, er greift die Ängste, Vorurteile und Mythen auf und fragt: Ist der Wolf wirklich böse? Ist er gefährlich? Was passiert wenn ich auf einen Wolf treffe? Und kann man Haus- und Nutztiere vor dem Wolf schützen? Siehe „Rotkäppchen reloaded“.

Die breite Teilnahme an der Veranstaltung zeugte vom starken Interesse an diesem Thema.

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Meldungen/ Medien/Termine
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26.02.2019, 13.30 bis 15.30 Uhr, Mahnwache am Haupteingang vom Justizzentrum, Breiter Weg in Magdeburg unter dem Motto `Versammlungsfreiheit beschützen gegen militärisch motivierte Beschränkungen` Es gibt um 14 Uhr im Verwaltungsgericht Magdeburg Justizzentrum Breiter Weg 203-206), Raum 09 einen juristischen Erörterungstermin zu unserem Versammlungsrecht beim 305. Friedensweg, als es nach Salchau gehen sollte.

Vom Friedensweg dem 308.: Sonntag, 03. Februar 2019, 14 Uhr, Staats, vor dem Gemeindehaus, Wanderung zu den regenerativen Energien, Picknick und Vortrag im evangelischen Gemeindehaus
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Mehr als 40 Friedensbewegte trafen sich zum 308. Friedensweg auf dem Dorfplatz in Staats. Die Kundgebungsreden betrafen vor allem den sichtbaren Protest unserer Bürgerinitiative gegen die erneuten Truppenverlagerungen der US-Army über die Autobahn 2 in Richtung Osten zur russischen Grenze.
Nach einem kurzen Spaziergang in der Ortslage von Staats folgten fast alle Teilnehmenden einer Einladung in das evangelische Gemeindehaus zu Kaffee, Tee und Kuchen.
Wer das Video noch nicht kannte, hatte die Gelegenheit, sich von Alexander Gerst seine „Nachricht an meine Enkelkinder“ anzusehen – ein beeindruckendes Dokument der Zeitgeschichte über die Zerbrechlichkeit des von Kriegen und Umweltsünden belasteten Planeten Erde.
Anschließend folgte ein Vortrag über den Denkort Bunker Valentin (
www.denkort-bunker-valentin.de) in Bremen-Farge. Parallelen des Rüstungswahns in der NS-Zeit mit der Entwicklung und Erprobung des Geschützes „Dora“ für die Landstreitkräfte hier in der Colbitz-Letzlinger Heide und der vorbereiteten Fließbandproduktion von U-Booten für die Kriegsmarine dort in Bremen-Farge waren unverkennbar. In Bremen-Farge mussten dafür auf der Bunker-Baustelle noch insgesamt 380 KZ-Häftlinge, Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter und politische Häftlinge ihr Leben lassen.
Interessant war auch, dass hier wie dort sich die Bundeswehr diese zentralen von Wehrmacht und Nationalsozialisten groß angelegten Forschungs- und Produktionsstätten angeeignet hatte. Hier wie dort war sie anschließend nicht bereit, sich der in diese braune Zeit zurück reichenden militärhistorischen Bedeutung dieser Orte zu stellen; so etwas nennt man Erinnerungsabwehr. Deshalb mahnen andere die Bundeswehr. Eine Passage aus dem Vortrag: „Eine Episode ereignete sich 1983, als der Bunker Valentin bereits zum Mahnmal gegen den Krieg wurde - allerdings nur für wenige Tage. Als Aktivisten gegen den Kalten Krieg auf eine Außenwand des Bunkers den uns bekannten Spruch ‚NO MORE WAR!‘ malten, ließ der Standortkommandant den Schriftzug sofort überstreichen. Wir erinnern uns an einen ähnlichen Schriftzug an einem leerstehenden Plattenbau in Hillersleben. Dort war der ‚WAR STARTS HERE!‘-Schriftzug etwas länger zu lesen."
Der Videobeitrag und der Vortrag über den Denkort Valentin fanden bei den Teilnehmern ihren Applaus.

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Meldungen/ Medien/Termine

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Am 31.01.2019 von 16-18 Uhr Mahnwache der BI OFFENe HEIDe vor der Clausewitzkaserne in Burg, Thomas-Müntzer Str...

Volksstimme 30.01.2019 US-Militärkonvois durchqueren Sachsen-Anhalt

31.01.2019 Fraktion DIE LINKE. Sachsen-Anhalt -Zur Befragung der Landesregierung zu ihren Erkenntnissen über die Truppenverlegung von US-Streitkräften an die russische bzw. ukrainische Grenze erklären die Abgeordneten Wulf Gallert und Kristin Heiß

Bild 19.01.2019, Aktionswoche der Initiative weltoffenes Magdeburg mit Ständen am Allee-Center /Breiter Weg , Goldschmiedebrücke. Neben der BI sind dort auch das Friedensfahrtmuseum, das Bündnis Grundeinkommen und die Literarische Gesellschaft präsent.
Die Initiative www.einestadtfueralle.info ist ein Bündnis zivilgesellschaftlicher Akteure, die sich gemeinsam für eine vielfältige, demokratische Stadtgesellschaft, für Weltoffenheit und Toleranz engagieren. Sie erinnert angesichts der Zerstörung Magdeburgs am 16. Januar 1945 an die Verantwortung aller Generationen für Frieden und Menschlichkeit. Und will sichtbare Zeichen gegen Rechtspopulismus und Antisemitismus, gegen Rassismus, Hass und Ausgrenzung setzen.
Bild 13.01.2019, BI bei Liebknecht-Luxemburg Ehrung in Berlin | "Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht wurden beide vor 100 Jahren umgebracht, auch weil sie gegen Krieg gekämpft haben und ein lautes "Nein!" gegen Kriegstreiberei gesetzt haben. Sie sind uns Vorbild! Wir bleiben Stachel im Getriebe der Kriegsmaschinerie, antimilitaristisch und friedvoll. Wir könnten auch sagen: „Kommt, lasst uns in den Frieden ziehen!“"
Vom 307. Friedensweg: Sonntag, 06. Januar 2019, 14 Uhr, Barriere Zienau
(B 71 zwischen Letzlingen und Gardelegen) "Neujahrsempfang"
der OFFENen HEIDe am Ort des ersten Friedensweges
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Der 307. Friedensweg hatte zum "Neujahrsempfang" an der Barriere Zienau (B 71) zwischen Letzlingen und Gardelegen eingeladen, über 50 Teilnehmer waren dabei. Hier begann am 01. August 1993 unser erster Friedensweg. Auf der Kundgebung sprach zuerst Jörg Lauenrot-Mago von den Friedensreitern Er übergab eine Spende an die BI OFFENe HEIDe. Dieses Geld soll für Akteure der BI eingesetzt werden, die Verfahren und Bußgelder wegen ihres persönlichen Einsatzes für eine zivile Heide auszuhalten haben. Das Zustandekommen der Spende entsprang aus den Konsequenzen eines Friedensrittes um die Colbitz-Letzlinger Heide 2016. Der Ritt rund um den Truppenübungsplatz tangierte auch den inneren Rand des Übungsplatzes. Die Friedensreiter wurden von " Sicherheitskräften" zwecks Feststellung der Personalien zu einer zweistündigen Blockade der Baustelle Schnöggersburg "gezwungen". Eine Anzeige wegen widerrechtlichen Betretens des Truppenübungsplatzes hatte die Folge, dass Bußgelder verhängt und auch beglichen wurden. Große Solidarität erfuhren die Friedensreiter durch eine tätige Spendenbereitschaft für die Zahlung der Bußgelder. Einiges blieb über und wurde nun der BI OFFENe Heide übergeben. Jörg Lauenrot-Mago berichtete dann über das nächste Vorhaben der Friedensreiter. Vom 19.-28.07.2019 wird der Friedensritt von Jena über Weimar nach Erfurt führen. Ziel in Erfurt ist das Logistikzentrum der Bundeswehr. Unter dem Motto Abrüsten statt Aufrüsten wollen sie sich mit dem Thema Rüstungskonversion auseinandersetzen. (www.friedensritt.de).
Conrad Fuchs, vom Förderverein Gedenkstätte Isenschnibbe Gardelegen überbrachte seine Neujahrswünsche - Er betonte, dass der Förderverein sich verstärkt um die 65 Gedenksteine an der Todesmarschstrecke bemüht. Bisher wurden 45 Patenschaften zur Pflege vergeben. Er bezeugte seine Dankbarkeit, dass auch zwei dieser Gedenksteine durch die BI betreut werden. "Unsere Aufgabe ist es ja das Vergessen zu verhindern, zu mahnen, zu erinnern was geschehen kann, wenn man dem Militarismus freien Lauf lässt." Und an anderer Stelle führte er aus "Ich bin für eine Armee, für eine Nutzung der Heide - im Unterschied zu ihnen. Die Welt ist voll von Gewalt und Terror und man muss sich davor schützen. Also sage ich ja zur Bundeswehr. Aber nicht zu den Auslandseinsätzen, die lehne ich grundsätzlich ab. Ich lehne auch ab, dass Deutschland einer der führenden Rüstungsexporteure dieser Welt ist." Hier sieht Conrad Fuchs den Ansatz, um trotzdem gemeinsam mehr für eine friedlichere Welt zu tun.
Doreen Hildebrandt (stellv. Landesvorsitzende/MdL) überbrachte im Namen des Landesvorstandes und der Landtagsfraktion DIE LINKE Sachsen-Anhalt die herzlichsten Neujahrsgrüße. Bezugnehmend auf die Entwicklungen in der Welt und in Europa stellte sie eine wachsende Kriegsangst fest. Für sie hat der Rechtsruck mit dem Drang zurück zu Nationalstaaten tatsächlich etwas beängstigendes.In diesem Zusammenhang hob sie hervor, dass neben den Kommunalwahlen auch die Europawahlen Ende Mai anstehen. Der Ausgang dieser Europawahlen wird entscheiden, inwieweit es möglich wird, etwas für Frieden in Europa und der Welt zu tun. (Siehe auch Entwurf des Europawahlprogramms DIE LINKE. ) Doreen Hildebrandt wünschte allen ein erfolgreiches friedliches neues Jahr.

Petra informierte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Friedensweges über das am 5. Januar 2019 durchgeführte Große Arbeitstreffen: „Auch ich begrüße euch und wünsche jedem persönlich ein gesundes und der Welt ein weniger militaristisches Jahr 2019. Gestern war unser jährliches Großes Arbeitstreffen, das heißt, wir saßen zu 20 in Magdeburg zusammen und analysierten rückblickend das vergangene Jahr und planten Aktivitäten für 2019. Wir versprechen euch, wir legen auch im Neuen Jahr die Hände nicht in den Schoß und kämpfen weiter für eine zivile Nutzung der Colbitz-Letzlinger Heide. Dabei geht es unter anderem darum, wie führen wir unsere juristischen Auseinandersetzungen weiter und wie bringen wir noch besser Informationen an die Menschen und wie überzeugen wir sie, dass persönliches Engagement für den Frieden erforderlich ist, um die gegenwärtige Kriegstreiberei zu beenden. Wir werden auch im neuen Jahr neben den monatlichen Friedenswegen versuchen, einen kraftvollen Ostermarsch zu organisieren und uns wirkungsvoll in den Sachsen-Anhalt-Tag einbringen. Der Ostermarsch ist am Ostermontag, dem 22. April und findet in Colbitz statt und beginnt FÜNF vor ZWÖLF. Gestern haben wir über das Motto und den Aufruf sowie über den Ablauf des Ostermarsches diskutiert. Mein persönliches Motto ist: „Krieg ist doof und bringt keinen Frieden!“ – Aber es wird ein anderes Motto sein. Der Sachsen-Anhalt-Tag ist in diesem Jahr in Quedlinburg vom 31. Mai bis 2. Juni und steht unter dem Motto „Welterbe, weltoffen, willkommen“. Die dortige Präsentation der Bundeswehr wird immer stärker, sie werben mit dem Motto „Wir sind grün, aber nicht hinter den Ohren.“ Zu dieser Frechheit wird uns etwas einfallen. Wir vergessen auch nicht den Tag der Bundeswehr, den Tag der Offenen Tür des Gefechtsübungszentrums und die kleine Einheitsfeier der Bundeswehr am Jägerstieg. Wir werden uns wieder auf Festivals zeigen und auf Partei- und Kirchentagen. Am 1. September 2019, dem Weltfriedens- bzw. Antikriegstag werden verschiedene Aktionen laufen – es ist der 80. Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkriegs. Ein War-Starts-Here-Camp findet dieses Jahr vom 1. September bis 8. September in Unterlüß, einem Produktionsstandort von Rheinmetall statt. Ich denke, wir lassen sie nicht alleine. Es geht auch in diesem Jahr um verbindliche Zusammenarbeit mit anderen Friedensinitiativen. Aber erstmal haben wir Januar und in Magdeburg findet vom 16. bis 22. Januar die Aktionswoche „Eine Stadt für Alle“ statt und wie wir uns einbringen, erzählt uns gleich Peter. Aber auch das nächste Wochenende ist für viele von uns politisch „verplant“. Wir fahren nach Berlin, Sonnabend findet die Rosa-Luxemburg-Konferenz statt. Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht wurden beide vor 100 Jahren umgebracht, auch weil sie gegen Krieg gekämpft haben und ein lautes "Nein!" gegen Kriegstreiberei gesetzt haben. Sie sind uns Vorbild! Wir bleiben Stachel im Getriebe der Kriegsmaschinerie, antimilitaristisch und friedvoll. Wir könnten auch sagen: „Kommt, lasst uns in den Frieden ziehen!“
Die Beteiligung der BI an der Aktionswoche der Initiative weltoffenes Magdeburg - mit einem Stand am 19.01.2019, 10-17 Uhr am Allee-Center /Breiter Weg , Goldschmiedebrücke in Magdeburg stellte Peter Haese vor. Die Initiative www.einestadtfueralle.info ist ein Bündnis zivilgesellschaftlicher Akteure, die sich gemeinsam für eine vielfältige, demokratische Stadtgesellschaft, für Weltoffenheit und Toleranz engagieren. Sie erinnert angesichts der Zerstörung Magdeburgs am 16. Januar 1945 an die Verantwortung aller Generationen für Frieden und Menschlichkeit. Und will sichtbare Zeichen gegen Rechtspopulismus und Antisemitismus, gegen Rassismus, Hass und Ausgrenzung setzen.
Die folgende Demonstration führte dann über die die Bundestraße 71 zur Barriere Zienau und mündete im BI-Neujahrsempfang mit heißen Heidewassergetränken und vielen Köstlichkeiten, die von den Teilnehmern selbstgemacht und mitgebracht wurden.

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Meldungen/ Medien/Termine
Bild "Der 22. Kongress der Informationsstelle Militarisierung fand, dieses Jahr etwas später als gewohnt, vom 7. bis 9. Dezember 2018 wie immer in Tübingen statt. Thema war – die Debatte um das 2%-Ziel der NATO aufgreifend – Deutschlands Aufrüstung „auf allen Ebenen und an allen Fronten“. Neben dem steigenden Verteidigungshaushalt und Großprojekten aus der Rüstung wurde die intensivierte Aufrüstung auch in Bereichen der Polizei, der Forschung, der Infrastruktur und der Flächennutzung reflektiert. Die Abendveranstaltung zur „EU auf dem Weg zur Rüstungsunion“ wurde kurzfristig in einen von Aktivist*innen und Studierenden angeeigneten Hörsaal verlegt. Der Hörsaal war eine Woche zuvor im Anschluss an eine Demonstration gegen den Forschungscampus „Cyber Valley“ besetzt worden, an dem auch die Rüstungsindustrie beteiligt ist. Zu den Forderungen der Besetzenden gehört u.a. eine Zivilklausel für die gesamte Stadt." Vertreter der BI nahmen am Kongress teil.
Zum Bericht
Bild 10.12.2018, Magdeburg | Auch in diesem Jahr hatte der Heide-Weihnachtsmann Äpfel, Nüsse, Bücher und sehr viel Naschwerk u.a.beim Dezember-Friedensweg eingesammelt. Diese fanden nun ihren Weg in die KiTa Weltkinderhaus. Im Elterncafé übergab BI-Weihnachtsfrau Hannelore Haese die Gaben an Frau Renhak vom Förderverein. Darunter auch eine Geldspende.Sie wird mithelfen, dass an der jährlichen Abschlussfahrt auch alle Kinder teilnehmen können.
Vom 306. Friedensweg: Sonntag, 02. Dezember 2018, 14 Uhr, im Ortsteil Born vor der Kegel- und Sporthalle nach dem Friedensweg im Mehrgenerationenhaus „EHFA" in Haldensleben

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Unser 306. Friedensweg begann am Sonntag, den 02. Dezember 2018 um 14 Uhr im Ortsteil Born vor der Kegel- und Sporthalle. Nach der Kundgebung begleitete uns wieder der Weihnachtsmann, er sammelte Spenden für die Kindertagesstätte des Weltkinderhauses in Magdeburg. Dabei konnten Bücher, Plüschtiere, Äpfel, Nüsse, gesundes Naschwerk und auch Geldspenden eingesammelt werden.

Das nasse Wetter verkürzte den Friedensweg und danach fanden sich die etwa 40 Teilnehmer*innen im Mehrgenerationenhaus „EHFA – Ein Haus Für Alle“ in Haldensleben zu einer gemeinsamen Weihnachtsfeier.

Thomas aus Königslutter, der sich auf dem Friedensweg im November vorgestellt hatte, umrahmte die Veranstaltung musikalisch, dabei wurde auch das Heidelied gesungen (Text Heidrun Wehde). Auf den vergangenen Sommer zurückblickend stimmte die Aktiven die 3. Strophe des Liedes besonders nachdenklich. Diese lautet:

Sag mir, wo die Wälder sind?
Wo sind sie geblieben?
Sag mir, wo die Wälder sind?
Was ist geschehn?
Sag mir, wo die Wälder sind?
Soldaten haben sie angezünd.
Wann wird man je verstehn?
Wann wird man je verstehn?

Jeder hatte noch die Szenerie von den am 27.06.2018 hoch lodernden Flammen auf dem Truppenübungsplatz vor Augen, als verantwortungslose Soldaten und ihre noch verantwortungsloseren Vorgesetzten bei höchster Waldbrandstufe eine Einsatzübung mit Feuertöpfen inszenierten und dadurch einen riesigen Flächenbrand verursachten. Wie seinerzeit die Volksstimme berichtete, gingen Notrufe der besorgten Bevölkerung sogar bis hin aus Braunschweig bei den Einsatzzentralen ein.
Diese schwachgeistige soldatische Zündelei wurde sodann im niedersächsischen Meppen durch einen Moorbrand auf dem dortigen Truppenübungsplatz übertroffen, wobei die Bundeswehr bis heute eine Gesundheitsschädlichkeit für Mensch und Tier in der Windrichtung des Rauches bestreitet.

Siehe auch Flugblatt | Rundbrief

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Vom Friedensweg der 305.: Sonntag, 04. November 2018, 14 Uhr, Letzlingen, am Solarpark Salchauer Chaussee - der Weg nach Salchau zur Erinnerung an die Opfer des Ersten Weltkrieges war untersagt.



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100 Jahre nach dem Ende des I. Weltkriegs erinnerte der Friedenweg an die Forderung" Nieder mit dem Krieg" und fragte nach dem warum. 50 Teilnehmer*innen waren dabei. Zu Beginn der Kundgebung am Solarpark gab es eine ausführliche Betrachtung zu den Mechanismen, die mit dem Beginn, Verlauf und Ende des I.Weltkrieges verbunden sind und mit der Novemberrevolution, die in einen "Systemwechsel" mündete. Beschrieben wurden diese Mechanismen mit den militärpolitischen Vokabeln "Bündnisverteidigung" und "Auslandseinsatz". Letztlich, so wurde ausgeführt, findet sich darin eine Blaupause auch für heutige Bündnis- und Einsatzwirklichkeit. Im Wortlaut hieß es : " 1. Bündnisverteidigung: Also jene militärischen Zweckbündnisse mehrerer Staaten auf Zeit nach dem Prinzip der gegenseitigen Hilfeleistung und Abschreckung, bei denen die militärische Stärke zu einem Gleichgewicht führen soll, wobei aber tatsächliche Steigerungen der Rüstungsausgaben sich gegenseitig stetig hochschaukeln und irgendein Auslöser dann doch zum Angriff führt.
2. Auslandseinsatz: Auf deutschem Gebiet fand während des gesamten Verlaufs des Ersten Weltkriegs kein Gefecht statt. Alle 13,25 Millionen Soldaten die in der Uniform des Deutschen Reichs in den Krieg zogen, zielten, schossen und töteten außerhalb ihres Nationalterritoriums"

Dann wurde an Ereignisse, Hintergründe und Wirkungen des Matrosenaufstandes erinnert: Mit dem Auslaufbefehl für die Flotte am 30. Oktober 1918 verband die deutsche Seekriegsleitung das Ziel gegen England zu ziehen, um mit einem "ehrenvollen Kampf der Flotte, auch wenn er ein Todeskampf" zum Ende zu kommen.Wahrscheinlich hätte diese Schlacht gegen die weit überlegenen Royal Navy zehntausende Tote gefordert. Matrosen der Flotte verweigerten den Befehl, Heizer nahmen das Feuer aus den Kesseln, Matrosen gingen von Bord, Arbeiter- und Matrosenräte bildeten sich. Der Matrosen- und Arbeiteraufstand mündete in eine Revolution. Er brachte letztlich das Ende des Krieges und der Monarchie und die Ausrufung der Republik.
Hungerstreik, Befehls- oder Dienstverweigerung, das Entfernen von der Truppe waren für die Kriegsgerichtsbarkeit eine "vollendeten kriegsverräterischen Aufstandsbewegung", die zu Verhaftungen, Todesurteilen und Vollstreckungen führten. Dazu wurde die Frage aufgeworfen, wie bewertet die heutige Gesellschaft, speziell auch in die Bundeswehr diese gewaltlosen Handlungen, die eine Revolution auslösten? Waren es Helden oder waren es Verräter?
03.11.2018 NDR Matrosenaufstand: Aufstehen für Freiheit nie vergessen
ARTE "1918 Aufstand der Matrosen"|

Nach diesem Beitrag hörten die Teilnehmer*innen das Antikriegslied des französichen Channsonnier Boris Vian "Der Deserteur". Dieses Lied entstand nach der Niederlage der französischen. Armee in Indochina bei Dien Bien Phu und der beginnenden Teilmobilisierung für den Einsatz in Algerien in den 50er Jahren, vor
getragen durch Thomas. Siehe auch Zupfgeigenhansel - Der Deserteur uva

Vom Versöhnungsbund sprach Eberhard Bürger. Er gab einen Verweis auf die Lesung mit Musik zum 100. Jahrestag des Ende des Ersten Weltkriegs und zum 90. Jahrestag des Vortrags von Günther Dehn in der Magdeburger Stadtbibliothek. Dehn erfuhr aufgrund seines Magdeburger Vortrages 1928 durch die Nationalsozialisten eine Hetzkampagne und später eine Berufsverbot. Die Veranstaltung findet am 20 November 2018 um 16 Uhr statt. Siehe PDF-Flyer Ökumenische FriedensDekade

Auf die Aktionen der Sammlungsbewegung "aufstehen" unter dem Motto " Würde statt Waffe | Geld in die Wiederherstellung des Sozialstaates statt in Militär und Rüstung" machte Lars aufmerksam.

Als Versammlungsleiter informierte Helmut Adolf, dass mit der gültigen Verfügung des Ordnungsamtes der Weg zum "Kriegerdenkmal" in Salchau versperrt bleibt, obwohl Rechtsmittel eingelegt wurden. Wie mit dem 18-seitigen Spruch des Verwaltungsgerichtes Magdeburg umzugehen ist, muss noch durchdacht und geprüft werden.Sein Veranstaltungshinweis zur Oekumenischen FriedensDekade: Montag, den 12. November 2018 um 19 Uhr im Kulturhistorischen Museum, Kaiser-Otto-Saal ein Diskussionsforum mit der Bundeswehr, u. a. mit Militärpfarrer Andreas Kölling, dem „Schnöggersburg-Segner“. Siehe PDF-Flyer Ökumenische FriedensDekade.
Der Friedensweg wurde dann noch eine schöner bunter Weg durch den herbstlichen Wald. Er endete mit dem traditionellen Kuchen-PickNick..

Siehe auch
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Meldungen/ Medien/Termine
13.11.2018, 19 Uhr,
Saal der Marienbibliothek ,
An der Marienkirche 1 in Halle/Saale
Abrüsten statt Aufrüsten, Vortrag und Diskussion mit Bernd Luge über das Gefechtsübungszentrum in der Clobitz-letzlinger Heide und die Alternativen Mehr
10.11.2018, 18 Uhr Haselbachplatz

#Ausgefackelt! Kein Naziaufmarsch am 10. November 2018 in Magdeburg! Demonstrations-Auftakt: 18 Uhr Hasselbachplatz. Ein breites Bündnis aus unterschiedlichsten Gruppen und Einzelpersonen ruft dazu auf, gegen den Naziaufmarsch am 10. November 2018 auf die Straße zu gehen. Wir werden es nicht zulassen, dass Fackel tragende Nazis durch die Straßen Magdeburgs laufen, schon gar nicht am 10. November. Jeder Versuch der Wiederbelebung faschistischen Gedankenguts wird auf unseren Widerstand treffen. Es hat sich #ausgefackelt! https://www.facebook.com/blockmagdeburg/

Buchangebot: "Befreit zum Widerstehen, Friedens-Bewegungen um die Zeit des
1. Weltkrieges", 2014

von Eberhard Bürger, bestellbar ist das Heft unter: buerger.arendsee@gmx.de Kosten 10,00€ + Porto.

03.10.2018 Friedensübungszentrum in Schnöggersburg eröffnet – Aktivist_innen besetzen Kriegsübungsstadt in der Altmark
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Aus der PM JunepA : "20 Aktivist_innen des Jugendnetzwerks für politische Aktionen (JunepA), der Bürgerinitiative OFFENe HEIDe und der Musik-Aktionsgruppe Lebenslaute haben in den frühen Morgenstunden die Übungsstadt der Bundeswehr Schnöggersburg besetzt. Diese befindet sich im Gefechtsübungszentrum (GÜZ) in der Colbitz-Letzlinger-Heide, die als Truppenübungsplatz genutzt wird. Die Aktivist_innen haben ein „Friedensübungszentrum“ eröffnet, mit dem sie ein deutliches Zeichen gegen den regelmäßigen militärischen Übungsbetrieb setzen, der in der Stadt Schnöggersburg stattfindet. „Wir setzen dem Gefechtsübungszentrum ein Friedensübungszentrum entgegen – weil Frieden das ist, was wir üben müssen und nicht Krieg“, sagt Finn Friede von JunepA. Die Friedensbewegten haben ein Haus in der Stadt Schnöggersburg umgewidmet."
Zur ganzen Presserklärung von JunepA | Siehe auch junepa.blogsport.eu

03.10.2018 Junge Welt: Schnöggersburg besetzt

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Reflektion: "Wohl denen die da wagen, ein Nein zur rechten Zeit. Nicht Ja und Amen sagen, zur Bombensicherheit."... diese Worte von Gerhard Schöne und andere Lieder begleiteten musikalisch den Vormittag. Die Natur lieferte dazu einen Regenbogen. So war die Stimmung zur symbolischen Etablierung des Friedensübungszentrums perfekt. Die Teilnehmer*innen sind unbehelligt auf das Gelände gekommen. Im bereits übergebenen Teil von Schnöggersburg haben die übenden Truppen schon Beweise ihrer Zerstörungskraft hinterlassen.

Die zur Aktion herbeigerufene Polizei hat noch kein "Nein zur rechten Zeit" gewagt und die Personalien auf Antrag der Bundeswehr aufgenommen. Der über 5 km lange Rückweg wurde zur Diskussion mit einem anwesenden Feldjäger genutzt. Unterwegs wurde das Ausmaß der Flächenbrände im Sommer sichtbar. Die Bundeswehr hat im trockenen Sommer hier, in Meppen und anderswo unter Beweis gestellt, wie unsensibel sie mit der Natur umgeht.

03.10.2018
Mahnwache am Jägerstieg - "Abrüsten statt Aufrüsten"
05.10.2018 Volksstimme "Hunderte Menschen feiern am Jägerstieg"


Vom 304. Friedensweg: Sonntag, 30. September 2018, 10 bis 17 Uhr Lindhorst, Lindenstraße 17, Hoffest zum Tag der Regionen




Ausnahmsweise schon am letzten Sonntag im September fand unser Friedensweg statt, der ansonsten regelmäßig am 1. Sonntag im Monat seinen Platz hat. Grund war der Tag der Regionen, der unter dem Motto „Weil Heimat lebendig ist“ landesweit begangen wurde. Bereits zum 16. Mal führte der  Förderverein Naturpark Colbitz-Letzlinger Heide e. V dazu auch ein Hoffest in Lindhorst durch. Die Bürgerinitiative OFFENe HEIDe war wie immer dabei. Unmittelbar neben dem Stand der BI hatte Bernd Luge seine Fotoausstellung   „Lindenblätter – Herbst im Lindenwald“ präsentiert. Zahlreiche Besucher des Hoffestes nahmen sich die Zeit und erfreuten sich an den schönen Naturbildern einer friedlichen Heide.
Musikalisch untermalt wurde das Hoffest von der Gruppe "Spätlese" aus Thüringen und von DJ Helge Krüger. Für das leibliche Wohl sorgten u.a.  die Mühlenbäckerei Düsedau, Jörg Lauenroth-Mago mit seinen Rinderwürstchen und Steaks, die Freiwilligen Feuerwehr Lindhorst mit Erbsensuppe und Würstchen, der NABU Ohrekreis mit Saftpresse, der Ziegenhof Warnke aus Lindau (Anhalt) und  Völkes Hofladen aus Magdeburg. Auch für unsere Kleinen gab es genügend Abwechslung mit einer Hüpfburg und einer Bastelstraße betreut durch das Bodelschwingh-Haus Wolmirstedt. Am frühen Nachmittag gab es dann eine kleine interessante Wanderung um die Ortschaft Lindhorst  mit fachlichem Hintergrundwissen des Geologen Nils Rosenthal aus dem Jerichower Land. An Haltepunkten wurde die geologische Geschichte der Colbitz Letzlinger Heide erzählt. Die Gestaltung der Landschaft durch den Druck des Eises und der lange Weg der Steine aus Skandinavien während der Eiszeit zu uns. Ihre spätere Verwendung im Hausbau oder als Kopfsteinpflaster auf den Straßen. Der Gedanke des Naturparks und der ökologischen Nutzung der Landschaft unterstrich immer wieder die kleinen Vorträge vor Ort.

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24.09.2018, 18.30 Uhr, MdB Matthias Höhn lädt zur Diskussion "Nein zum Krieg" in die Kleine Markthalle Stendal, Hallstraße 98
Die auswärtige Sitzung des Verteidigungsausschusses am 24.09.2018 in der Altmark wird von Matthias Höhn MdB zum Anlass genommen, zur Diskussion einzuladen. Die Frage der Auslandseinsätze der Bundeswehr, der Rolle des GÜZ, die geplante Steigerung des Militäretats u.a. werden mit anwesenden Mitgliedern des Verteidigungsausschusses aus der Bundestagsfraktion DIE LINKE, Vertreterinnen und Vertretern der BI OFFENe HEIDe sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern diskutiert.
Vom 24.09.2018, 9:30-11:30 Uhr Letzlingen, Mahnwache am Gedenkstein 63
"Nie wieder Krieg-Nie wieder Faschismus"

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Mahnwache am Gedenkstein des Todesmarsches in Letzlingen am 24. September vormittags an der B71 in Letzlingen. Der Restaurator Dietmar Fröhlich übergibt an Konrad Fuchs(Vorsitzender des Fördervereins Gedenkstätte Isenschnibbe) seinen Bericht über die Wiederherstellung der Gedenksteine Nr. 63 und 67. Im Zuge der Patenschaft der BI OFFENe HEIDe hatte er diese Gedenksteine, die an den Todesmarsch der KZ-Häftlinge in Letzlingen erinnern, restauriert.
Bevor an diesem Tag im Gefechtsübungszentrum des Heeres der Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages tagte, hatte die Bürgerinitiative OFFENe HEIDe Bürger und Abgeordnete eingeladen an dieser Mahnwache, über die heutige Bedeutung des Schwures von Buchenwald „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus“ nachzudenken und zu sprechen. Matthias Höhn MdB DIE LINKE besuchte die Mahnwache und machte deutlich, dass DIE LINKE die angestrebte Aufrüstungspolitik, mit dem Ziel bis 2025 die Höhe des Militäretats auf 60 Milliarden Euor zu steigern, ablehnt.

Siehe auch az-online vom 25.09.2018 "Mahnwache am Gedenkstein"

17.09.2018 | Weiterführung der Verhandlung gegen Paula Schumann vor dem Amtsgericht in Magdeburg wegen des als "Hausfriedensbruchs" deklarierten Besuchs in Schnöggersburg
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Die Hauptverhandlung wurde am heutigen Montag, 17. September 2018, 13 Uhr, Saal 3 des Justizzentrums Magdeburg weitergeführt. Paula mußte sich vor der Jugendrichterin des Amtsgerichtes Magdeburg verantworten und erhielt eine Verwarnung. In ihrem Schlusswort wies Paula Schumann besonders schwere Rechtsbrüche anhand  von zwei Bespielen nach. 1. Der von Oberst Georg Klein 2009 befohlene Luftangriff, bei dem 136 Menschen ermordet wurden. Obwohl die amerikanischen Piloten auf den Umstand hinwiesen, dass es sich um unbewaffnete Menschen handelte. 2. Die von Altkanzler Schröder am 9. März 2014 im Interview mit der Zeit öffentlich eingeräumte Tatsache, während seiner Regierungszeit, bei der deutschen Beteiligung am Kosovo-Krieg gegen Serbien, selbst das Völkerrecht gebrochen zu haben. Paula fragte dann die Richterin „Frau Richterin Raue, können sie mir erklären, aus welchem Grund sich keine Staatsanwaltschaft für die von ihm zugegebenen Verbrechen zuständig fühlt? Gibt es dafür einen anderen Begriff, als den der Strafvereitelung im Amt? Ist unser Rechtsstaat noch in Funktion, wenn er für Bürgerinnen und Bürger sichtbare Verbrechen der Politik und des Militärs untätig geschehen lässt? Die Richterin gab dazu eine ausweichende Antwort, ordnete aber die von Paula vertreten Ziele als "ehrenwert" ein. Bei diesem Gerichtstermin war die Öffentlichkeit ohne Restriktionen möglich. Parallel dazu gibt es von 11 bis 14 Uhr wieder eine Mahnwache vor dem Justizzentrum. Zum Schlusswort von Paula Schumann

Der erste Verhandlungstag am 5.09.2018 war ein Skandal. Es gab "Gerichtspolizeiliche Maßnahmen" nach § 178 des Gerichtsverfassungsgesetzes. Das heißt, alle Personen im Saal wurden erfasst und durchsucht. Das schlecht geschulte Justizpersonal hat anfangs den Leuten verwehrt, Notizhefte mit in den Saal zu nehmen. So begann die Verhandlung mit einer Rüge durch den Rechtsbeistand. Diesem wollte man auch nicht gestatten, Unterlagen und Computer mit den Saal zu nehmen. Eine Beobachterin verglich die Maßnahmen mit denen in den Verhandlungen gegen Beate Zschäpe. Dabei war es eine Verhandlung vor der Jugendstrafkammer. Die drakonischen Maßnahmen wurden mit der Mahnwache vor dem Haus begründet, dabei waren die Maßnahmen vom 08. Juli 2018 datiert, die Mahnwache aber erst am 22. August 2018 angemeldet worden.

Ein großes Lob geht an Paula Schumann, die trotz dieser Umstände souverän ihre Verteidigungsrede gehalten hat: "Mit den legalen Protestformen, die durchs Versammlungsrecht geregelt werden, bin ich aufgewachsen und immer wieder in Kontakt mit Demonstrationen, Mahnwachen und anderen Arten gekommen. Doch muss ich leider sagen, dass diese, während meiner Lebenszeit, die illegale Kriegstreiberei nicht überwinden konnten. Somit stellen die durchs Versammlungsrecht gedeckten Protestformen für mich einen wichtigen Bestandteil auf dem Weg zum Ziel dar. Doch die letzten Jahre haben gezeigt, dass diese zunehmend stärker ergänzt werden müssen, um die Justiz dazu zu bringen, Politik und Militär wieder an gültiges Recht zurückzubinden." Zur Verteidigungrede Paula Schuhmann.

Der Rechtsbeistand hat unter Bezug auf das Urteil des Verwaltungsgerichts Magdeburg (Kläger Naturschutzbund) festgestellt, dass Schnöggersburg ein Schwarzbau ist und der Vorwurf des Hausfriedensbruchs recht fragwürdig.

Die beantragten Zeugen zum Völkerrecht und rechtfertigenden Notstand wurden wie bei den Verhandlungen in Gardelegen wieder nicht zugelassen. Dennoch gibt es noch ein Hoffnungszeichen. (Aus der BI-Information vom 12.09.2018)

Vom 303. Friedensweg der Bürgerinitiative OFFENe HEIDe, Sonntag, 02. September 2018, 13 Uhr, Unterlüß (bei Celle), direkt am Bahnhof
"Rheinmetall entwaffnen - Krieg beginnt hier"

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Fahrgemeinschaften und Bahnreisende der BI OFFENe HEIDe hatten den Weg nach Unterlüß bei Celle gefunden und nahmen mit ihrem 303. Friedensweg an der Anti-Kriegs-Demonstration „Krieg beginnt hier – Rheinmetall entwaffnen“ teil. Über 500 Menschen waren dabei.Viele verschiedene Gruppe hatten bundesweit aufgerufen und angereist. Nach der Auftaktkundgebung führte der Weg durch den gesamten Ort vorbei am Aktions- und Bildungscamp bis vor die Tore der Munitions-Produktionsstätte von Rheinmetall. Mit unserem Banner " Antimilitarismus ist eine Tugend" u.a. war die BI deutlich sichtbar und solidarisch dabei. An den Zwischenhalten und vor den Rheinmaetalltoren gab es eine Reihe von Redebeiträgen. Siehe dazu auch Bericht rheinmetallentwaffnen.noblogs.org .
Im Aufruf zur Demonstration heißt es. "
Weltweit sind deutsche Waffen am Morden beteiligt. Deutschland liegt bei den Rüstungsexporten auf Platz 4 und in der EU an zweiter Stelle. In den letzten 10 Jahren konnte Rheinmetall ohne großen Aufschrei zu einem der größten Munitionslieferanten der Welt aufsteigen. Über Tochtergesellschaften im Ausland schafft es Rheinmetall sogar die wenigen bestehenden Rüstungsexportregeln zu umgehen und seine Erzeugnisse auch in Kriegs- und Krisenregionen zu verkaufen.
Die Folgen sind profitbringend und blutig zugleich: Im Jemen sterben Menschen durch Bomben, die Rheinmetall in Italien produziert hat. Die Türkei führt mit Leopard-2-Panzern im nordsyrischen Afrin völkerrechtswidrigen Krieg. Die türkische NATO-Armee zerschlägt gesellschaftliche Strukturen, die sich in den letzten Jahren in den Bereichen Frauenbefreiung, Basisdemokratie & Ökologie richtungsweisend organisiert hatten.
In Zusammenarbeit mit diesem türkischen Regime strebt Rheinmetall den Bau einer Munitionsfabrik und die Produktion von Panzern in der Türkei an. Rheinmetall baut eine Fabrik für FUCHS-Radpanzer in Algerien. Diese Auflistung lässt sich lange fortsetzen. Wir wollen nicht weiter zulassen, dass Menschen durch Rüstungsgüter von Rheinmetall sterben."
In diesem Zusammenhang erinnerte die BI daran, dass
die Tochterfirma Rheinmetall Dienstleistungszentrum Altmark GmbH in Sachsen-Anhalt der "zivile" Betreiber des Gefechtsübungszentrums in der Colbitz- Letzlinger Heide ist.

Flugblatt | Rundbrief

Siehe auch Medienberichte:

02.09.2018 NDR.de "400 Menschen demonstrieren gegen Rheinmetall
"
02.09.2018 celleheute.de
29.08.21018 AZ-online.de "Rüstungsgegner demonstrieren gegen Rheinmetall"

Meldungen/ Medien/Termine

01.09.2018 , 11 Uhr Friedenstafel Magdeburg.

Zur mahnenden Erinnerung an den Beginn des 2. Weltkrieges lädt die Vorbereitungsgruppe Weltfriedenstag/ Antikriegstag zur Demonstration in Magdeburg ein. Treffpunkt ist um 11 Uhr an der Friedenstafel (Breiter Weg in Höhe Stadtbibliothek). Die Demonstration endet mit einer Kundgebung auf dem Friedensplatz.

05. September 2018 , ab 07.30 Uhr Mahnwache vor dem Gerichtsgebäude in Magdeburg.

05. September 2018 , ab 07.30 Uhr Mahnwache vor dem Gerichtsgebäude in Magdeburg. Paula Schumann muss sich um 09 Uhr vor dem Jugendrichter im Amtsgericht Magdeburg, Breiter Weg 203-206 (Justizzentrum, ehemalige Hauptpost) für ihren Schnöggersburg-Besuch wegen „Hausfriedensbruchs“ verantworten. Unterstützen wir sie durch unsere Anwesenheit bei der Mahnwache und im Gerichtssaal! 

Bild Lars Johansen schreibt zum Artikel der Volkstimme "Ein Sommerabendteuer in der Heide" : Ja, das liebt man doch: Heide, Heimat, Hasi. Drehen wir einfach mal den Immenhof neu. Im idyllischen Schnöggersburg. Wer wird das Mädel wohl erobern? Wir sind so wahnsinnig gespannt. Der hippe "YouTuber" aus der Großstadt? Oder der heimatverbundene Bursch aus dem Gefechtszentrum? Der kommt dann im lustigen Teil 2 "Die Witwen von Immenhof" bei einem Auslandseinsatz um. Um dann in Teil 3 als Geisterreiter im Heidehorrorfilm wieder zu kommen. Oder so. Vielleicht kriegt Hasi sogar einen Gastauftritt als putziger Onkel Bräsig.
"Eine traumatisierte Familie, die ein bisschen so lebt wie Pipi Langstrumpf." Ist es nicht eher wie bei Franz Kacka? In der Villa Kunterbundeswehr?
Wie sagt der Ministerpräsident doch so schön: "Ich bin mir sicher, dieser Film wird in die Geschichte des wiedervereinigten Deutschlands eingehen." Ich mir auch. Als abschreckendes Beispiel.
Vom 302. Friedensweg der Bürgerinitiative OFFENe HEIDe, Sonntag, 05. August 2018, 14 Uhr, Geändert: Ortsteil Dolle am Denkmal direkt an der B 189. Spaziergang durch den Ortsteil 2 km. Wegen der höchsten Waldbrandgefahr treffen wir uns nicht wie bisher angekündigt an der Baustellenzufahrt!

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Vierzig Teilnehmer zählte der Friedensweg am 5. August. Es war der 302. im Jahr 25 nach dem 1.Friedensweg am 1. August 1993. Gegenüber der ersten Ankündigung war die Veränderung des Veranstaltungsortes von der Baustellenzufahrt Schnöggersburg nach Dolle aus Brandschutzerwägungen und einer Nutzungsverweigerung der Auffahrt durch den Landesbetrieb Bau kurzfristig notwendig geworden. Malte Fröhlich sagte dazu u.a.: „Wir wollten die juristischen Auseinandersetzung über die Zufahrt als Demonstrationsort nach den Gesprächen mit dem Ordnungsamt nicht während so einer hohen Waldbrandgefahr führen, sondern das lieber zu einem späteren Zeitpunkt tun.“

Die leichte Abkühlung an diesem Dürresommertag war am Denkmal für die Teilnehmer kaum zu spüren. Zur Kundgebung gab es Beiträge über das Elbe-Saale-Camp, das Festival „Pax Terra Musica“, den Vorortwiderstand zu den Ausbau-  und Entwicklungsplänen um den Truppenübungsplatz Altengrabow und das Ziel des OnTour-Friedensweges am 2.September im Rheinmetallstandort Unterlüß im Norden Niedersachsens. Pfarrer i.R. Karl-Heinrich Schroedter sprach eindringlich um die Verantwortung für den Frieden, über seine Erinnerungen an die Rüstungsschmiede Rheinmetall Sömmerda im 2. Weltkrieg. Zurückblickend an die Zeit als junger Pfarrer in Bertingen erinnerte er sich an einen seiner ersten Besuche dieses Denkmals 1954 mit Konfirmanden. Zum Abschluss betonte Karl-Heinrich Schroedter, es wäre wohl sein letzter Friedensweg und ergänzte mit einem Augenzwinkern, bevor er seinen 90. Geburtstag begehen wird.

Nach der Kundgebung demonstrierten die Teilnehmer*innen durch den Ort Dolle. Die Reaktionen auf die Demonstration hinter dem Kopftransparent „Krieg.Macht.Flucht“- reichte bei Autofahrer*innen von Missfallen bis zu interessierter Zustimmung. Vielfach konnte dabei bereit gehaltenes Informationsmaterial der BI ausgegeben werden. Den Abschluss bildete ein buntes Picknick im Schatten – einer Silberhochzeit wohl würdig.

. Flugblatt_Neu | Rundbrief_Neu

Vom 301. Friedensweg der Bürgerinitiative OFFENe HEIDe, Sonntag, 01. Juli 2018, 14 Uhr zum Landsberg (an der B 189 zwischen Dolle und Lüderitz)
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Sonnig und trocken, Waldbrandstufe 4 in der Colbitz-Letzlinger Heide auf dem Landsberg zwischen Dolle und Lüderitz - über 50 Teilnehmer_innen waren mit Beginn der Kundgebung des 301. Friedensweges zählbar. Die Teilnehmer wurden auf das bestehende und vom Ordnungsamt für die Versammlung verfügte Rauch und -Feuerverbot aufmerksam gemacht. Ein Mitarbeiter der für die Bundeswehr arbeitenden Wachschutzfirma ignorierte hingegen dieses Rauchverbot
Klaus Czernitzki moderierte. Bezugnehmend auf den Weltsport Fußball sagte er: „ Schießen ja, aber nur auf Fußballtore.“ Sein Credo: „Dieser Friedensweg zeigt der Bundeswehr und der Übungsstadt Schnöggersburg die Rote Karte – also Platzverweis“
Gegenstand des ersten Redners war der Volksstimme Artikel vom 28.06.2018 zum größten Heidebrand seit der Wende unter dem Titel“ “Die Bundeswehr spielt mit dem Feuer“. „Es brennt hier und weltweit und die Bundeswehr ist nicht die Feuerwehr sondern eher der Brandschleuniger –  das sollte man nicht machen.“- so seine Botschaft.

Bezugnehmend auf Ereignisse um den Tierschutzskandal in Stendal, betonte Malte
Fröhlich, dass hier mittlerweile der Vorwurf der großflächigen Strafvereitelung im Amt auch von Tierschützern erhoben wird. „Gut voneinander zu wissen“ so seine Bemerkung. Zur Erinnerung in seiner jüngsten Verteidigungsrede kennzeichnete Malte Fröhlich das Entstehen von Schöggersburg als Folge einer Reihe von Rechtsbrüchen, also als Justizversagen. Er fordert die Justiz auf, endlich Untaten zu verfolgen und Recht zu sprechen, wie es Fritz Bauer getan hat. Dieser Frankfurter Generalstaatsanwalt von Hessen durchbrach die Widerstände und brachte die Ausschwitzprozesse in den 1960iger Jahren in Gang. Er starb vor 50 Jahren und daran erinnerte Malte Fröhlich.
www.zeit.de/kultur/film/2015-09/staat-gegen-fritz-bauer-lars-kraume

Danach gab es einen Beitrag aus Niedersachsen. Unter dem Motto „Krieg beginnt hier – Rheinmetall entwaffnen“ wird es rund um den diesjährigen Antikriegstag Aktionen am Rheinmetall-Standort in Unterlüß geben, so die Information. Ein Bündnis plant von Mittwoch, den 29. August, bis Dienstag, den 4. September, ein Friedens-Camp in Unterlüß. Direkt am Antikriegstag soll es eine öffentlichkeitswirksame Aktion geben. Zu einer überregionalen Demonstration will das Bündnis zum Sonntag, dem 2. September, aufrufen. Die Aktivisten wollen nicht weiter zulassen, dass Menschen durch Rüstungsgüter von Rheinmetall sterben. Siehe dazu www.rheinmetallentwaffnen.noblogs.org
Der Friedensweg durch den Wald auf dem Landsberg machte in der Mitte eine Picknickpause, da gab es viele Gespräche bei einem besonders reichhaltigen Kuchenbuffet. Die große Dürre in diesem Teil des Landes war für alle spürbar, machte nachdenklich und stellte die Frage, wird bis zum nächsten Friedensweg im August Regen geben?

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Vom 300. Friedensweg der Bürgerinitiative OFFENe HEIDe Sonntag, 03. Juni 2018, 14 Uhr Letzlingen Barriere Zienau (B 71 zwischen Letzlingen und Gardelegen) Jubiläum am Ort des ersten Friedensweges

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"Waldbrandgefahr der höchsten Stufe erforderte eine Verlegung des 300. Friedensweges. So versammelten sich 80 Teilnehmer_innen auf dem Marktplatz Letzlingen anstatt in Barriere Zienau. Auf dem Marktplatz in Letzlingen, auch Standort des Gefechtsübungszentrums, erinnerte_ der Magdeburger Sänger und Dichter Martin Rühmann in seinem Entree zum Jubiläumsfriedensweg "Und ich wünsche mir, dass du niemals für nichts und niemanden marschierst".
Heidrun Wehde, sprach über die "Verhinderung der Ausweisung des Naturparkes Colbitz-Letzlinger Heide " und ergänzte: Die Teilnehmer_innen am 1. Friedensweg der am 1. August 1993 an der Barriere Zienau  begann, waren der festen Überzeugung die zivile Heide und ein Naturpark Colbitzer Letzlinger Heide wären in greifbarer Nähe. Aber die Realität heute spricht eine andere Sprache. " Darum ist es so wichtig die Vision des Naturparkes aufrecht zu erhalten, die Hintergründe der Verhinderung der Ausweisung  des Naturparkes zu beleuchten und Projekte einer zivilen Nutzung der Heide zu fördern, das sind die heutigen Aufgaben des Fördervereins" - so Heidrun Wehde in ihrer Rede. Respekt zollte Tobias Pflüger dem  beständigen 25jährigen Widerstand. Er unterstrich, das GÜZ und die Kriegsübungsstadt Schnöggersburg sind die zentrale Einrichtung der Bundeswehr für die Übung der Auslandseinsätze, ohne sie gäbe es auch keine Auslandseinsätze und hob hervor: "Hier beginnt der Krieg und seine Vorbereitung, hier ist der Protest dagegen so wichtig." Tobias Pflüger der die Informationsstelle Militarisierung in Tübingen mit initiiert hat und als MdB der Linken im Verteidigungsausschuss des Bundestages tätig wird, mahnte: "Wir dürfen nicht zulassen, dass der Bundeswehretat die Dimension Rußlands erreicht. Das macht die Welt nicht sicherer, sondern unsicherer." Er regte die Konversion von Schöggersburg zu einem zivilen Trainingsort für Katastrophenübungen an.
Zum Thema Hausfriedensbruch in der Kriegsübungsstadt sprach Ingrid Fröhlich-Groddeck von der BI, über die vier abgelaufenen Prozesse wegen der Betretungen der Kriegsübungsstadt Schnöggersburg am 5.8.2017. "Wir wollen die Juristen an ihre Pflicht erinnern, wir wollen uns nicht rechtfertigen sondern klagen an. Wir wollen, dass sie unseren Hinweisen auf schlimmste Verbrechen gegen die Menschheit nachgehen, wegen der Vorbereitung von grundgesetzwidrigen Angriffskriegen und des Verstoßes gegen das Völkerrecht. Wir wollen, dass nicht mehr unsere Beweisanträge abgelehnt werden. Wir wollen den Gang in die nächste Instanz, wenn notwendig bis zum Europäischen Gerichtshof."  Sie verwies darauf, dass ja erst 4 von 12 Aktivisten vor Gericht zitiert wurden, also weitere Prozesse zu erwarten sind und rief zur Sammlung notwendiger finanzieller Mittel auf.
 Zum Abschluss sprach Andreas Höppner, Vorsitzender der Linken Sachsen-Anhalts, er dankte für die Beständigkeit im langjährigen Wirken der BI. Aus der Sicht des Ortsbürgermeisters des Heideortes Kloster Neuendorf bewertete er die Tatsache, dass Millionen in die Kriegsübungsstadt versenkt werden. Er fordert dieses Geld für zivile Zwecke in den Kommunen ein. Einen Abschlussbeitrag gab es dann von Matin Rühmann. Nach einer Demonstration durch den Ort - gab es das traditionelle Kuchen-Picknick am Marktplatzbrunnen.

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Volksstimme 04.06.2018, 300. Marsch für zivile Nutzung

Neues Deutschland 2./3.Juni 2018 , Der Pazifist in der U-Bahn

Vom 299. Friedensweg der Bürgerinitiative OFFENe HEIDe Sonntag, 06. Mai 2018, 14 Uhr Vollenschier, an der Kirche Frühlingsfest Förderverein Vollenschierer Kirche e. V.

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Wie in den Vorjahren waren wir am ersten Sonntag im Mai, am 06. Mai 2018 mit unserem 299. Friedensweg beim Frühlingsfest an der Vollenschierer Kirche. Mit unserer Teilnahme am Frühlingsfest leisten wir einen Beitrag zum Erhalt des kleinen Kirchleins in Vollenschier.Bernd Luge übergab an Thomas Rehbein den Heidekalender 2019, der unter dem Titel "Heide Alamanch" steht und wünscht dem Vorsitzenden des Fördervereins für die weitere Arbeit viel Kraft. Der Förderverein Vollenschierer Kirche e. V. hat in diesem Jahr noch keine Förderzusage erhalten, so kann er auch in diesem Jahr kein größeres Vorhaben starten. Sicher sind ihm die Einnahmen aus dem Frühlingsfest. Dort engagierte sich der Verein auf recht schmackhafte Weise mit dem Kirchencafé. Es gab wieder leckeren Kuchen, Kaffee, andere Getränke und herzhafte Dinge.
Die Bauherren und Betreiber der Übungsstadt Schnöggersburg haben keine finanziellen Sorgen, sie können mitunter die Straßenbeleuchtung auch am Tage eingeschaltet lassen.
Um 14 Uhr begann die Andacht mit Andreas Hoenke. Ab 16 Uhr gab es das Konzert mit dem Gospelchor der Musikerfabrik Frank Wedel,dass großen Anklang fand. www.musikerfabrik.de Frank Wedel versucht auf vielfältiger Weise den Menschen die Musik näher zu bringen. Bereits 2015 war er mit auf dem Frühlingsfest in Vollenschier.
In der Moderation und am BI-Infotisch wurde auf die Vorbereitung des 300. Friedensweges am 3.Juni 2018 an der Barriere Zienau verwiesen

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Meldungen/ Medien/Termine
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Verhandlungen vor dem Amtsgericht Gardelegen am 06.04./20.+ 27.03.2018 wegen Betretungen der extralegalen Kriegsübungsstadt Schnöggersburg -

***Am 06.04.2018*** In der Weiterführung des Verfahres wegen Hausfriedensbruch lehnt Ingrid Fröhlich-Groddeck den Vorschlag einer Verfahrenseinstellung ab. Mit ihrer zivilen Betretung der Kriegsübungsstadt Schnöggersburg macht sie auf die Kriegstreiberei in Deutschland aufmerksam und fordert stattdessen von der Justiz, dass sie den Tatbestand der Vorbereitung auf Angriffskriege verfolgen muss. Die Vorbereitung der Angriffskriege und out-of-area Einsätze in der Colbitz-Letzlinger Heide bildet eine "Gefahr für Leben und Leib" und somit einen rechtfertigenden Notstand (§34StGb), den Ingrid für sich in Anspruch nimmt. Diesen Notstand sieht der Richter nicht und verhängt, trotz seinerseits anerkannter ehrenhafter Motive eine Geldstrafe von 400 Euro.Teil 2 der Verteidungsrede vom 06.04.2018, Teil 1 der Verteidungsrede vom 27.03.2018 , Schlusswort vom 06.04.2018 aus dem Gedächtnis
Altmark Zeitung 7.4.2018 Weltfrieden in Saal 106- 80-jährige Friedensaktivistin zu Geldstrafe verurteilt

***AM 27.03.2018*** In der Verhandlung gegen Helmut Adolf positionierte sich der Beklagte in seiner Verteidigungsrede: "Auch die Rechtsprechung muss sich weiterentwickeln. Mir wird „Hausfriedensbruch“ vorgeworfen. Da wo Kriege vorbereitet werden, soll der Hausfrieden gebrochen worden sein.Das benachbarte Amtsgericht Haldensleben hat Personen, die sich in einer Schweinemastanlage aufgehalten haben, um die dortigen Gesetzesverstöße aufzudecken, vom Vorwurf des Hausfriedensbruchs freigesprochen. In meinem Fall ist kein privater Investor der Bösewicht, sondern der Staat mit seinen
Streitkräften." Zur Verteidigungsrede von Helmut Adolf
Er wurde zu 10 Tagessätzen a 90€ verurteilt.
Die Verhandlung gegen Malte Fröhlich wurde am 27.03.2018 -11:15 Uhr fortgesetzt. Aus der Verteidigungsrede von Malte Fröhlich: vom 20.03.heißt es :"Ich nenne Schnöggersburg eine extralegale Stadt, weil alles was mit ihr in Verbindung steht, von ihrer Entstehung bis zu den Delikten, die später in ihr geübt werden sollen, eine lange Folge von staatlichen Rechtsbrüchen abbildet, bis hin zu schwersten Verbrechen. Kriegsministerium und Bundeswehr stellen sich ganz selbstverständlich über das Gesetz und die Justiz lässt sie unangetastet dort stehen." Zur Verteidigungsrede
Den gestellen Beweisanträgen von Malte Fröhlich entsprach das Gericht nicht, ihm wurden 10 Tagessätze a 40€ auferlegt. In seinem Schlusswort führte er aus: "Mir ist bewusst, dass ich von diesen nur theoretisch freien und unabhängigen RichterInnen erwarte, dass sie im Bedarfsfall sich für das Recht auch dann entscheiden, wenn ihr Urteil die Interessen der Vertreter der Macht durchkreuzt." Die Weiterführung des Verfahrens gegen Ingrid Fröhlich-Groddeck wurde auf die Woche nach Ostern vertagt.
Altmark-Zeitung 28.03.2018 "Früher hat man Hexen verbrannt"

Altmark-Zeitung 29.03.2018 "Muss das sein?"- "Es muss sein" .

***AM 20.03.2018***. Gerd Büntzly: "Ich bin nicht hergekommen, um mich zu verteidigen, sondern um anzuklagen: • Ich klage die Bundeswehr an, Massenmord vorzubereiten • Ich klage die Bundesregierung an, die Atomwaffen nicht zu ächten • Ich klage die Rüstungsindustrie an, an der Produktion von Tornados und Atombomben, d.h. an dem möglichen Leid von hunderttausenden von Menschen Milliarden zu verdienen..." Zur Eigenen Erkärung. Er wurde zu 10 Tagessätzen a 15€ verurteilt.
Altmark-Zeitung 21.03.2018 "Wenn alle meinem Beispiel folgen, wäre mehr Frieden"


Vom Ostermarsch 2018 und 298. Friedensweg der Bürgerinitiative OFFENe HEIDe Ostermontag, 02. April 2018, 11:55 Uhr Marktplatz - Letzlingen
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Der 298. Friedensweg war zugleich der Ostermarsch. An der Demonstration, der Kundgebung und dem Konzert mit "Die Grenzgänger" nahmen in Letzlingen über 350 Menschen teil.
02.04.2018, 19 Uhr MDR Sachsn-Anhalt HEUTE Ostermärsche im Zeitzer Forst und in Letzlingen

Die Veranstaltung beinhaltete u.a. folgende Programmpunkte: Lieder mit Voß, 11:55 Uhr Eröffnung und Begrüßung durch Gritt Kumar und Hans-Jörg Krause, Worte aus der Kirche mit Giselher Quast, Domprediger zu Magdeburg i.R. | Ostermarsch zum Gefechtsübungszentrum Rede von Kerstin aus dem Wendland und zurück | Entrée mit „Die Grenzgänger“ | Kundgebung auf dem Letzlinger Markt es sprachen Renate Sattler , Schriftstellerin und Wolfgang Gehrcke, Linker Friedens- und Außenpolitiker danach gab es ein Open Air mit „Die Grenzgänger“ 16:30 Uhr Ende des Ostermarsches Zum Aufruf als PDF | Siehe auch Rundbrief der BI . Zum Aufruf-Anfahrt-Programm und Rundbrief | Mehr unter www.ostermarsch-sachsen-anhalt.de

27. März 2018 vor dem Amtsgericht Gardelegen, Bahnhofstraße 29 Saal 1.06 Verhandlungstermin: Besucher von Schnöggersburg werden des Hausfriedensbruchs beschuldigt. Verhandlungen 9:00 Uhr Helmut Adolf , 9:30 Uhr Ingrid Fröhlich-Groddeck | 11:15 Uhr Weiterführung gegen Malte Fröhlich

 


 

>>>Vorige Friedenswege 2015-2018 | 2011-2014

 

Film über die Konzertaktion der Lebenslaute zum 206. Friedensweg

Seit dem 1. August 1993 lädt die OFFENe HEIDe zum Friedensweg ein,
jeden ersten Sonntag im Monat, in die Colbitz-Letzlinger Heide,
ein Stück Heide soll symbolisch in Besitz genommen werden.
Die Colbitz-Letzlinger Heide in Sachsen-Anhalt gehört zu den Kulturlandschaften, die in Mitteleuropa mit ihrer Fläche von
ca. 60000 ha wohl eine der größten "unbesiedelten Flächen " darstellt..
Wenn da nicht seit Jahrzehnten die 23000 Hektar Ödland wären, in der das Militär die Natur, die Menschen, die Landschaft und ihre Geschichte verwüstet haben.

Aus der faschistischen Schießbahn, wurde nach der Befreiung ein Stationierungsort der "Roten Armee". Noch heute sind die Reste von Abschußhügeln des Atomraketenzauns
von 1983 zu sehen, der östlichen Panzerseite des "Kalten Krieges".

Bis zum Ende der DDR wurden Panzerketten und Geschützlärm
zur hingenommenen Tatsache. Viele hatten ihre Jugend in der Heide verbracht
und sie kannten sie nur noch aus der Erinnerung.
Mit der Wende keimte Hoffnung auf ein Ende der militärischen Besatzung
von Natur und Kulturlandschaft, zumal allen bekannt war, daß diese Heide
mit seinen 3,3 Milliarden Kubikmetern Trinkwasser für über 600.000 Menschen im Umkreis bis zu 70 km das Lebensnaß spendet.

Über 70.000 Unterschriften wurden für die militärfreie Heide gesammelt und in Bonn hinterlegt, Landtag und Kreistage plädierten mit ihren Beschlüssen seit Anfang der 90er für die zivile Heide.

Seit dem 1.August 1993 lädt die OFFENe HEIDe zum Friedensweg ein, jeden ersten Sonntag im Monat, in die Colbitz-Letzlinger Heide, ein Stück Heide soll symbolisch in Besitz genommen werden.

Nach einer ersten Hoch-Zeit mit Politikprominenz und starken Schwüren, diktierte Bonn den Panzerübungsbetrieb und damit den pyrotechnisch begleiteten Laser-Schuß auf dem Trinkwasserreservoir.

"Das weiche Wasser bricht den Stein", "Pilze statt Panzer", " Arbeitsplätze statt Schießplätze" gehören zu den Leitlinien der OFFENEn HEIDe. Ob mit oder ohne zivilen Ungehorsam, die OFFENEe HEIDE will über diese Seite ein neues Kapitel der öffentlichen Kommunikation zum Thema beginnen, dabei wollen wir mehr über die Geschichte, Hintergründe und aktuelle Aktionen zugänglich  machen, müssen aber gestehen, hier fangen wir erst an! Suchen auch vernetzende Unterstützung oder kritische Begleitung auch das sachliche Kontra wird entgegengenommen.

Wasser braucht wohl einige Jahre um den filternden Sand zu durchfließen, Öl und Gift vielleicht Jahrzehnte, wir müssen schneller sein!

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