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Vom Friedensweg, der 327. am Sonntag, 01. November 2020, 14 Uhr, Kloster Neuendorf direkt an der B 188 Herbstspaziergang ca. 6 km

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Die etwa 30 Teilnehmenden am 327. Friedensweg wurden bei mildem Herbstwetter im Ortsteil Kloster Neuendorf empfangen. In der Ferne war der Lärm der Übung „Heidesturm 2020“ zu vernehmen. Dort werden Soldatinnen und Soldaten für einen Einsatz in Litauen vorbereitet.

Ortsbürgermeister Andreas Höppner (DIE LINKE.) gab in seiner Begrüßung einen kurzen Abriss der Geschichte des Ortsteils. In zwei Jahren soll der 790. Geburtstag gefeiert werden. Von der Ortsgeschichte ging des zu den Herausforderungen der Gegenwart. Da steht die Friedensfrage ganz weit vorn.

Auf der Kundgebung wurde Unverständnis für die Anschaffung von bewaffneten Drohnen für die Bundeswehr geäußert. Angesichts der Herausforderungen der Corona-Pandemie sind das Ausgaben, die keinen Beitrag zur Sicherheit in der Welt leisten. Ein Hoffnungszeichen ist, dass nachdem Honduras als 50. Staat den Atomwaffenverbotsvertrag ratifiziert hat, er im Januar 2021 in Kraft tritt. Nun gilt es, dass die Bundesrepublik Deutschland und die anderen NATO-Staaten diesen Vertrag unterzeichnen. Es ist anzunehmen, dass die in Büchel lagernden Atomwaffen inzwischen modernisiert sind und inzwischen zielgenauer eingesetzt werden können. Malte Fröhlich, der selbst an entsprechenden Aktionen in Büchel teilgenommen hatte, verwies auf den völkerrechtswidrigen Charakter dieser Waffen. Die juristische Auseinandersetzung mit den Einsätzen der Bundeswehr im In- und Ausland unter Berücksichtigung des Völkerrechts und bestehender Verträge beschäftigt auch die Menschen, welche wegen Betreten des Truppenübungsplatzes Altmark im Rahmen von gewaltfreien Aktionen zur Verantwortung gezogen wurden.

Weiterhin wurde zur Teilnahme an der bundesweiten Aktion „Abrüsten statt Aufrüsten“ im Dezember aufgerufen.

Das mild-feuchte Herbstwetter bescherte ein reichhaltiges Pilzangebot entlang des Weges. Das Angebot der Natur wurde angenommen, so dass der Zeitplan nicht eingehalten werden konnte und das historische Klosterensemble erst in der Abenddämmerung erreicht wurde. Ein solch friedlicher „Heidesturm“ ist viel angenehmer als das Säbelrasseln auf dem Truppenübungsplatz.
Flugblatt | Rundbrief
Meldungen/ Medien/Termine
Bild 20.10.20 | „Gesetze sind nicht in Stein gemeißelt, sondern immer eine Aushandlung und veränderbar“ Kriegsgegnerin verteidigt offensiv antimilitaristische Besetzung vor Gericht. Am heutigen Dienstag wurde eine Kriegsgegnerin vom Amtsgericht Bonn zu einem Bußgeld von 100€ verurteilt. Im Rahmen der Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen betrat sie im vergangenen Sommer das Gefechtsübungszentrum (GÜZ) Altmark, um den Übungsbetrieb zu stören. Vor dem Gericht protestierten im Rahmen einer Mahnwache mit Corona-Abstand Unterstützer*innen gegen die Kriegsübungen der Bundeswehr und die Verhängung von Bußgeldern für Aktivist*innen.
Zur Pressemitteilung
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20.10.2020 | 8. Prozess gegen Kriegsgegnerin (GÜZ-Prozesse) Amtsgericht Bonn, Wilhelmstr. 21, 53111 Bonn um 12 Uhr öffentliche Mahnwache ab 11.00 Uhr.
Am Dienstag, den 20.10. um 12 Uhr verantwortet sich eine Aktivistin vor Gericht. Julia Weise aus Lüneburg hat für eine antimilitaristische Aktion in 2019 einen Bußgeldbescheid über 200€ wegen „unerlaubten Betretens eines militärischen Sperrgebietes“ erhalten.
Zur Einladung zur Prozessbegleitung

Vom Friedensweg, den 326.: Sonntag, 04. Oktober 2019, 14 Uhr, Lindhorst, Dorfanger - Tag der Regionen - Kräuterwanderung etwa 5 km

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Der Einladung zum 326. Friedensweg am Lindhorster Anger folgten 51 Freundinnen und Freunde einer militärfreien Colbitz-Letzlinger Heide. In den einleitenden Worten zum Projekt Anger als Mitmachaktion für einen Mehrgenerationen-Begegnungsort sprach Heidrun Wehde. Sie erläuterte, dass schon die Gehöfte bei der Errichtung mit ihren Giebeln auf diesen Platz ausgerichtet wurden. Der Anger als Dorfplatz in Gemeinbesitz war früher ein Ort für die Begegnung und gemeinschaftliche Aktivitäten. Darauf zielt auch das Projekt des Förderverein Colbitz-Letzlinger Heide nachhaltig e.V. Mit der Umgestaltung soll dieser Platz ein Ort der Kommunikation und Begegnung werden. Noch in diesem Jahr soll es eine Heckenbepflanzung geben und im Folgenden die Installation eines hölzernen Lindwurms für Kinder als Spielgerät. Das Projekt wird durch die Partnerschaft für Demokratie des Landkreises gefördert und erhält bei der Gestaltung auch professionelle Hilfe durch eine Landschaftsgärtnerin. Die Vorsitzende des Fördervereins Colbitz-Letzlinger Heide nachhaltig e. V. Heidrun Wehde nimmt Bezug auf das Motto des heutigen Tages der Regionen 2020 "verwurzelt - weltoffen – klimabewusst“. Sie sieht die Arbeit an diesem Projekt als konkreten Beitrag für eine friedliche und nachhaltige Regionalentwicklung und bittet um Mitwirkung und Unterstützung.

Schon vor der Kundgebung wurden Tafeln ausgelegt. Darauf fanden sich Worte wie Frieden, Klima Freiheit, Würde, Individualität, Care, Sorge, Unversehrtheit, Wertschätzung, Leben, Respekt Humanität. Die Tafeln waren staubig und mit Reifenspuren versehen. Malte Fröhlich nahm Bezug auf diese Tafeln. Er erläuterte: "Diese Tafeln mit Grundwerten der Gesellschaft lagen in Salchau aus., jenem Ort (Wüstung), den wir als "Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen“ Mitte September auf dem Truppenübungsplatz zwei Tage besiedelten." Und berichtete weiter, dass sich die Spuren von Polizei- und Militärfahrzeugen darauf befinden."Diese Tafeln wurden bewusst von diesen Fahrzeugen überrollt, während erste Fahrzeuge die Demonstrationstafeln noch respektierten.“ Die Symbolik des Handelns der "Sicherheitskräfte“ spricht für sich. Die Tafeln hatte Katja Tempel aus einer vergangenen Kunstaktion mitgebracht und in Salchau wieder verwendet. Während der Besiedlung Salchaus wurden Kraniche gefaltet. Origami-Kraniche gelten als Zeichen des Mutes für ein Leben ohne Atomwaffen. Diese Kraniche können nun gegen eine Spende für die Aufwendungen der Gewaltfreien Aktion und die laufende Prozesskampagne erworben werden.

Über seine Teilnahme und Eindrücke vom »Elbe Day« am vergangenen Sonnabend in Torgau gab Peter Haese einen Bericht. Die Friedensbewegung und ein linkes Bündnis (Siehe JW) erinnerte am 3. Oktober in Torgau coronabedingt verzögert an den 75. Jahrestag des "Historischen Handschlags“ und warnte vor Geschichtsverfälschungen. Am 25. April 1945 gab es hier die erste Begegnung US-amerikanischer und sowjetischer Truppen auf deutschem Boden 1945. Der Wunsch dieser Soldaten an die Völker aller Nationen ihre Differenzen in Zukunft ohne Krieg zu lösen und gemeinsam für das Wohl aller Menschen zu arbeiten, bleibt stärker denn je aktuell. Aufrüstung, Waffenexporte und Kriegsübungen wie bei Defender in Richtung Russland bringen mehr Unsicherheit, so Peter Haese. In diesem Zusammenhang informierte er über angekündigte Proteste gegen die Erhöhungen der Rüstungsausgaben am 5. Dezember 2020 in Berlin.

Martin aus dem Wendland wies darauf hin, dass auf die Colbitz-Letzlinger Heide eine neue Herausforderung zukommt: die Bundesgesellschaft für Endlagerung BGE hat kürzlich ihren Zwischenbericht vorgestellt, in dem potentiell geeignete Standorte für die dauerhafte Lagerung von Atommüll ausgewiesen werden. (www.bge.de/de/endlagersuche/zwischenbericht-teilgebiete/) Die Salzstöcke Colbitz und Zobbenitz-Potzehne, deren Eignung auf der Prüfliste standen, sind darin erfreulicherweise nicht explizit aufgeführt. Dafür sind aber weite Flächen Sachsen-Anhalts für prinzipiell geeignet erklärt, darunter der gesamte Bereich des GÜZ nördlich einer Linie Letzlingen-Dolle, flache Salzvorkommen südlich davon und einige Salzstöcke in der näheren Umgebung. Außerdem stellte er die aktuelle Ausgabe der "anti atom aktuell“ - Zeitung für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen - vor (www.anti-atom-aktuell.de). Titelthema des neuen Hefts ist “soziale Bewegung in schwierigen Zeiten“; er legte Exemplare zum Nachlesen aus.

Nach der Kundgebung startete die Wanderung mit der Kräuterfrau Anke Jäger. Das interessierte Publikum erfuhr viel über die Wildkräuter am Weges- und Ackerrand. Die Gesundheitsberaterin sprach darüber, dass diese Gewächse wichtige Mineralien und Spurenelemente beinhalten, aber auch die für den Körper nötigen Bitterstoffe. Auf der Wanderung brauchten die Wildkräutefreunde*innen etwas mehr Zeit. Zu finden und zu besprechen waren u.a. Löwenzahn, Franzosenkraut Ackersaudiestel, Wiesenlabkraut, weiße Taubnessel, Malve, Steinklee, Sauerampfer, Brennnessel, Natternkopf u.a. Es zeigte sich: Gegen fast alles ist ein Kraut gewachsen.

Am Anger gab es an der dortigen Holzbank das Picknick. Anke Jäger präsentierte frischen Wildkräutersalat auf dem Salatblatt, aber es gab auch ein reichhaltiges Büffet mit frischem selbstgebackenen Kuchen und weiteren guten Gesprächen.


Flugblatt | Rundbrief


Aktivist*innen besetzen Truppenübungsplatz Altmark - Bundeswehr muß Kriegsübung stoppen
Bild CC BY-SA 19.9.2020, 18.30 Uhr Erfolgreiche Besetzung beendet 20 Friedens-Aktivist*innen haben heute ihre Besetzung des Gefechtsübungszentrum Heer (GÜZ) beendet. Sie wollten mit ihrer Aktion auf die Kriegsvorbereitungen in der Altmark aufmerksam machen. Die Bundeswehr musste ihre militärischen Übungen einstellen. Die Gruppe war zu Fuß am gestrigen Tag auf das Gelände gelangt und hatte dort angefangen eine bunte Siedlung zu errichten. Zelte wurden ausgepackt, eine Leseecke mit mitgeführten Büchern eingerichtet; ein Pfad des Friedens und Beete angelegt. Erst nach einiger Zeit wurden die Besetzer*innen von Feldjägern entdeckt. Als Reaktion musste die Bundeswehr die Militärübungen stoppen, da es Unsicherheit gab, wie viele Aktionsgruppen noch auf dem Platz seien. Die Besetzer*innen werten das als großen Erfolg. Katja Tempel: „Mit nur 20 entschlossenen Menschen kann es tatsächlich gelingen, das Militärgetriebe zum Stoppen zu bringen. Wenn regelmäßig auf allen Truppenübungsplätzen Aktionen stattfinden würden, könnte das Töten nicht mehr geübt werden“. Die Kriegsgegner*innen entschieden sich, nach 30 Stunden Besetzung ihre Aktion selbstbestimmt zu beenden. Sie wählten als Rückweg nicht den vom Militär vorgegebenen Weg, sondern gingen einen Weg, der als Todesmarschweg von KZ-Gefangenen gilt. Sie gingen diesen Weg in entgegengesetzter Richtung, um symbolisch den Weg zu verwandeln. „Nie wieder Krieg- Nie wieder Faschismus“ wurde so zu einer Forderung, die plötzlich im Gehen lebendig wurde. Zum Abschluss ziehen sie Bilanz: „Wir haben eine wunderbare Vielfalt von Menschen und Lebenskraft in die Heide gebracht; die Kriegsübungen mussten für zwei Tage unterbrochen werden und: Wir werden wiederkommen- bis das GÜZ geschlossen ist.“ weiter in der Preeserklärung
Bild 19.09.2020, Mahnwache der BI OFFENe HEIDe am 4. Tag auf dem Markt in Haldensleben. ", zwei Autofahrer unterbrachen ihre Fahrt (O-Ton: toll das ihr was/das macht), junger Haldenslebener kommt zum nächsten Friedensweg, alle nahmen Flyer/Zeitungen/Karten/...und die Pressemitteilung der gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen".
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Pressemitteilung 19.9.2020, 8:30Uhr Die Besetzung des Truppenübungsplatzes in der Altmark dauert zur Zeit noch an. Seit fast 24 Stunden halten Kriegsgegner*innen der " Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen" das kleine ehemalige Heidedorf Salchau im Herzen des militärischen Übungsgeländes besetzt. Am gestrigen Vormittags war es der Gruppe ohne Schwierigkeiten gelungen den Platz zu betreten. Sie besiedelten Salchau und verbrachten den Tag mit Workshops, Lesungen, Einrichten einer Leseecke und legten einen Friedenspfad aus. Die Bundeswehr stoppte ihre Übungen, die Polizei stellte Personalien fest. Trotzdem verbrachten die 20 Besetzer*innen die Nacht vor Ort unter freiem Himmel Salchau. Sie protestieren damit gegen die Kriegsvorbereitungen, die von diesem Platz ausgehen und fordern die sofortige Schließung des GÜZ (Gefechtsübungszentrum) und die Rückgabe der Colbitz- Letzlinger Heide an die Bevölkerung.
Zur Zeit dauert die Besetzung noch an.

MDR 18.09.2020 Proteste in der Colbitz-Letzlinger Heide Besetzung des GÜZ: Das sind die Aktivisten hinter der Aktion

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Pressemitteilung 18.9.2020, 10:15 Uhr Aktivist*innen besetzen Truppenübungsplatz Altmark Bundeswehr muß Kriegsübung stoppen 20 Antimilitarist*innen haben am Vormittag das Gefechtsübungszentrum Heer (GÜZ) besetzt, um auf die Kriegsvorbereitungen in der Altmark aufmerksam zu machen. Jährlich üben hier mehr als 20.000 Soldat*innen aus vielen Nato-Mitgliedsstaaten den Kampfeinsatz im Ausland. „Krieg beginnt hier“ steht auf einem der Banner.
Die Aktivist*innen gelangten fast ungehindert auf den 230km² großen Truppenübungsplatz. Ihr Ziel war das ehemalige Heidedorf Salchau, dass 1936 für die Truppenübungsplatznutzung weichen musste. Sie hängten Wäsche auf, begannen den Boden zu beackern. „Wir machen diesen Ort wieder lebendig und damit schützenswert, wie die gesamte Colbitz-Letzinger Heide“ so Helmut Adolf. „Und gleichzeitig erinnern wir an alle Menschen, die wegen militärischer Konflikte Flucht und Vertreibung erleiden mussten“ ergänzt Fedele Fried
e.
Einige der Kinder, die in Salchau aufwuchsen, lebten vor ein paar Jahren noch. So auch Günter Horn. Als 1936 das Dorfgeräumt wurde, um die militärischen Versuche zu intensivieren, sei das für ihn der Auftakt des Krieges gewesen. Das sei etwas, was er erst im Nachhinein so sehe. Er erzählte bei einer Gedenkfeier darüber, wie er als 17-Jähriger eingezogen und an der Ostfront verletzt wurde und dadurch knapp der russischen Gefangenschaft entkam. Nach dem Krieg sei er Historiker geworden, "um die Gründe herauszufinden, wie denn so ein unsäglicher Krieg mit soviel Leid beginnen konnte", sagte er. Er wünschte, er hätte es nicht getan, gestand er vor den Zuhörern. Die Gründe für Kriege mögen manchmal vertretbar sein, wenn es beispielsweise um Schutz des eigenen Landes gehe, sagte er. "Viel öfter sind sie es aber nicht. Ich kann nur hoffen, dass Deutschland solche Zeiten nicht mehr erleben muss", sagte der 90jährige im Jahr 2017. "Bitte vergesst unser Salchau nicht", schloss er seine Rede. (Quelle: Volksstimme 2012, 2017) Daran knüpfen die Besetzer*innen an: „Nie wieder Krieg“ darin sind sie sich mit Günter Horn einig und genau deswegen haben sie als Ziel ihrer Aktion Salchau gewählt.
Weiter in der Presseerklärung

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Militärübungen stoppen- Besetzung von Truppenübungsplatz geplant
"Die Aktionsgruppe GÜZ abschaffen plant im September eine mehrtägige Besetzung des Truppenübungsplatzes Altmark. Das „Gefechtsübungszentrum Heer (GÜZ)“ liegt nördlich von Magdeburg. Seit 1935 werden in dieser Landschaft Soldat*innen auf Kriegseinsätze vorbereitet. Zuerst durch die Wehrmacht, dann durch die Rote Armee und heute durch die Bundeswehr und Kräfte der NATO" Weiter z
ur Pressemitteilung

Pressemitteilung 14.9.20 Aktivist*innen warnen: Krieg mit militärischen Mitteln heute, bedeutet die Pandemie von Gewalt morgen Am heutigen Montag wurden zwei Aktive vom Amtsgericht Bonn zu einem Bußgeld von 500€ bzw. 200€ verurteilt. Im Rahmen der Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen betraten sie im vergangenen Sommer das Gefechtsübungszentrum (GÜZ) Altmark, um den Übungsbetrieb zu stören. Vor dem Gericht protestierten im Rahmen einer Mahnwache mit Corona- Abstand Bonner*innen gegen die Kriegsübungen der Bundeswehr und die Verhängung von Bußgeldern für Aktivist*innen
Zur Pressemitteilung

Bild 16.-21.September 2020, Mahnwache der BI OFFENe HEIDe in Haldensleben, Markt - jeweils ab 9 Uhr
  Einladung zur Prozessbegleitung 6. und 7. Prozess gegen Kriegsgegner*in (GÜZ-Prozesse) am 14.9.2020 Amtsgericht Bonn, um 8.30 Uhr öffentliche Mahnwache ab 8.00 Uhr in der Wilhelmstr. 21, 53111 Bonn Zur Pressemitteilung
Am Montag, den 14.9.2020 ab 8.30 Uhr stehen zwei Aktivist*innen vor Gericht. Ernst-Ludwig Iskenius aus Lübtheen hat für den Zivilen Ungehorsam in 2019 einen Bußgeldbescheid über 500€ wegen „unerlaubten Betretens eines militärischen Sperrgebietes“ erhalten; Lara Weber aus Lüneburg über 200€. Im Rahmen der Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen haben sich beide im letzten Sommer an einem Go In auf den Militärplatz beteiligt. Dabei betraten die Aktivist*innen in einer Aktion Zivilen Ungehorsams den Truppenübungsplatz Altmark in der Colbitz-Letzlinger Heide. Sie wollten den reibungslosen Übungsbetrieb rund um das Gefechtsübungszentrum (GÜZ) stören, um ihrer Forderung nach einer sofortigen Schließung des Platzes Ausdruck zu verleihen. Iskenius, als
Bild Transparenz TV | FRIEDENSAKTIONEN IN SCHNÖGGERSBURG
"Seit 1983 engagiert sich Malte Fröhlich aus Stendal gegen die Militarisierung in seiner Umgebung sowie für mehr Demokratie und Frieden. Im Jahr 2016 wurde die Bürgerinitiative „Offene Heide“ für ihr kritisches und widerständiges Engagement mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet. Von Anfang an verfolgte Malte Fröhlich die Entwicklungen des Gefechtsübungszentrums (GÜZ) des Heeres in der Altmark und insbesondere von Schnöggersburg, wo seit 2012 eine ganze Stadt zum Üben des Häuserkampfes für die Bundeswehr und auch für andere NATO-Armeen entstand." weiter auf youtube
Amtsgericht Bonn - Kritische Auseinandersetzung über Rolle von Bundeswehr im Gericht
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Pressemitteilung 08.09.2020: "Am heutigen Dienstag wurden zwei Aktivist*innen aus Stendal und Flensburg vom Amtsgericht Bonn zu einem Bußgeld von 500€ bzw. 200€ verurteilt. Im Rahmen der Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen betraten sie im vergangenen Sommer das Gefechtsübungszentrum (GÜZ) Altmark, um den Übungsbetrieb zu stören.Vor dem Gericht protestierten im Rahmen einer Mahnwache mit Corona- Abstand 20 Bonner*innen und Antimilitarist*innen, die für den Prozess aus dem ganzen Bundesgebiet angereist waren, gegen die Kriegsübungen der Bundeswehr und die Verhängung von Bußgeldern für Aktivist*innen. Zur Pressemitteilung
Bild Malte Fröhlich, Spielplatzbauer, erklärt in seinem Plädoyer: „Militärischen Schutz lehne ich für mich selbst ab, weil ich militärischer Abschreckung misstraue und ich sozialer Verteidigung erheblich mehr Kraft zutraue. Mir steht es aber nicht zu, auch allen anderen Menschen die Fiktion von Sicherheit durch Militär zu verweigern. Was ich aber erwarte ist, dass alle diejenigen, die militärischen Schutz für sich in Anspruch nehmen möchten, sehr genau darauf achten, dass der von ihnen gewünschte Schutz nicht zur Bedrohung für andere Menschen wird, die uns nichts getan haben. Die Bundeswehr muß auf den Boden des Rechts zurückgebracht werden, bis dahin ist das Betreten der Kriegsvorbereitungsflächen in der Colbitz-Letzlinger Heide ein notwendiges, ja unverzichtbares Mittel.“ Zur Verteidigungsrede | Zu den Akten- Text zu den Spätfolgen der Nato Kriegsverbrechen in Jugoslawien

In dem gemeinsam geführten Prozess beschrieb sich die Angeklagte Clara Tempel:
„Ich bin eine junge Frau, aufgewachsen in einem Land, das sich und der Welt einmal ein Versprechen gegeben hat: „Handlungen, die geeignet sind, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, sind verfassungswidrig“. Jemand hat mal gesagt. „Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen“. Warum wird dann Tag für Tag auf deutschem Boden für den Krieg geübt?“ Sie begründete ihr Handeln: „Ich kann nicht einfach zusehen, wenn sich tagtäglich Soldat*innen darauf vorbereiten, anderen Menschen das Leben zu nehmen. Wenn immer weiter eine Abschreckungs- und Bedrohungsmaschinerie aufgebaut wird, die Angst statt Entspannung schafft. Wenn so viel Geld in das Töten investiert wird, anstatt in das Leben.“
 

Am 08. September 2020 um 10 Uhr stehen Malte Fröhlich und Clara Tempel wegen Zivilen Ungerhorsam vor dem Amtsgericht in Bonn.
Im Rahmen der Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen haben sich beide im letzten Sommer an einem Go In auf denMilitärplatz beteiligt. Dabei betraten die Aktivist*innen in einer Aktion Zivilen Ungehorsams den TruppenübungsplatzAltmark in der Colbitz-Letzlinger Heide. Sie wollten den reibungslosen Übungsbetrieb rund um dasGefechtsübungszentrum (GÜZ) stören, um ihrer Forderung nach einer sofortigen Schließung des Platzes Ausdruck zuverleihen. Zur Pressemitteilung

03.09.20 | Pressemitteilung: "Kriegsgegner trifft auf offene Ohren vor Gericht - trotzdem Verurteilung wegen Störung von Kriegsübungen". Zur Pressemitteilungwww.gewaltfreie-aktion-guez-abschaffen.de

Vom Ostermarsch 2020 (nachgeholt) und 325. Friedensweg.: Samstag, 29. August 2020, 10:30Uhr zum Antikriegs-/ Weltfriedenstag – Rolandplatz in 39288 Burg (bei Magdeburg)
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Eigentlich sollte der Ostermarsch im April in Gardelegen zur Gedenkstätte Isenschnibbe führen. Verschoben wurde er coronabedingt. Am Sonnabend, dem 29. August 2020 nach Burg (bei Magdeburg) folgten nahezu 200 Teilnehmer*innen der Einladung zum geänderten Veranstaltungsort. Auf Grund der Nähe zum Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkriegs wurde beschlossen, dass der Ostermarsch dort stattfindet, wo infolge der 300-jährigen Militärtradition und der intensiven Zusammenarbeit zwischen der Clausewitz-Kaserne und der Stadt Burg am 31. Januar 2013 eine schon lang gewollte Patenschaft geschlossen worden war. Aktueller Anlass für die Kundgebung ist die Rolle der Bundeswehr und ihres dortigen Logistikbataillons 171 „Sachsen-Anhalt“ bei den neuerlichen Feldzügen an die Grenzen Rußlands. Wegen seiner Lage in der Nähe der Autobahn A2 wird das Logistikbataillon gern von NATO-Truppen auf dem Weg zu Übungen wie DEFENDER oder zur Dauerpräsenz in Osteuropa („Vorneverteidigung“) aufgesucht, um dort zu tanken oder sonstige Unterstützung zu erhalten. Die Bundeswehreinrichtung in Burg ist an so manchem Auslandseinsatz der Bundeswehr beteiligt.
Aufruf | Rundbrief

Aktionen und Beiträge
10:30 Uhr Begrüßung
durch Kerstin Auerbach Vorsitzende des Kreisverbandes DIE LINKE. Jerichower Land

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Worte aus der Kirche
durch Jens Lattke, Friedensbeauftragter der EKM: "
In unserer Gesellschaft – uns – würde Jesus heute nicht die Geschichte vom Barmherzigen Samariter erzählen, sondern vom guten Afghanen, vom barmherzigen Syrer, vom guten Somali. Er würde fragen, wen wir zu unserem Nächsten machen. Gehen wir an den Geschlagenen, an den Opfern von Krieg und Gewalt achtlos vorbei? Halten wir den Ruf nach mehr Waffen, mehr Abschreckung für die bessere Lösung, um nicht selbst unter die Räuber zu fallen? Oder glauben wir an die Kraft des Guten? Üben wir tätige Nächstenliebe und wenden uns den Opfern zu? Stehen wir ein für Solidarität und Mitmenschlichkeit?" Zur Rede

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Entrée mit Tupamaro (Fionn Stacey)
Mit sanften Melodien unterlegter, nachdenklich scharfzüngiger junger politischer Rap wird zu bombiger Provokation – als Ausgangspunkt aktiver solidarischer Bewegung.

Ich hab sie alle gesehn // ich hab sie nie aus den Augen verlorn // ich sah den Krieg, sah sie fliehn // sah den grausamen Zorn // sah sie alle salutiern zu 'ner staubigen Norm // sah sie marschiern und verliern zwischen Auen und Korn // zwischen Kimme und Korn // mordend für Gewinne sind die Sinne erfrorn // Ich sah die Spinne in dem Spinnennetz // und sah ich über mich - sah ich immer, wer die Klingen wetzt // ich sah immer, wer die Waffen baut // doch lärmte auch die Industrie, blieben doch die Massen taub // manche werden depressiv, manche Leute rasten aus // ..."

Wir empfehlen zum Nachhören seine CD "Tupamaro - Gottverdammt".
Zu beziehen z.B. als Artikel Nummer 795307 im Online-Shop der Zeitung "Junge Welt"

Ostermarsch (nachgeholt)-
als Demonstration auf dem Fahrrad
zur Clausewitz-Kaserne in der Thomas-Müntzer-Straße

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Bild 11:55 Uhr Es ist FÜNF vor ZWÖLF - Beginn der Mahnwache an der Einmündung der Thomas-Müntzer-Straße
Kundgebung vor der Kaserne
Bild mit Matthias-W. Engelke, Förderkreis Darmstädter Signal - Das kritische Forum für Staatsbürger in Uniform
"Für die Bundeswehr ist dies ihre eigene Religion: Die Unterscheidung von drinnen und draußen, von Bürgern in Uniform und Bürgern ohne Uniform, eine Unterscheidung mit Hilfe von Abkürzungen, Zeichen, Eid und Fahnen, die Unterscheidung – im sogenannten Ernstfall – von Feind und Freund, das Üben und die Vorbereitung, ungestraft das ansonsten gesellschaftlich sanktionierte Tötungstabu auch mit gemeingefährlichen Mitteln zu verletzen und damit das Kriterium für Mord zu erfüllen und dafür auch noch die Erwartung zu hegen, Anerkennung zu finden.
Als Geschäftsführer des Förderkreises Darmstädter Signal rufe ich die Soldaten auch dieses Logistikbataillons dazu auf: Folgt eurem Gewissen! Kein Befehl hat das Recht euer Gewissen außer Kraft zu setzen. Das Soldatengesetz gibt euch das Recht dazu, Befehle auf ihre Rechtmäßigkeit zu prüfen.
Zur Rede

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und Johannes Schmidt für die SJD – Die Falken Landesverband Sachsen- Anhalt beim nachgeholten Ostermarsch: "Nein, es macht uns Sorgen, dass unsere Welt auf ungerechten Verteilungen von Gütern, Informationen und Macht basiert. Und Deutschland verteidigt seine Privilegien mit aller Brutalität. Denn wir stehen bei diesem Unrecht auf der Gewinnerseite. Wir leben in einem Land, in dem um Kindersoldaten trotz des unterzeichneten UN-Beschlusses regelrecht geworben wird, über Kampagnen oder YouTube-Serien, wo es normal zu sein scheint, dass die Bundeswehr Werbung an Schulen machen darf. Wir machen uns Sorgen um die jungen Menschen, die auf Grund von Perspektivlosigkeit oder Glorifizierung zur Bundeswehr gehen." Zur Rede


14:15 Uhr Kundgebung auf dem Rolandplatz
es sprachen
Bild Ariane Dettloff, Redaktion „Contraste“ und „Initiative Büchel atomwaffenfrei - jetzt!“
"Als eine der „Widerständigen Alten“ habe ich 2018 mit einem Go In auf die Startbahn der Tornados in Büchel –wenn auch nur für kurze Zeit - das Bundeswehr-Training für einen neuen Atomkrieg im Rahmen der Nuklearen Teilhabe behindert. Dafür sind wir vom Amts- und Landgericht zu jeweils 30 Tagessätzen, ersatzweise Haft, verurteilt worden. Unser „Vergehen“ wurde als „Hausfriedensbruch“ gewertet. Obwohl: da war gar kein Haus war und gar kein Frieden. Wir haben den Richter*innen erklärt, dass wir mit unserer Aktion Zivilen Ungehorsams auf das Unrecht der völker- und grundgesetzwidrigen Stationierung von und täglichen Einsatzübung mit den US-Massenvernichtungswaffen in der Eifel aufmerksam machen wollten." Zur Rede
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Helmut Adolf hat auf die bevorstehende Besetzung des Truppenübungsplatzes vom 16.-21.September mit der "Gewaltfreien Aktion - GÜZ abschaffen" hingewiesen. Einer Aktion Zivilen Ungehorsams gegen Kriegsvorbereitungen. Er geht zur Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen, weil es diese herrliche große Landschaft der Colbitz-Letzlinger Heide verdient hat, als Naturpark zu fungieren und nicht als Teil der Kriegsmaschinerie. Im 21.Jahrhunder hat die Menschheit verdient, friedliche Konfliktlösungen zu leben, so seine Überzeugung..

www.gewaltfreie-aktion-guez-abschaffen.de

Bild Kristin Heiß, Mitglied des Landtages Sachsen-Anhalt, DIE LINKE.
"Wir lehnen Aufrüstung, Waffenexporte und Auslandseinsätze der Bundeswehr sowie jegliche deutsche Unterstützung von Militärinterventionen ab. Die Militärausgaben dürfen nicht erhöht, sondern müssen deutlich gesenkt werden. Statt wie die Bundesregierung auf Aufrüstung, Konfrontation und Sanktionen gegen Russland zu setzen, ist es Zeit, eine Friedens- und Entspannungspolitik einzuleiten." Zur Rede
danach openair-Konzert mit Tobias Thiele
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Stets unterwegs zwischen Berlin und Havanna mit Liedern zwischen Wunsch und Wagnis, Krieg und Frieden und einer Portion Wachsamkeit vor der schleichenden Unterwanderung durch rechte Populisten im Alltag.

"Seitdem‘s den Ostblock nicht mehr gibt, // werden neue Feinde einfach bekriegt // und ihr schickt eure Waffen in die Welt, // verdient an Mord und Totschlag euer Geld. // Heckler und Koch und all die Meute // suchen Tag für Tag nach neuer Beute. // Komm, wir ziehen nicht in deren Kriege, // Komm, wir gehen heute in Richtung Frieden!"

Wir empfehlen zum Nachhören seine CD "Tobias Thiele - Alles kann anders sein". Zu beziehen z.B. im Online-Shop seines Eigenverlages "RedHeadMusic - Die Kulturlobbyisten" (www.redheadmusic.de).

(Beide Kulturteile wurden durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen-Anhalt gefördet.

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Begleitprogramm: Umrahmt wurde die Veranstaltung mit dem traditionellen "Oster"markt auf dem Burger Rolandplatz. Initiativen, Organisationen und Unternehmen informierten über ihre Arbeit und ihr ziviles Engagement. Eine entsprechende Versorgung gab die Möglichkeit, sich zu stärken.
Herzlichen Dank allen Helferinnen und Helfern, dem Platzmeister und allen, die die Stände und Versorgungsbereich des Marktes mit Leben erfüllt haben, dem Kreisverband der Linken, der Bühnenmoderation durch Gritt Kumar, und der uns schon seit vielen Jahren begleitenden Regie-, Bühnen-, Ton- und Lichttechnik u.v.a.
Bild Die Fahrrad-Tour Magdeburg - Burg startete vom Alten Markt Magdeburg um 08;00Uhr .
Das Tagesmotto von Tourenleiter Mario Peine lautete: "Wir bringen Frieden". In
Heyrothsberge gab es den Zustieg von Täve Schur. Für den neunmaligen Sportler des Jahres in der DDR war seine Mitfahrt im Peleton der Ostermarschierer*innen nach Burg eine politische Friedensfahrt nach den vielen sportlichen Friedensfahrten - als stets vorbildlicher Botschafter für den Frieden.
Vom Friedensweg den 324.:Sonntag, 02. August 2020, 14 Uhr, Hütten, "Platz des 11. August" direkt an der Heidestraße, Lesung mit Ernst Paul Dörfler "Nestwärme

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Der 324.Friedensweg hatte den Umweltschützer und Autoren Dr. Ernst Paul Dörfler zu Gast. 43 Teilnehmer*innen fanden sich am so genannten „Platz des 11. August“ ein.

Am 11. August 1994 hatten sich hier Menschen beim Einmarsch der Bundeswehr in den Weg gestellt. Es sollte kein Militär mehr in der geschundenen Colbitz-Letzlinger Heide hausen. Wegen Nötigung wurden drei von ihnen verurteilt. Der Ort erinnert im Gedächtnis der BI an dieses Ereignis. Helmut Adolf sprach dazu. Das große Schild in Sichtweite des Platzes macht auf die Gefahr vor Militärfahrzeugen aufmerksam und wohl auch vor jenen die sie führen.

In der Anmoderation gab es zum neuen Buch “Nestwärme “- Was wir von Vögeln lernen können“ des Bestsellerautors Dörfler und seiner Person Aufschlussreiches. Ernst Paul Dörfler sprach über die schwere Geburt des Buches. 28 Verlage hatten die Veröffentlichung abgelehnt. Herr Dörfler sprach über den Buchinhalt, die Vogelwelt mit ihren Rätseln und Wundern, die Parallelen zur Menschenwelt, darüber, dass es ein politisches Buch sei. Er erinnerte, wir stehen vor Gefährdungen wie noch nie, stellvertretend genannt wurden Frieden, Krieg, Klima, Umwelt. Mit der Frage an das Publikum, was wir von Vögeln lernen können, entspann sich ein erster Dialog, der nach der Kundgebung bei der Wanderung fortgesetzt wurde.

Mit einem Blick auf den Ostermarsch (nachgeholt) am 29.August 2020 in Burg/ bei Magdeburg und den damit verbundenen 325. Friedensweg wurde auf die ausliegenden Aufrufe und Programme aufmerksam gemacht und zur zahlreichen Teilnahme eingeladen. Mario Peine gab die Fahrradtour von Magdeburg (8 Uhr ab Alter Markt) nach Burg bekannt, ab Heyrothsberge will auch Täve Schur dabei sein.
Alternativ ist auch die Anreise mit der Bahn ab Magdeburg möglich.Bitte auch hier Fahrräder mitnehmen! Der Regionalexpress in Richtung Berlin fährt 9:08 Uhr ab Hbf. Er hat 5 große Fahrradabteile und die Fahrradmitnahme in Sachsen-Anhalt ist kostenlos.

Am Rolandsplatz in Burg ist um 10:30 Uhr Beginn unter dem Motto „Weltweite Solidarität statt internationale Kriege“. Die Demonstration führt mit/auf Fahrrädern zur Clausewitz-Kaserne. Zurückgekehrt zum Rolandsplatz gibt es dort ab14:30 Uhr auf der Bühne die Beiträge der Redner*innen und Künstler. Ein Markt der Möglichkeiten sorgt für Einblicke in das Friedens-und Umweltengagement und bietet Versorgungsmöglichkeiten. Mit dem Wechsel des Demonstrationsortes nach Burg /bei Magdeburg will das Aktionsbündnis auch deutlich machen: Stopp laufender und künftiger Defenderübungen der US-Streitkräfte mit Nato-Unterstützung in Richtung russische Grenze, Geld für die Gesundheit statt für die Rüstung und ja, wenn das US –Militär abzieht, dann auch mit seinen Atomwaffen.

Weitere Informationen gab es zum Gedenken und den Mahnwachen zu den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki vor 75 Jahren, den Planungen zu einem Magdeburger Friedensfestival vom 4.-6. September.

Die interaktive Wanderung dann mit Dr. Ernst Paul Dörfler bescherte lichte Momente. Die Vogelwelt zeichnet sich nicht nur durch Nachhaltigkeit aus, sondern besonders auch durch Friedfertigkeit. Sie verzichten auf Gewalt (zumindest innerhalb der eigenen Art), kein Töten, kein Blutvergießen - daran können wir lernen. Um das Revier wird durch Gesang gestritten, der Unterlegene zieht sich zurück.
An einer Blütenwiese mit gelben Königskerzen gab es nicht nur ein mit Mundharmonika untermaltes Singen der Vogelhochzeit, sondern ein Picknick mit Abstand – und die gewachsene Überzeugung: Zurück zur Natur. Das heißt auch, den Klimakiller Militär in die Konversionsmühle, unsere menschliche Daseins- und Lebensweise in die Nachhaltigkeitsschule. Damit es fitte flugfähige Jungvögel gibt, braucht es wieder Insekten auch aus dem Lebensraum Wald.

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Hiroshima und Nagasaki Mahnen.Für das UN-Atomwaffenverbot.- Anlässlich des Atombombenabwurfs auf Hiroshima und Nagasaki vor 75 Jahren führen die Oldies for future vom 06.08.2020 -08.08.2020 täglich von 12-18 Uhr vor dem Allee-Center (Ernst-Reuter-Allee) in Magdeburg eine Mahnwache durch.

Siehe auch Fotoaktion: Hiroshima und Nagasaki mahnen

Bild 16.07.20 PM Gewaltfreie Aktion GÜZ abschaffen - Bußgeld für Störung von Kriegsvorbereitung in der Altmark. "Am heutigen Donnerstag wurde ein Musiker aus Herford vom Amtsgericht Bonn zu einem Bußgeld von 400€ verurteilt. Im Rahmen der Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen betrat er im vergangenen Sommer den Truppenübungsplatz Altmark, um den Übungsbetrieb zu stören.Vor dem Gericht protestierten im Rahmen einer Mahnwache mit Corona- Abstand internationale Aktivist*innen und Bonner*innen gegen die Kriegsübungen der Bundeswehr und die Verhängung von Bußgeldern für Aktivist*innen.
Bevor Gerd Büntzly heute vor Gericht erschien blockierte er zusammen mit einer internationalen Gruppe die Zufahrt zum Fliegerhorst und Atomwaffenstandort Büchel. Rechtzeitig erschien er trotzdem vor Gericht und argumentierte, dass die Bundeswehr das Gelände der Colbitz- Letzlinger Heide widerrechtlich nutze. Dort würden Angriffskriege vorbereitet, die gegen Art. 25 und Art. 26 des Grundgesetz verstießen. Auch würde dort der Einsatz der Bundeswehr im Inneren geübt (Aufstandsbekämpfung)- alles zur Gewinnerzielung des neuen Betreiber SAAB...." Zur vollständigen Pressemitteilung
Bild 2. Prozess gegen Kriegsgegner Amtsgericht Bonn Wilhelmstr. 21; 53111 Bonn 16.7.2020, 15.15 Uhr öffentliche Mahnwache ab 14 Uhr in Kooperation mit pax christi
Zur Presseeinladung der Gewalfreien Aktion GÜZ abschaffen

Vom Friedensweg den 323.: Sonntag, den 05. Juli 2020 um 14 Uhr.Colbitz, Ampelkreuzung an der B 189, Wanderung etwa 4 km - Wir umrunden das Wasserwerk -

Foto: Edgar Kürschner
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Nach der Begrüßung erinnerten sich die Teilnehmer*innen an den vor wenigen Tagen verstorbenen Heinrich Fink. Prof. Heinrich Fink sprach im Jahr 2010 beim Ostermarsch in Gardelegen zu uns. Zu dieser Zeit war er Vorsitzender der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten. Er war Theologe und Hochschullehrer, der erste im April 1990 frei gewählte Rektor der Humboldtuniversität. Siehe auch vvn-bda.de

Ecky Jahn von AUFSTEHEN Region Magdeburg informierte über eine Mahnwache die am 6.8.in Magdeburg erfolgen soll.(Siehe auch www.hiroshima-nagasaki.info  und Ernst-Ludwig Iskenius bei www.nuklearban.de ) Aus einem offenen Brief zur angekündigten US-Truppenreduktion zitierte er die Forderung, dabei auch die US-Atomwaffen aus diesem Land zu entfernen. Zur Diskussion um die Wiedereinführung der Wehrpflicht, wurde bemerkt: "Es sei lachhaft, dass so erfolgreich gegen Rechtsextremismus in der Bundeswehr vorgegangen werden könne."

Danach sprach Peter Haese, er gab einen Ausblick auf die Vorbereitung des 29.08.2020. An diesem Termin soll das verschobene Ostermarschprogramm mit Blick auf den Weltfriedens- und Antikriegstag realisiert werden. Eine Veränderung des Veranstaltungsortes ist vorgesehen, jetzt wird der 325.
Friedensweg nach Burg führen. Dort befindet sich die Clausewitz-Kaserne, sie ist in Deutschland der aus militärischer Sicht bedeutendste Übernachtungs- und Fahrtunterbrechungsort bei der wegen der Pandemie unterbrochenen Großübung "Defender 2020“ und seinen Folgeübungen. Mit ihrer Forderung „Weltweite Solidarität statt internationale Krieg“ will sich das Aktionsbündnis dem Defender-Säbelrasseln entgegen stellen.

Über den Verlauf seines Prozesses am 25.06.2020 beim Amtsgericht Bonn berichtete Helmut Adolf. Erneut saß ihm als Richter Herr Schneider gegenüber und verurteilte ihn wegen des Betretens des militärischen Sperrgebietes zu 500 Euro Strafe. Im August 2019 hatte er am GO-In zur Kriegsübungsstadt Schnöggersburg der „Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen“ teilgenommen. Gegen das Urteil legte er Widerspruch ein. Helmut Adolf forderte auf, mit mehr Konsequenz dem illegalen Agieren der Politik und des Militärs entgegen zu treten(Siehe Verteidigungsrede). Mit der Besetzung des Truppenübungsplatzes(GÜZ) Altmark vom 16.-21.September soll den Gesetzesbrüchen des Staats entsprechender friedlicher Widerstand entgegen gesetzt werden.

Das Umrunden des Wasserwerkes in Colbitz war ein Signal gegen die Gefährdungen des Trinkwassers. Der Einsatz von gesundheitsschädlichen Feuerlöschschäumen mit per- und polyfluorierten Chemikalien führte auch in der Colbitz-Letzlinger Heide zu Verdachtsflächen.Diese Gefährdungen gehen einher mit dem Klimawandel und seinen Ursachen. Ein Klimakiller sind Krieg und Militär. „Der Klimawandel führt zu weniger Wasser und schlechterer Wasserqualität. Im Gegenzug wirkt nachhaltiges Wassermanagement dem Klimawandel positiv entgegen.“ so das Resümee des Weltwasserberichtes 2020. Ein Achtungszeichen zum Abschluss des Friedensweges mit seinen 39 Teilnehmer*innen.

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Bild 25.6.2020 Kriegsgegner klagt Bundesregierung an und wird verurteilt
Am heutigen Donnerstagnachmittag wurde einer der Sprecher der Bürgerinitiative OFFENe HEIDe vom Amtsgericht Bonn zu einem Bußgeld von 500€ verurteilt. Im Rahmen der Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen betrat er im vergangenen Sommer den Truppenübungsplatz Altmark um den Übungsbetrieb zu stören. Vor dem Gericht protestierten im Rahmen einer Mahnwache mit Corona-Abstand Bonner*innen gegen die Kriegsübungen der Bundeswehr und die Verhängung von Bußgeldern für Aktivist*innen. Helmut Adolf erklärte vor Gericht: „Es ist an der Zeit, die Handlungen der politisch Verantwortlichen hinsichtlich des Völkerrechts unter die Lupe zu nehmen. Regierungshandeln ist nicht per se richtig. In diesem Sinne sehe ich mein Handeln, weniger als Angeklagter, mehr als Ankläger.“(Siehe Verteidungsrede) Konkret setzt er sich mit seiner Teilnahme an gewaltfreien Aktionen auf dem „Gefechtsübungszentrum Heer“ gegen die Kriegsvorbereitungen in der Altmark ein. (weiter siehe Pressemitteilung GA GÜZ abschaffen)
Bild Am 25. Juni 2020, 15:30 Uhr hat Helmut Adolf vor dem Amtsgericht Bonn, Wilhelmstraße 21, Sitzungssaal S 2.12. einen Verhandlungstermin. Erst nach seinem Widerspruch wurde sehr kurzfristig eine Hauptverhandlung angesetzt. Im August 2019 hatte er am GO-In zur Kriegsübungsstadt Schnöggersburg der „Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen“ teilgenommen, mit rechtfertigenden Notstand, „um Bedrohungen des Friedens zu verhüten und zu beseitigen, Angriffshandlungen und andere Friedensbrüche zu unterdrücken“ (Aus der Charta der Vereinten Nationen: Artikel 1). Siehe auch Presseeinladung der "Gewaltfreie Aktion GÜZ abschaffen" zum Prozessauftakt gegen Kriegsgegner
Vom Friedensweg den 322.: Sonntag, den 07. Juni 2020 um 14 Uhr am Landsberg direkt an der B189 zwischen Dolle und Lüderitz, Treffpunkt östlich der B 189.

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Der 322. Friedensweg hatte vielfältigen Zuspruch. 54 Teilnehmer*innen wurden gezählt. Eine bunte aussagenstarke Mahnwachenkette erinnerte an der B189: Wir stehen in der Pflicht Aufrüstung, Kriegsvorbereitung und Kriegsbeteiligung zurückzudrängen! Torsten Schleip von DFG-KG OST machte darauf aufmerksam, dass unter dem Bezeichnung Defender Europe 2020 Plus nun das US-Großmanöver fortgesetzt wird. Die Richtung der Kriegsübungen auf der Ostsee und in Polen ist Russland. Ein gefährliches Säbelrasseln. Mit dem Hinweise auf den Independence day am 4.Juli regte er an, mit dezentralen Aktionen für ein Mehr an Unabhängigkeit von der USA und der Nato zu sorgen.

Am Mikrophon wurde dann der Kalender der Bürgerinitiative für das Jahr 2021 vorgestellt. Unter dem Moto "Natur im Heideland" kommt es in jedem Monat zu einer bildlichen Begegnung mit den Schönheiten der Colbitz-Letzlinger Heide verbunden mit dem Wunsch nach einer militärfreien Heide - Keine Truppenübungsplätze im Land.

Malte Fröhlich sprach über das Engagement gegen die Stationierung von Atomwaffen in Büchel und die derzeit laufenden Verfahren zu Go-In-Aktionen. Er unterstrich bei dieser Atowaffen-Stationierung handelt die Bundesrepublik völkerrechtswidrig. Im Urteil des Internationalen Gerichtshofes Den Haag 1996 wurde das begründet. Die Verantwortlichen für die Massenvernichtungsmittel wie diese Atombomben gehören auf die Anklagebank, nicht die Friedensaktivisten! So verstehen sich die Aktivisten auch als Ankläger gegen die Rechtsbrüche der Bundesrepublik..
Siehe Atomwaffenfrei.Jetzt , | SWR Bericht Auf Fliegerhorst Büchel eingedrungen Friedensaktivisten vor Gericht in Cochem | Die Atomare Teilhabe MONITOR vom 28.05.20

Auf den rechtfertigenden Notstand beruft sich auch die "Gewaltfreie Aktion GÜZ abschaffen"(GA GÜZ). Sie gab bekannt: Aufgrund der aktuellen Situation haben wir uns dazu entschieden, unsere Aktion Zivilen Ungehorsams zu verschieben. Statt im Juni wird sie nun im September vom  16-21.September) stattfinden. DIe GA GÜZ sieht ihr Handeln als legitim und notwendig an, weil Krieg, Rüstung und Kampfeinsätze der Bundeswehr nur zu Tod, Leid und Elend führen, niemals aber zu einer Lösung von Konflikten.Siehe www.gewaltfreie-aktion-guez-abschaffen.de

Weiterhin brachten sich die Vertreter*innen aus der Sammlungsbewegung „aufstehen“ aus Brandenburg an der Havel, Leipzig, Region Magdeburg sowie des Vereins der Weltfriedensglockengesellschaft - Berlin/Für eine atomwaffenfreie Welt und der Kampagne NATOraus.de mit Wortmeldungen und ihren Tansparenten ein.
Zum Abschluss des Friedensweges gab es entlang der Grenze zum "Militärischen Sicherheitsbereich" eine Mahnwachenkette, um den "Homo militaris" mit seinem Rüstungswahnsinn einzugrenzen, ihn symbolisch zu verdrängen.

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Bild 08.05.2020 | Die BI OFFENe HEIDe beteiligte sich in Stendal und Magdeburg am Gedenken und Mahnen zum Tag der Befreiung vom Faschismus in Stendal und Magdeburg. In ihrer Petition "8. Mai zum Feiertag machen" bezeichnete Esther Bejerano, Holocaust-Überlebende, diesen Tag als einen „Tag, an dem die Befreiung der Menschheit vom NS-Regime gefeiert werden kann. Das ist überfällig seit sieben Jahrzehnten.
Bild Am 13.April 2020 war die Gedenkstätte Felscheune Isenschbibbe in Gardelegen unter Auflagen zugänglich. Besucher*innen legten in Erinnerung an den 75.Jahrestag des Feldscheunen-Massakers dem 1016 Menschen zum Opfer fielen, Blumen nieder. Link zur Gedenkstätte
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03.04.2020, Magdeburg | Das größte NATO und US-Manöver in Europa seit 25 Jahren ist am Coronavirus gescheitert, doch die US-Militärs planen schon die nächsten Manöver in Mitteleuropa. Der Protest bleibt also aktuell und kann, wie hier in Magdeburg auch unter Einhaltung aller Beschränkungen sichtbar werden!
Unter dem Titel „Die Raserei des Virus offenbart die Narretei des Krieges“ richtete sich UN-Generalsekretär António Guterres am 23.3.2020 an die Weltbevölkerung und die Regierungen rund um den Globus. Dabei unterstrich er zunächst, dass das Virus eine Bedrohung für alle darstellt – unabhängig von Zugehörigkeit, Nationalität, Ethnizität und Glauben – und dass ihm die ohnehin Marginalisierten und Verwundbarsten am stärksten ausgeliefert sind.Vor diesem Hintergrund rief er zu einem „unverzüglichen, globalen Waffenstillstand in allen Ecken der Welt“ auf.

Siehe auch radioflora: Defender Europe 2020 – Corona stoppt Großmanöver

Der Ostermarsch kann zum geplanten Zeitraum nicht stattfinden.
Das Programm des Ostermarsches wird auf den 29. August 2020 verlegt
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Der Ostermarsch kann zum geplanten Zeitraum nicht stattfinden. Das gesamte Programm wird im Rahmen eines Friedensweges in zeitlicher Nähe des Weltfriedenstages am Sonnabend, den 29. August 2020 ab 10.30 Uhr (in Burg!!)nachgeholt. Die gemeinsame Anfahrt mit dem Fahrrad oder Auto soll es auch geben. Die Gedenkstätte Isenschnibbe ist zurzeit geschlossen. Diese war auch eine geplante Station des Ostermarsches. Der 13. April 2020 ist genau der 75. Jahrestag des Massakers an der Feldscheune. Der Ostermarsch lebt vom gemeinsamen Handeln der Teilnehmenden. Das ist auf Grund der gegenwärtigen Restriktionen nicht möglich. Außerdem gehört zum Ostermarsch bei uns immer der Ostermarkt. Ein Mindestabstand von 1,5 m zwischen den Menschen ist also Gebot der Stunde. Aus einer gesunden Distanz muss man auch einige Nachrichten, auch die offiziellen, die auf Papier oder elektronisch auf uns einfliegen, betrachten. Das ist nicht nur in Zeiten von Corona notwendig. Die einschneidenden Maßnahmen werden damit begründet, dass das Gesundheitssystem nicht überlastet wird. So? Kürzlich war noch zu vernehmen, dass in der Bundesrepublik gemessen an der Bevölkerung zu viele Krankenhausbetten existieren und man reduzieren müsse. So wurde auch das Krankenhaus in Wolmirstedt geschlossen. Hier passt gut der Appell rein, der vom Netzwerk Friedenskooperative initiiert wurde. Rundbrief

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Der angesagte US Army Europe Rockband Auftitt kam am 12. März in der Magdeburger Johanniskirche aus viralen Gründen nicht zustande. Doch der Grund für die Mahnwache entfiel nicht. Die Mahnwache machte ihren Protest gegen die militärische Mobilmachung mit dem Kriegsmanöver Defender 2020 in Richtung russische Grenze hör- und sichtbar. Die durch NATO und EU erklärte Rückkehr zu einer Politik der Abschreckung, die für einen langen Zeiraum getroffenen Planungen zum Ausbau der militärischen Kapazitäten insbesondere der militärischen Mobilität (Link) bringen nicht mehr Sicherheit, sondern erhöhen die Kriegsgefahr, so die übereinstimmende Meinung. Die über 60 Teilnehmer*innen der Mahnwache bekräftigten ihr Ja zu Frieden, Entspannungspolitik und Abrüstung auch mit Friedensliedern.

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Mahnwache am 12. März (Donnerstag) ab 17 Uhr an der Johanniskirche in Magdeburg unter dem Motto „NEIN zu Kriegsmanövern! - Stopp Defender 2020“ Anlass ist das „musikalisches Dankeschön“ der US Army Europe Rockband an die von DEFENDER Europe 2020 betroffenen Landeskommandos um 19 Uhr in der Johanniskirche . Flugblatt

 

Vom Friedensweg, den 321.: 01. März 2020, 14 Uhr Hillersleben, an der Kirche Wanderung etwa 4 km Schnuppertraining für Aktionen

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Zum 321. Friedensweg am ersten Tag des meterologischen Frühlings kamen über 50 Teilnehmer*innen nach Hillersleben. An der Mauer zur Kirche des Klosters Hillersleben gab es die Kundgebung. Sie begann mit Informationen zum NATO Manöver Defender 20..(Tagesspiegel) Es ist das größte Manöver von Landstreitkräften in Europa seit dem Ende des Kalten Krieges. 20.000 Soldat*innen kommen aus den USA, die Panzer und weiteres Material per Schiff über den Atlantik. Deutschland bildet die logistische Drehscheibe.Die Bundeswehr unterstützt nicht nur. Über 37 000 Soldat*innen aus der NATO fahrten in Richtung der russische Grenze, auch über den Standort Burg. Ein Signal der Kraftmeierei und der Kriegsbereitschaft. – eine Drohgebärde. Am Vormittag fuhr ein Zug mit Panzern der US-Army auf der Eisenbahnstrecke nach Berlin gen Osten. Konfrontation ist das falsche Zeichen. Die Bürgerinitiative tritt für Entspannung gegen provokante Kriegsmanöver ein. (www.antidef20.de Kontakt: defender20@offeneheide.de) Wir wollen unseren Protest sichtbar machen und werden unter anderem mit zwei auf dem Friedensweg vorgestellten Transparenten in Aktion sein.: „Soldiers abroad: Staying at home saves your planet“  und „US-Army: Dirtiest footprint worldwide
So werden wir am 12. März (Donnerstag) auch ab 17 Uhr an der Magdeburger Johanniskirche zu sehen sein. Eine Mahnwache unter dem Motto „NEIN zu Kriegsmanövern! - Stopp Defender 2020“ wurde von der Bürgerinitiative angekündigt. Anlass ist das „musikalische Dankeschön“ der US Army Europe Rockband an die willfährig DEFENDER Europe 2020 unterstützenden Landeskommandos um 19 Uhr in der Johanniskirche.
Zum nächsten Friedensweg, dem 322. gab es die frisch gedruckten Aufrufe. Es ist zugleich der Ostermarsch am 13. April in Gardelegen (Beginn 10:30 Uhr auf dem Rathausplatz). Darüber wurde während der Kundgebung gesprochen und die Denkwürdigkeit des Tages hervorgehoben.

In einem Kundgebungsbeitrag dankte Rudolf Pasemann der Bürgerinitiative dafür, dass sie seinen Widerstand gegen den Missbrauch der Colbitz-Letzlinger Heide in den letzten Jahrzehnten weiter geführt hat. Er gehörte zu jenen, die sich am 11. August 1994 dem Überfall der Bundeswehr auf die Colbitz-Letzlinger Heide in den Weg stellten und zusammen mit Dr. Erika Drees und Regina Blenkle u.a. zu Geldstrafen wegen Nötigung verurteilt wurden.

Der Friedensweg
führte durch den Ort, dabei auch an das Gelände der ehemaligen Heeresversuchsanstalt Hillersleben. Ein Tatort, ein Ort, an dem 1935 Rüstung entwickelt und getestet wurde.Der 2. Weltkrieg begann unter anderem so auch hier. Auch heute ist das ein so genannter Militärischer Sicherheitsbereich. Mit erheblicher Präsenz bekräftigten Beschäftigte des GÜZ-"Sicherheitsdienstes" das Betretungsverbot. Sie standen hinter dem Schlagbaum und hinter ihnen der Truppenübungsplatz Altmark mit der Kriegsübungsstadt Schnöggersburg. Die Wache ließ sich bei Ihrer Arbeit nicht gern fotografieren. Es bleibt dabei - der Krieg beginnt hier.

Mit dem neuen Dorfgemeinschaftshaus hatten wir einen guten Ort fürs Kaffeetrinken und fürs Aktionstraining gefunden. Wieder einmal hat sich gezeigt, dass wir zum Kuchenbacken kein Training durchzuführen brauchen, denn es gab ein vielfältiges Angebot an schmackhaften Kuchen. Zum Training ist Clara Tempel vom Jungen Netzwerk für politische Aktionen (JunepA) angereist. Durch das kurze Schnuppertraining im Schnelldurchlauf zog sich wie ein roter Faden, dass wir unserem Gegenüber von Polizei, Bundeswehr und Wachdiensten immer auch als Mensch sehen müssen. Das ist ein wichtiges Element für gewaltfreie Aktionen.(www.gewaltfreie-aktion-guez-abschaffen.de) Ein Teilnehmer sagte „Wir hätten das Training vorher durchführen müssen und dann an den Schlagbaum gehen sollen.“


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Meldungen/ Medien/Termine

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Beim Klimastreik der Fridays-for-Future am 28.02.2020 war die BI OFFENe HEIDE in Magdeburg mit ihrem Transparent "Staying home saves our planet" zu sehen. Sie nimmt dabei bezug auf die Kriegsübung Defender 20 und macht auf die Klimakiller Militär und Krieg aufmerksam!

Siehe auch IMI-Studie 2019/07
"Das US-Militär Auf Kriegsfuß mit dem Klima" Marc Werner

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Samstag, den 29. Februar 2020, 10.00 – 17.00 Uhr, Werkstattag "Sprache und Gewalt – Gewalt in der Sprache“ - mit Christoph Kuhn Krähenstieg 2, 39126 Magdeburg | Evangelische Hoffnungsgemeinde (Endhaltestelle Straßenbahn 9 beim Neustädter See) Einladung des Internationalen Versöhnungsbundes e.V. Regionalgruppe Magdeburg | Zum Flyer

Vom Friedensweg dem 320.: Sonntag 02. Februar 2020, 14 Uhr, Colbitz, Ampelkreuzung an der B 189, Wanderung etwa 4 km - Wir umrunden das Wasserwerk.

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Trotz Regen und Wind fanden sich in Colbitz 51 Teilnehmer*innen beim 320. Friedensweg zusammen. Auf der Kundgebung sprach Heinz-Dieter („Charly“) Braun über die Ausmaße des riesigen NATO-Manövers Defender 2020. „Deutschland wird mit dem neuen Joint Support and Enable Command der NATO in Ulm, den Umschlaghäfen Hamburg, Bremerhaven und Nordenham sowie den Convoy Support Centern in Garlstedt (Niedersachsen), in Burg (Sachsen-Anhalt) und auf dem sächsischen Truppenübungsplatz Oberlausitz südlich von Weißwasser zur Drehscheibe der Transporte.“ ( Siehe Aufruf www.antidef20.de ) Er ergänzte unter Bezug auf Presseinformationen, dass in diese Aufzählung auch der größte Truppenübungsplatz Europas zwischen Bergen und Fallingbostel in Niedersachsen hinein gehört. So sollen das über Seehäfen ankommende US-Kriegsgerät oder die über Flughäfen eingereisten Soldaten auf den Truppenübungsplatz Bergen verlegt werden. Die Kasernen in Oerbke, Osterholz, Trauen (Munster-Süd) und Bergen werden mit Manöversoldaten belegt. Truppenteile der Bundeswehr aus Dänemark und Italien wollen hier Militärübungen durchführen. Den Krieg gegen Russland proben? Charly Braun von der gewerkschaftlichen Initiative für aktive Friedenspolitik und Militär-und Rüstungskonversion betonte, es braucht jetzt ein entschiedenes NEIN zum NATO-Kriegsmanöver Defender 2020.
Einem weiteren brisanten Thema wendete sich der folgende Redner zu. Er erinnerte an die Aktualität des Berichtes über die Belastung von Bundeswehrliegenschaften mit PFC (Per- und polyfluorierte Chemikalien durch den Einsatz giftiger Löschschäume vom April letzten Jahres (Report München vom 16.4.2019.bzw. youtube "Gift im Grundwasser" ). Zu diesem Zeitpunkt war für 18 Liegenschaften des Bundes die Kontamination bestätigt, auch für den Truppenübungsplatz Altmark. Welche Wechselwirkungen diese Gifte zur Umwelt entwickeln, ist noch nicht hinreichend geklärt. Bekannt ist die toxische Wirkung. Die PFC-Chemikalien können, so zeigen Studien, z.B. Leberkerbes fördern, die Spermienqualität verschlechtern oder den Eintritt einer Schwangerschaft verzögern.
Zur Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der Linken zu diesem Thema im Landtag äußerte sich Wulf Gallert (MdL). Er nahm Bezug auf die Antwort der Landesregierung und der Frage inwieweit das Trinkwasserreservoir durch die Nutzung von Löschschäumen gefährdet sei. In der Stellungnahme heißt es „Die auf den untersuchten Verdachtsflächen festgestellten Verunreinigungen sind nach den bisherigen Untersuchungsergebnissen überwiegend oberflächennah bis in einer Tiefe von maximal einem Meter unter Geländeoberkante. Von diesen Verdachtsflächen befindet sich eine innerhalb der Schutzzone III B und eine etwa 80 Meter nördlich der Schutzzone III B des Wasserschutzgebietes Colbitz-Letzlinger Heide“ (Siehe Kontamination des Truppenübungsplatzes Altmark mit PFC-Chemikalien Kleine Anfrage - KA 7/296). Zu diesem Thema will die Fraktion weiter nachhaken. Aufschlussreich die Bemerkungen von Wulf Gallert zum Änderungsantrag der LINKEN bei der Verurteilung der völkerrechtswidrigen militärischen Invasion in Syrien im Landtag, darin heißt es „Der Bruch des Völkerrechts durch den NATO-Partner Türkei verlangt von der Bundesrepublik Deutschland außenpolitische Konsequenzen. Dazu zählen Forderungen, die Türkei aus der NATO auszuschließen oder selbst alle Verpflichtungen der Bundesrepublik Deutschland, die sich aus einer NATO-Mitgliedschaft ergeben, zu suspendieren. Während die „Annexion der Krim durch Russland langjährige ökonomische und politische Sanktionen zur Folge hatte, scheint die Bundesrepublik Deutschland den Bruch des Völkerrechts durch die Türkei mit Bezugnahme auf den EU-Flüchtlingsdeal ohne jede Konsequenz zur Kenntnis zu nehmen.
Zu Inhalten eines Symposiums zur „Feministischen Friedensarbeit" am Vortag in Hannover sprach Petra Schubert. Dabei erscheint ihr wichtig, künftig die Friedensarbeit intersektional aufzustellen, also stets die Verwobenheit von Herrschaftsverhältnissen im Blick zu haben. Besonders wies sie auch darauf hin, dass die politische Betätigung auf der Straße stets im Programmteil solcher Konferenzen oder auch von Parteitagen vorkommen sollte. Es ist sehr wirkungsvoll, wenn Teilnehmer*innen bei diesen Gelegenheiten mit Flugblättern durch die Fußgängerzone des Konferenzortes spazieren oder für ein Stündchen eine Mahnwache einrichten.
Ernst-Ludwig Iskenius von der IPPNW (Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung) sprach über die Aktionen für ein Atomwaffenverbot, über den Widerstand gegen die Atomwaffen und den dazu anstehenden Berufungsprozess in Koblenz. Mittlerweile müssen sich, dank wachsender Grenzüberschreitungen, alle juristischen Ebenen mit der Frage des Abzuges der in Büchel stationierten US-Atombomben befassen.
Nach der Einschätzung die Wissenschaftler*Innen des "Bulletin of the Atomic Scientists" stieg die Atomkriegsgefahr: Die "Weltuntergangsuhr" wurde im Januar auf 100 Sekunden vor zwölf vorgestellt: Die Strategie der Abschreckung, die Erzeugung von Angst und die Drohung mit totaler Vernichtung kann keine Sicherheit schaffen. Nur mit dem humanitären Argument der Vernunft kann der wachsenden Atomkriegsgefahr begegnet werden. Die atomare Teilhabe der Bundesrepublik und die aktuelle Forderung von Johann Wadephul (CDU-Fraktionsvize im Bundestag) für eine deutsch-französische Zusammenarbeit im Bereich der Atomwaffen sind der falsche Weg. Wachsene ziviler Ungehorsam von Atomwaffengegner*innen in Büchel, aber auch bundesweit ist die angemessene Antwort. Keine Euro-Atombombe, vielmehr ein Beitritt zum UN-Atomwaffenverbot wäre das Gebot der Stunde. ( atomwaffenfrei.jetzt )
Die Wortbeiträge trotzten dem so nötigen Regen über 45 Minuten, viele Schirme nicht. Dem Vorschlag, die geplante Umwanderung des Wasserwerkes auf den Juni zu vertagen, wurde entsprochen. Der Weg führte also direkt in das Gemeindezentrum. Nach einem wärmenden Kaffee mit selbstgebackenem Kuchen fand das Gespräch zu „Stopp Defender 2020“ seine Forstsetzung. Gleich vor der Tür des Gemeindezentrums steht eine Steinstele mit der Aufschrift: „Kriege werden von Menschen gemacht. Menschen können sie verhindern.“
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Bild Am 27. Januar 2020 hatte Helmut Adolf vor dem Amtsgericht Bonn, Wilhelmstraße 21, Sitzungssaal S 1.19 einen Verhandlungstermin über seinen Besuch der Kriegsübungsstadt Schnöggersburg am 03. Oktober 2018.Er wurde zu einer Geldstrafe von 200€ verurteilt. In seiner Verteidigungsrede ist zu lesen: " Heute jährt sich zum 75. Mal der Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Sowjetarmee. Wie konnte sich eine Gesellschaft so entwickeln, dass sie Konzentrationslager baut? Maßgebend war das Schweigen und Stillhalten der übergroßen Mehrheit der Bevölkerung. Also muss rechtzeitig im Sinne der Worte des Bundespräsidenten gehandelt werden. In diesem Sinne sehe ich mein Handeln, weniger als Angeklagter, mehr als Ankläger."

In Bonn gibt es die Straßenbahnlinie 62, seit dem September letzten Jahres fährt sie als „Bertha-Bahn.Sie erinnert an das 70jährige Bestehen des Bertha-von-Suttner-Platz. Der 1949 neu geschaffene Platz an der Bonner Rheinbrücke war nach dem Zweiten Weltkrieg ein Trümmerfeld. Die Botschaft der Namensgeberin und Pazifistin "Die Waffen nieder!" Ein Gebot, dass sich auch in geltendem Recht wiederfindet und die Grundlage des selbstbewußten Handelns von Helmut Adolf bildet.
Vom Friedensweg, dem 319.: Sonntag, 05. Januar 2020, 14 Uhr, Börgitz, Festplatz, "Neujahresempfang", Wanderung etwa 4 km zur Staatser Siedlung

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Zum Neujahresempfang und 319. Friedensweg der BI OFFENe HEIDe trafen sich am 05. Januar 2020 über 50 Menschen am Festplatz im Stendaler Stadtteil Börgitz. Auf der Kundgebung kamen Gedanken, Hoffnungen und Sorgen für das neue Jahrzehnt zum Ausdruck.
So wertete Friedrich Rabe von der Linken den Drohnenschlag der USA, als Zeichen der Schwäche, um ihre Vormachtstellung zu erhalten. Was die Lage im Irak/Iran aber nicht ungefährlicher macht. Der Vorsitzender des Fördervereins Gedenkstätte Isenschnibbe, Konrad Fuchs, erinnerte an den bevorstehenden 75. Jahrestag des faschistischen Massakers am 13. April 2020. Er betonte, das größte Glück in seinem Leben ist Frieden. Nach seiner Sicht wird von Deutschland Abrüstung erwartet, daher freut es ihn, dass der diesjährige Ostermarsch am Ostermontag in Gardelegen veranstaltet.
Christine Meyer von der Sammlungsbewegung Aufstehen stellte ihr Protestplakat “Krieg wollen wir nicht“ gegen den geplanten Truppenaufmarsch im Frühjahr und das Großmanöver an der Ostgrenze zu Russland vor. Edgar Kürschner ergänzte mit Informationen zum Widerstand gegen das NATO-Manöver DEFENDER 20 , die Veränderungen in der deutschen Außen- und Militärpolitik Siehe IMI-Analyse 2020/1 und die Aktivitäten um den 16.Januar in Magdeburg (www.einestadtfueralle.info). Jörg Lauenroth-Margo, B90/Die Grünen – stellte das Ziel und Motto der Friedensreiter vor. Sie reiten und radeln zwischen dem 17. und 26.07. an der Ostsee unter dem Motto " Ostsee-Meer des Friedens” und laden ein, sich dran zu beteiligen. (Siehe friedensritt.de). Berührend die Geschichte und der Auftritt des Mundharmonikaspielers Rainer Wulff. Er stellte sein Instrument vor, ein Stück Familiengeschichte. Es begleitete den Urgroßvater im 1.Weltkrieg und den Großvater während des 2.Weltkrieges. Zum neuen Jahr spielte er das Lied von der Kleinen weißen Friedenstaube (Siehe dazu auch Dirk Michaelis). Andreas Höppner, Ortsbürgermeister Kloster Neuendorf und für die LINKE im Landtag, sieht in der Dynamik steigender Militärausgaben 2020 kein Stück mehr Sicherheit, vielmehr große Gefahren und beklagt das Fehlen dieser Mittel für die Bildung und die Kommunalpolitik. Im Zusammenhang mit der Eskalation im Nahen Osten schließt er sich der Forderung an, dass sich die Bundesregierung einer direkten oder indirekten Beteiligung an einem US-Krieg gegen den Iran verweigert.(Siehe auch Sevim Dagdelen, MdB US-Militärbasen in Deutschland schließen ) Tim betonte, wie wichtig das Miteinander der Generationen im heutigen Ringen um Frieden sei und das es so vieles gebe, was eint. Nicole machte auf das Festival pax terra musica im Sommer aufmerksam. Helmut Adolf sprach darüber, dass für die Errichtung der Heeresversuchsanstalt 1936 die gleichen Argumente Verwendung fanden, wie heute für die Errichtung der Kriegsübungsstadt Schnöggersburg. Damals begann der militärische Missbrauch der Colbitz-Letzlinger Heide. Sein Hinweis: Wir sollten heute daran denken, wenn uns der Weg durch die Staatser Siedlung führt. Diese Siedlung wurde einst für die Mitarbeitenden der Heeresversuchsstelle Hillersleben gebaut. Weiterhin machte Helmut Adolf darauf aufmerksam, dass es im Juni wieder eine Gewaltfreie Aktion GÜZ abschaffen geben wird. Mit dieser Form zivilen Ungehorsams, sollen die Worte auf den monatlichen Flugblättern Realität werden, die Colbitz-Letzlinger Heide Stück für Stück symbolisch in Besitz zu nehmen und sie mit friedlichem Leben zu erfüllen. Für das neue Jahr wünschte sich Mario Peine, dass mehr Friedenswegteilnehmer*innen ihre Verbundenheit mit Frieden und Umwelt durch eine Anfahrt und Teilnahme mit dem Fahrrad demonstrieren mögen. Nach dem Friedensweg standen mit Heidewasser gebrühter Tee, selbstgebackener Kuchen und vielerlei mehr zur Verfügung. Es gab weitere anregende Gespräche.
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Colbitzer Soldatenkarrierekanon

Musik:traditionelles Volkslied aus dem 18. Jhdt. Text: BI OFFENe HEIDe gemeinsam mit Lappalie. Die Rostocker Band Lappalie ist beim Ostermarsch 2019 in Colbitz aufgetreten.
Der Text ist hier zum Nachlesen, der Colbitzer Soldatenkarrierekanon darf durch Rechtsklick in das Video auch heruntergeladen werden
Bild Am 11. Januar 2020 war die Bürgerinitiative in Berlin, auf dem Markt der Möglichkeiten der Rosa-Luxemburg-Konferenz zu finden und am folgenden Tag auf der Demonstration mit dem Banner "an Kriege gewöhnen? niemals!"
Bild 17.01.2020 | Bei den Protesten gegen den Nazi-Aufmarsch in Magdeburg war auch die BI OFFENe HEIDe dabei. Hier solidarisierten sich Mitglieder der Landtagsfaktion der Partei DIE LINKE. und des Stadtverbandes mit der Forderung "Widerstand ist Haltung. Haltung gibt Halt!"
Bild 18.01.2020 | An der Initiative Weltoffenes Magdeburg mit ihrer Aktionswoche beteiligte sich die Bürgerinitiative OFFENe HEIDe auf dem Magdeburger Ulrichsplatz."Eine Stadt für alle" erinnert angesichts der Zerstörung Magdeburgs am 16. Januar 1945 u.a. an die Verantwortung aller Generationen für Frieden und Menschlichkeit.|
Vom Friedensweg, der 318.: Sonntag, 01. Dezember 2019 - direkt an der B71 nördlich von Haldensleben Wanderung etwa 4 km zum Hirschkopf und zurück | Adventsfeier in Haldensleben

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Der 1. Dezember 2019 war ein kühler schummriger Tag, teilweise nebelig. Der 318. Friedensweg hatte seinen Startpunkt nördlich von Haldensleben an der B71. Die Kundgebung wurde traditionell durch den antimilitaristischen Weihnachtsmann eröffnet, der milde Soli-Gaben für das Kita Weltkinderhaus sammelte. Als Gäste wurden herzlich Christoph Wonneberger aus Leipzig und Martin Rambow aus Weimar begrüßt. Dann gab es Informationen über den sich formierenden Widerstand gegen das NATO-Manöver DEFENDER 20, über die fridaysforfuture-Proteste sowie den am Wochenende mit BI-Teilnahme laufenden Kongress der Informationsstelle Militarisierung in Tübingen, unter dem Titel „Rüstung Digital -Neue Technologien für neue Großmachtkonflikte“. Mit Entrüstung wurde die Nachricht über die Aberkennung der Gemeinnützigkeit der VVN-BDA durch das Berliner Finanzamt reflektiert und auf den Protest-Brief von Esther Bejarano verwiesen.
In seinem Beitrag nahm Malte Fröhlich Bezug auf den militärischen Missbrauch der Colbitz-Letzlinger Heide und seine Auswirkungen auf das Klima. Infolge der Vorbereitungen und Folgen des 2.Weltkrieges wurde der hier ansässige Hochmischwald schwer geschädigt. Mit dem Niederhalten des Baumnachwuchses auf 15 000 ha in den letzten 25 Jahren durch den Militärbetrieb der Bundeswehr wurde die Bindung von über 4 Millionen Tonnen CO2 verhindert, legt man 13 Tonnen pro ha und Jahr zugrunde. Die BI-Forderung „Bäume statt Panzer“( Siehe Verteidungsrede Paula Schumann am 9.10.2019 Seite 5´vor dem Landgericht Magdeburg) wurde durch ihn erneut unterstrichen.

Der Weg zum Hirschkopf, eine der höchsten Erhebungen in der Colbitz-Letzlinger Heide, zog sich. Am Endpunkt des Weges das Schild "Wasserschutzgebiet" und gleich (voll)daneben "Militärischer Sicherheitsbereich" - wie Feuer und Wasser, ein Unding. Auf dem Rückweg dann die wachsende Freude auf Licht und Wärme im Haldensleber Mehrgenerationenhaus "Ein Haus für alle" . Ein kleines Team hatte dort eine Adventstafel vorbereitet, die zum Verweilen am mitgebrachten Selbstgebackenen und heißen Getränken einlud.
Nach einer ersten Stärkung stand das moderierte Gespräch mit den Gästen an. Martin Rambow ein der BI gut bekannter Mann des Netzwerkes Friedenssteuer(www.netzwerk-friedenssteuer.de) hatte die Begegnung mit Christoph Wonneberger angeregt. Der Dialog brachte einen Zugang zu seinem Denken, seinem Umgang mit den Herausforderungen der Zeit. In den 1970/80igern gründete Christoph Wonneberger die Initiative Sozialer Friedensdienst (SoFd) als Alternative zum Wehrdienst in der DDR. Das Anliegen „Schwerter zu Pflugscharen“ und auch des Sozialen Friedensdienstes bleiben für ihn Vision und Aufgabe, um auch heute Widerstand gegen die Waffenschmiede Deutschland zu organisieren. Er möchte nicht teilnehmen am Reichtum, der aus Bombengeschäften entsteht. Von 1986 bis Ende Oktober 1989 war er der Koordinator der Leipziger Friedensgebete in der Nikolaikirche. Heute ist er Pfarrer im Unruhestand, der sich weiter für Frieden und Gerechtigkeit einsetzt, der Bund für Soziale Verteidigung erfährt dabei u.a. seine Unterstützung. Seine Erfahrung, aus Ohnmacht zu lernen, nicht aufzugeben und zu sehen woraus Kraft für einen gewaltfreien intelligenten Widerstand zu gewinnen ist. Dabei entspann sich auch ein anregender Meinungsaustausch mit durchaus unterschiedlichen Sichten.

Das Gespräch an dieser Friedenstafel brachte zum 1. Advent auch eine vorweihnachtliche Abendstimmung und wurde mit der Übergabe der Heide-Kalender 2020 an die Gäste zum Abschluss gebracht.

Flugblatt | Rundbrief

Meldungen/ Medien/Termine

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12.12.2019 | Gestern hatte die Kita Weltkinderhaus in Magdeburg durch die BI OFFENe HEIDe Besuch. Peter Haese übergab Kinderbücher, Spiele, Äpfel, Nüsse und süße Gaben an Frau Renhak. Weiterhin konnte neben dem Heide-Kalender auch eine Geldspende für Kreativmaterial überreicht werden. Für die Kindertagesstätte sind Kinder egal welcher Herkunft, Religion und Nationalität willkommen. Der Besuch machte erlebbar, das das Leitmotiv, die Entwicklung von Freude und Spaß am gemeinsamen Spielen und Lernen hier wirklich zuhause sind. Während des Dezemberfriedensweges der BI OFFENe HEIDEe sammelte der Weihnachtsmann für die Kita Weltkinderhaus in Magdeburg. Allen, die zum solidarischen Gabentisch beigetragen haben, ein herzliches Dankeschön!
Magdeburg 13.11.2019 - Bauzaungalerie
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13.11.2019 | Krieg zerstört Lebenswelt! De[utsch]e Panzer raus aus Kurdistan!
Dieses hochpolitische Kunstwerk ist der Start einer neuen Bauzaungalerie im Herzen von Magdeburg. Wer im Frühjahr beim Ostermarsch in Colbitz gewesen ist, wird sich sicherlich an das Ostermarschmotto erinnern, unter das auch dieses Bild gestellt worden ist. Wie man auch erkennen kann, haben sich im Schutze der Nacht bereits Menschen zerstörend an dem Kunstwerk zu schaffen gemacht - engstirnige, verbohrte Typen, die der deutschen Realität nicht ins Auge sehen wollen. So sind im Bild sowohl die ertrinkenden Flüchtlinge weggerissen, als auch der Tatort der Aufrüstung.

 

>>>Vorige Friedenswege 2015-2019 | 2011-2014

 

Film über die Konzertaktion der Lebenslaute zum 206. Friedensweg

Seit dem 1. August 1993 lädt die OFFENe HEIDe zum Friedensweg ein,
jeden ersten Sonntag im Monat, in die Colbitz-Letzlinger Heide,
ein Stück Heide soll symbolisch in Besitz genommen werden.
Die Colbitz-Letzlinger Heide in Sachsen-Anhalt gehört zu den Kulturlandschaften, die in Mitteleuropa mit ihrer Fläche von
ca. 60000 ha wohl eine der größten "unbesiedelten Flächen " darstellt..
Wenn da nicht seit Jahrzehnten die 23000 Hektar Ödland wären, in der das Militär die Natur, die Menschen, die Landschaft und ihre Geschichte verwüstet haben.

Aus der faschistischen Schießbahn, wurde nach der Befreiung ein Stationierungsort der "Roten Armee". Noch heute sind die Reste von Abschußhügeln des Atomraketenzauns
von 1983 zu sehen, der östlichen Panzerseite des "Kalten Krieges".

Bis zum Ende der DDR wurden Panzerketten und Geschützlärm
zur hingenommenen Tatsache. Viele hatten ihre Jugend in der Heide verbracht
und sie kannten sie nur noch aus der Erinnerung.
Mit der Wende keimte Hoffnung auf ein Ende der militärischen Besatzung
von Natur und Kulturlandschaft, zumal allen bekannt war, daß diese Heide
mit seinen 3,3 Milliarden Kubikmetern Trinkwasser für über 600.000 Menschen im Umkreis bis zu 70 km das Lebensnaß spendet.

Über 70.000 Unterschriften wurden für die militärfreie Heide gesammelt und in Bonn hinterlegt, Landtag und Kreistage plädierten mit ihren Beschlüssen seit Anfang der 90er für die zivile Heide.

Seit dem 1.August 1993 lädt die OFFENe HEIDe zum Friedensweg ein, jeden ersten Sonntag im Monat, in die Colbitz-Letzlinger Heide, ein Stück Heide soll symbolisch in Besitz genommen werden.

Nach einer ersten Hoch-Zeit mit Politikprominenz und starken Schwüren, diktierte Bonn den Panzerübungsbetrieb und damit den pyrotechnisch begleiteten Laser-Schuß auf dem Trinkwasserreservoir.

"Das weiche Wasser bricht den Stein", "Pilze statt Panzer", " Arbeitsplätze statt Schießplätze" gehören zu den Leitlinien der OFFENEn HEIDe. Ob mit oder ohne zivilen Ungehorsam, die OFFENEe HEIDE will über diese Seite ein neues Kapitel der öffentlichen Kommunikation zum Thema beginnen, dabei wollen wir mehr über die Geschichte, Hintergründe und aktuelle Aktionen zugänglich  machen, müssen aber gestehen, hier fangen wir erst an! Suchen auch vernetzende Unterstützung oder kritische Begleitung auch das sachliche Kontra wird entgegengenommen.

Wasser braucht wohl einige Jahre um den filternden Sand zu durchfließen, Öl und Gift vielleicht Jahrzehnte, wir müssen schneller sein!

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