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Zum Friedensweg, den 353.: Sonntag, 5. Februar 2023, Dolle, Einmündung Braune-Hirsch-Straße 4 km, Buchvorstellung Dr. Ernst Paul Dörfler ,
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Unser 353. Friedensweg beginnt am Sonntag, dem 05. Februar 2023 um 14 Uhr im Ortsteil Dolle. Der Treffpunkt ist die Einmündung der Braune-Hirsch-Straße auf die die B 189. Die Fahrzeuge bitte auf dem Weg westlich der B 189 abstellen, so dass die Ausfahrt der Feuerwehr nicht blockiert wird! Nach der Kundgebung begeben wir uns zum Denkmal für die Opfer der Todesmärsche und legen dort Blumen ab. Eine Betrachtung zu den Ereignissen im April 1945 gibt es auf der Rundbriefrückseite im Artikel "Fünfhundert gerettet". Je nach Witterung gehen wir noch zur Attrappe einer Burg, die in grauer Vorzeit westlich des Ortsteils gestanden haben soll. Insgesamt beträgt die Wegstrecke 3 km.
Für den Friedensweg konnten wir wieder Dr. Ernst Paul Dörfler gewinnen. Mit ihm kommen wir gegen 15.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus, Braune-Hirsch-Straße 7 zum Picknick ins Gespräch.
Ausgehend von seinem neuen Buch „Aufs Land“ geht es um eine nachhaltige Lebensweise im Einklang mit der Natur. Welchen Beitrag doch eine friedlich genutzte Colbitz-Letzlinger Heide für die Menschen leisten könnte als Lieferant für nachwachsende Rohstoffe, als Erholungsraum und Naturdenkmal

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Mahnwache am 21.01.2023, ab 11:00 Uhr, Magdeburg, Pettenkofer Straße / Am Schöppensteg beim Zugang zum S-Bahn-Haltepunkt Eichenweiler
Am 21.01.2023 planen andere Menschen im Geiste des Nationalsozialismus wieder einen Aufzug durch die Straßen Magdeburgs und werden sich laut Presseverlautbarungen im Bereich des Bahnhofs Neustadt in Magdeburg sammeln.
Unter dem Motto:
"Lasst Faschisten nicht regieren
und niemals aufmarschieren!"

laden wir alle antifaschistisch fühlenden Mitstreiter:innen ein, solidarisch Haltung gegen den Aufzug zu zeigen. Wir werden solange am Ort der Mahnwache bleiben, bis die letzte Fackel erloschen ist
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15.01.2023, Berlin,"Nichts und niemand ist vergessen! Aufstehen und widersetzen!" Unter dem Eindruck des Krieges in Europa versammelten sich in diesem Jahr wieder mehr links fühlende Menschen, um den ermordeten Friedenskämpfern Rosa und Karl zu gedenken und Kapitalismus und Imperialismus bei allseitig fehlender Dialogbereitschaft als die wahren Wurzeln für den um sich greifenden zerstörerischen Militarismus zu benennen. Zur Eröffnungsansprache von Friedrich Rabe auf YouTube

Bild cc jw 14.01.2023 Berlin | Die XXVIII. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz versteht sich als Friedensmanifestation. Am Nachmittag soll das mit einem Höhepunkt nach innen und außen dokumentiert werden: Alle Teilnehmenden versammeln sich im Hauptsaal und präsentieren Friedenstransparente aus den letzten Jahren der Friedensbewegung. Schon morgens wird eine Dauerkundgebung für den Frieden vor dem Hotel starten. www.jungewelt.de/rlk/
CC Weltbuehne Neujahrsgruß - 01.01.2023 Ossietzky Verlag GmbH
Liebe Freundinnen und Freunde in der BI Offene Heide,
leider ist es so: die mühsame Arbeit am Frieden, ist für Katrin und mich die Arbeit am nächsten Ossietzky Heft. Und es wird auch in diesem Jahr darum gehen, aus Verantwortung für Mensch und Natur: Nein zum Militär, Nein zur Auffrüstung und Nein zum Krieg! Diejenigen, die jetzt so laut für eine Verteidigung der Demokratie und Menschenrechte nach mehr Waffen rufen, haben nicht im Sinn Obdachlosigkeit und Hunger zu beseitigen. Nein! - Sie fordern von uns weitere "Opfer" ein, um ihre regelbasierte Ordung der wenigen Reichen und der vielen Armen aufrecht zu erhalten. Wir wünsche Euch weiter Mut und Kraft, die mühsame Arbeit der Aufklärung auch im kommenden Jahr weiterführen zu können. Katrin und Matthias www.ossietzky.net
Vom Friedensweg, den 352.: Sonntag, 1. Januar 2023, 14 Uhr, Neujahr, Letzlingen, Marktplatz,
(direkt an der B 71), Wanderung zum Gedenkstein an der Tankstelle und zum Schloss 4 km

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Während Letzlinger Partylöwen im Hintergrund die Spuren ihrer Silvesterfeier entsorgten, trafen sich auf dem Marktplatz etwa 40 Menschen, um ihre Forderung nach Frieden entsprechend zu artikulieren. Der Kundgebungsort war entsprechend ausstaffiert. Unter den Versammelten waren auch Neulinge.

Als erster Redner des neuen Jahres nahm Konrad Fuchs vom Förderverein Gedenkstätte Isenschnibbe das Wort. Es war für ihn ein Bedürfnis, der Bürgerinitiative zu danken, dass sie zwei Gedenksteine für die Opfer der Todesmärsche vom April 1945 in Pflege genommen hatte. Teile der Bevölkerung der umliegenden Orte hatte sich mit den so genannten Zebrajagden auf die Häftlinge mitschuldig an den schrecklichen Ereignissen gemacht. Das muss im Bewusstsein erhalten bleiben. Insofern ist die jetzige offizielle Bezeichnung Gedenkstätte Isenschnibbe nicht allumfassend. Die Gedenkstätte und anderen Orte des Gedenkens in der Region müssen auch die gegenwärtige und kommende Generationen mahnen, dass sich solche Verbrechen nicht wiederholen.

Guido Henke von der Linksfraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt betonte die Notwendigkeit, für den Frieden auf die Straße zu gehen und als Friedensbewegung geschlossen zu handeln.

Andere Redebeiträge zeigten sich kämpferisch. Es wurde auch die Systemfrage gestellt. Um zum dauerhaften Frieden zu kommen und andere globale Probleme zu lösen bedarf es umfassender Änderungen in der Gesellschaft. Den kämpferischen Worten müssen aber auch Taten folgen, so z.B. Aktionen zivilen Ungehorsams.

Ein Teilnehmer der Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen im Jahr 2020 war Ernst-Ludwig Iskenius. Sein ziviler Ungehorsam wurde mit einem Ordnungsgeld wegen unbefugten Betretens einer militärischen Anlage geahndet. Dieses Geld hat er konsequent nicht bezahlt, damit dem Staat nicht noch mehr Geld für die Rüstung zur Verfügung zu stellen. Das brachte ihn eine Erzwingungshaft über Weihnachten ein. Darüber wurde auf der Kundgebung berichtet.

Der Weg durch den Ortsteil führte an einem von der Bürgerinitiative OFFENe HEIDe gepflegten Gedenkstein vorbei.

Es gab viel Gesprächsstoff, so war die Kundgebung etwas länger und der Weg dementsprechend kürzer. Das abschließende Picknick bot ebenfalls Gelegenheit für Austausch. Einig war man sich im Wunsch nach Frieden. Frieden ist auch eine Voraussetzung, um ausgelassen Silvester zu feiern. 

Zum neuen Jahr gehört auch ein neuer Kalender. Zwei verschiedene Kalender der OFFENen HEIDe wurden beim Friedensweg verteilt.

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15.12.2022, Kita Weltkinderhaus erhielt Friedenswegspenden.
Mit Weihnachtsliedern und Selbstgebasteltem empfingen die Kinder der Kita Weltkinderhaus Magdeburg Besucher der BI OFFENe HEIDe. Heute übergab Peter Haese Äpfel und süße Dinge an die Kinder
. Auf dem vergangenen Dezemberfriedensweg wurden durch ihn als interaktiven Weihnachtsmann die süßen Sachen, aber auch Geld für einen Besuch der ABC-Kinder im Wasserwerk Colbitz und dessen Umgebung oder ein Puppenspiel gesammelt. Dazu
gab er das Sammelergebnis bekannt.Wie schon seit vielen Jahren üblich, erhielt Frau Renhak für die Kita den BI-Kalender "Wilde Heide" 2023.

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Schon über die Hälfe der 20-tägigen Erzwingungshaft hat der Friedensaktivist Ernst Ludwig Iskenius abgesessen. „Für Eure Kriege zahle ich nicht“, mit dieser Position weigerte er sich, ein Bußgeld von 500 Euro für eine Ordnungswidrigkeit bei einer Protestaktion gegen das Gefechtsübungszentrum Schöggersburg in der Colbitz-Letzlinger Heide an die Staatskasse abzuführen. Am heutigen Mittwoch gab es eine Mahnwache der BI OFFENe HEIDe zusammen mit anderen vor der JVA. Mit der Haftentlassung von Ernst Ludwig Iskenius wird am Dienstag, den 27.12 gerechnet.

Grafik 14.12.2022; 10:00 - 14:00 Uhr; Mahnwache vor der JVA in Bützow durch die BI OFFENe HEIDe. Die solidarische Mahnwache unterstützt die Forderung von Ernst-Ludwig Iskenius „Für eure Kriege zahle ich nicht“ und verbindet sie mit dem Anspruch "Waffenexporte sofort stoppen - Friedensverhandlungen jetzt!"
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Für eure Kriege zahle ich nicht“ - 20 Tage Haft für Friedensaktivisten
Am heutigen Donnerstag, den 8. Dezember 2022 tritt der Arzt Ernst-Ludwig Iskenius aus Lübtheen eine 20-tägige Erzwingungshaft wegen einer antimilitaristischen Aktion an. Im Rahmen der „Gewaltfreien Aktion Gefechtsübungszentrum abschaffen“ (GA GÜZ abschaffen) hatten 20 Kriegsgegner*innen im Sommer 2020 das Gefechtsübungszentrum Heer (GÜZ) in der Altmark unerlaubt betreten und das ehemalige Dorf Salchau besetzt. Auf die Aufforderung der Staatsanwaltschaft Bonn das Bußgeld zu bezahlen, begründete Iskenius seine Weigerung mit einem Gewissenskonflikt. Als Kompromiss bot er eine Zahlung des Bußgeldes an Connection e.V. an. Dieser Verein unterstützt Kriegsdienstverweigerer*innen und Deserteur*innen u.a. aus der Ukraine und Russland. Auf diesen Vorschlag ist weder das Amtsgericht, noch die Staatsanwaltschaft eingegangen und haben nun Erzwingungshaft angeordnet
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Zur Presseerklärung

Vom Friedensweg, dem 351.: Sonntag, 4. Dezember 2022, 14 Uhr,Stendal, Kleine Markthalle, Stadtspaziergang mit dem interaktiven Weihnachtsmann, musikalische Adventsfeier

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Knapp 40 Personen fanden sich zum 351. Friedensweg in der Kreisstadt Stendal ein. Kundebungsort war die Breite Straße in Höhe der "Sperlingsida". Das ist auch der Ort der wöchentlichen Mahnwachen, an deren Organisation sich auch Malte Fröhlich von der Bürgerinitiative  beteiligt. Vorn am Mikrofon, wie im Dezember üblich, der Weihnachtsmann, der mit seiner tiefen Stimme durch die Kundgebung führte. Der Weihnachtsmann war auch ein nehmender Weihnachtsmann, denn in seiner Funktion will er in diesem Jahr wieder der Kindereinrichtung "Weltkinderhaus" in Magdeburg eine Spende überreichen. Zweck der Spende ist wieder ein Besuch der Kinder im Wasserwerk Colbitz und dessen Umgebung.

Mit einem Obertongesang nach Worten von Martin Buber (https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Buber) gab Simon Jakob Drees eine Kostprobe seines Könnens.
Die Aktion Friedenslicht der Kirchen (https://www.friedenslicht.de) steht in diesem Jahr unter dem Motto „Frieden beginnt mit Dir“. Dazu wurde ein modifiziertes Gedicht vorgetragen. Die Kundgebung wurde auch zur Information über künftige Termine genutzt. So gibt es im Januar wieder die Ehrung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg mit Konferenz und Demonstration. In diesem Zusammenhang verwies Edgar Kürschner auf den 108. Jahrestag der Ablehnung der Kriegskredite für den Ersten Weltkrieg durch Karl Liebknecht im Reichstag. Gegenwärtige Politiker blieben dem Friedensweg fern, leider auch die der LINKEN.

Zum Friedensweg erreichte uns die Nachricht, dass Ernst-Ludwig Iskenius (IPPNW) in Erzwingungshaft muss, weil er seine Geldbuße nicht bezahlen will. Er will mit dem Bezahlen der Geldbuße nicht noch dem Staat Geld für weitere Rüstungsvorhaben geben. Ernst-Ludwig ist ein treuer Wegbegleiter der OFFENen HEIDe. Die Geldbuße wurde ihm "Im Namen des Volkes" für seine Beteiligung an der Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen 2020 verhängt. Sein Gefängnisaufenthalt wird mit Aktionen vor der JVA Bützow begleitet.

Mit der Kleinen Markthalle, betrieben durch die Freiwilligen-Agentur Altmark e.V. (https://www.fa-altmark.de) hatten wir ein gutes Ambiente für unsere abschließende Veranstaltung gefunden. Dort gab es die Gelegenheit zum Aufwärmen und zum Austausch bei warmen Getränken, Kuchen und Gebäck. Auf dem Gabentisch lagen Kalender für das Jahr 2023, Bücher und Informationsmaterial der Bürgerinitiative. Simon Jakob Drees untermalte die Veranstaltung mit Musik für Geige und Stimme wiederum zu Worten von Martin Buber.

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Vom Friedensweg, den 350.: Sonntag, 6. November 2022, 14 Uhr, Barriere Zienau (B 71 zwischen Letzlingen und Gardelegen) Jubiläum
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Knapp über 50 Menschen kamen zum Jubiläum zusammen. Der 350. Friedensweg fand genau an der Stelle statt, wo am 1. August 1993 sich Menschen auf den ersten Friedensweg begaben, an der Barriere Zienau. Mit dem Rad kamen vier Teilnehmer:innen aus Magdeburg. Anmoderiert wurde der Friedensweg mit einer Episode vom Beginn des Ersten Weltkriegs. Und prompt war Panzergedröhn aus der Nähe zu vernehmen.

Durch alle Redebeiträge hindurch kam die große Bewunderung für die Ausdauer der OFFENen HEIDe zum Ausdruck. Wo gibt es sonst eine Initiative mit solch langem Atem? Ist ein solches Jubiläeum nun Grund zur Freude, einerseits schon, aber andererseits stimmt es bedenklich, dass sich nach 350 Friedenswegen noch immer nichts getan hat mit dem Hauptanliegen der OFFENen HEIDe, der ausschließlich zivilen Nutzung des Gebiets.

Martin Nesemann betonte die Notwendigkeit einer fundamentalen Kritik am militärisch-industriellen Komplex. Den Deserteuren, die sich weltweit der Kriegsmaschinerie entziehen, gehört unsere Solidarität.
Mit Torsten Schleip aus Leipzig meldete sich ein alter Wegbegleiter der Bürgerinitiative zu Wort.

Tobias Pflüger schilderte sein Entsetzen über die Ereignisse des 24. Februar 2022, dem Beginn des Krieges und des 27. Februars 2022, der Sondersitzung des Deutschen Bundestages. Aus seiner Zeit als Abgeordneter der Linken im Europaparlament und des Bundestages erkannte er alte Vorhaben der Bundesregierungen, die sich vor dem 24. Februar 2022 nicht verwirklichen ließen und so nun als Antwort auf den Krieg in der Ukraine deklariert wurden. Die 100 Milliarden € für die Bundeswehr sind Sonderschulden, kein Sondervermögen. Natürlich gibt es dadurch Einschränkungen im Sozialbereich. Mit der Anschaffung des Kampfbombers F35 wird die nukleare Teilhabe der Bundesrepublik weiter ausgebaut. Hier auf dem Truppenübungsplatz werden eindeutig Angriffsszenarien geübt.

Jens Lattke, der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands verwies auf den Beginn der Friedensdekade, die in diesem Jahr unter dem Motto "ZUSAMMEN:HALT" steht. Es muss mehr Zusammenhalt für einen gesellschaftlichen Frieden geben. Dazu bedarf es des Zusammenwirken von lokalen, regionalen und globalen Initiativen. Gemeint ist hier auch der gesellschaftliche Frieden, wenn Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit zusammenarbeiten. In Zukunft muss Frieden herrschen. Zum Abschluss des Beitrages kam von den Versammelten der Ruf nach Auflösung der Militärseelsorge.

Malte Fröhlich reflektierte die Zeit des ersten Friedensweges. Damals wurden Wehrdienstausweise zur Hardthöhe geschickt. 1992 trat Minister Stoltenberg wegen illegaler Panzerlieferungen an die Türkei zurück. Heutzutage sind Waffenlieferungen in Krisengebiete Normalität.

Gleich drei Künste waren zum 350. Friedensweg vertreten: Die Literatur indem David Schließing Texte von Rosa Ausländer vortrug, Dabei wurde er begleitet von einer weiteren Kunst, der Musik, indem ihn Jerzy Bojanowski an Klarinette und Tasteninstrument begleiteten. Als Drittes war die Bildende Kunst vertreten, eine Kundgebungsteilnehmerin brachte ihr Bild mit der Sicht auf die aktuelle Politik der Bundesregierung mit.
Für die "350" am Straßenrand gab es noch eine "Extranull" in Anlehnung an das Musical "Hair", denn rund 3.500 Opfer waren wöchentlich auf vietnamesischer Seite im Vietnamkrieg zu beklagen.

Nach dem Demonstrationszug auf der B 71 wurde das beim 200. Friedensweg angelegte Steinbiotop ergänzt.

Aus dem Wendland kam eine extra Torte zum 350. Friedensweg.
Zum Ausklang des Friedenswege gab es noch Gelegenheit zu Gesprächen.

Eigentlich war am Tag des Friedensweges der benachbarte Prinzendamm als Wanderweg freigegeben. Nach Ankündigung des Friedensweges wurde die Freigabe für dieses Wochenende kurzfristig zurückgezogen, angeblich wegen Munitionsentsorgung. Ein Radfahrer wollte den freigegebenen Prinzendamm für seine Radtour nutzen und wurde vom Wachdienst zurückgehalten. Eine entmilitarisierte Heide steht allen Menschen zu jeder Zeit zur Verfügung!
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Foto cc: BI OFFENe HEIDe 03.10.2022- Mahnwache der BI OFFENe HEIDe am Jägerstieg.
"Die Waffen nieder" der Anspruch für eine friedlichere Welt.

Vom Friedensweg, den 349.: Sonntag, 2. Oktober 2022, 10 bis 17 Uhr, Lindhorst, Lindenstraße 17, Hoffest zum Tag der Regionen Wanderung durch den Ortsteil

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Tag der Regionen - Die Regionalbewegung lädt alljährlich rund um das Erntedankfest zum Tag der Regionen. Zweimal musste das traditionelle Hoffest in Lindhorst wegen Corona ausfallen. Jetzt wurde durchgestartet. Der Förderverein Colbitz-Letzlinger Heide nachhaltig (COLENA) e.V. hatte das Hoffest auf dem Hof der Familie Wehde organisiert. So manche helfende Hand kam aus den Reihen der Bürgerinitiative OFFENe HEIDe, die traditionell mit einem Informationsstand und dem Friedensweg vor Ort war. Zentrales Motto des Tages der Regionen war in diesem Jahr „Kurze Wege – große Wirkung“. Die Regionen müssen sich mehr auf ihre eigenen Stärken besinnen. Regionale Wirtschaftskreisläufe sind ein Mittel zu mehr Nachhaltigkeit. Weite Transportwege und die Abhängigkeiten von internationalen Märkten entfallen. Globale Begehrlichkeiten sind oft die Ursache für Kriege. Die Region Colbitz-Letzlinger Heide ist insofern geschwächt, dass ein Großteil der Fläche militärisch missbraucht wird. Darüber täuscht nicht  hinweg, dass sich die Bundeswehr jährlich zum 3. Oktober am Jägerstieg selbst feiert und Zulauf von der Bevölkerung erhält. Doch die übungsfreien Abschnitte, an denen der Jägerstieg genutzt werden kann, sind rar.  

Die Fotoausstellung von Bernd Luge blickte auf drei Jahrzehnte Wirken der OFFENen HEIDe zurück. Über aktuelle Herausforderungen der Friedensarbeit ging es am Stand der OFFENen HEIDe. Es wurden gute Gespräche geführt. Hoffentlich fruchten diese Gespräche in Form von mehr Engagement für den Frieden.

Die Colbitz-Letzlinger Heide wird wegen ihres Pilzreichtums geschätzt. So war der Stand von Pilzexperte Eike Ebenau stets gut besucht. Auch die Pilze der etwa zehn Personen, die sich am Nachmittag zu einer kurzen Wanderung durch Wald und Feld fanden, wurden dort bestimmt.

Für ausreichend Speisen, Getränke und Musik war auf dem Hoffest gesorgt. Die kurzen Niederschläge konnten der Stimmung keinen Abbruch leisten.

In der benachbarten St.-Johannes-Kirche gab es übers Wochenende ein besonderes Programm. Während des Erntedankgottesdienstes wurde der Kirchenschlüssel symbolisch an Pfarrer Thomas Meyer zurückgegeben, denn die Kirche soll auf Beschluss des Gemeindekirchenrates als offene Heidekirche ständig offen für die Menschen sein. Diese Entscheidung lobte Pfarrer Meyer und stellte die gegenwärtige Krise und die sozialen Folgen hierzulande in den Kontext weltweiter Herausforderungen. In der Kirche gab es ferner eine Ausstellung der Künstlerin Dagmar Kassner-Dingerdissen.

Dass alle Menschen ihren Teil von der Ernte abbekommen, für die gedankt werden soll, ist Anliegen der Bewegung Bedingungsloses Grundeinkommen, die auch regelmäßig auf dem Hoffest präsent ist.
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Grafik Russland, Belarus, Ukraine: Unterschriftensammlung gestartet Schutz von Deserteuren und Kriegsdienstverweigerern gefordert. Anlässlich des Internationalen Friedenstages am 21. September rufen Connection e.V., der Internationale Versöhnungsbund, das Europäische Büro für Kriegsdienstverweigerung und War Resisters’ International zu einer Unterschriftenaktion für Deserteure und Kriegsdienstverweigerer aus Russland, Belarus und Ukraine auf. "Zehntausende haben sich auf allen Seiten des Krieges in der Ukraine den Kämpfen entzogen", so heute Rudi Friedrich vom Kriegsdienstverweigerungs-Netzwerk Connection e.V. "Auf der Seite Russlands und Belarus wollen sie sich nicht an einem Angriffskrieg beteiligen. Auf der Seite der Ukraine entziehen sie sich dem Zwang zum Kriegsdienst." Siehe Presserklärung
Vom Friedensweg, den 348.: Sonntag, 4. September 2022, 14 Uhr, Brunkau, an der Tangerbrücke Wanderung durch die Bauernheide (6 km) zwischen Truppenübungsplatz und neuer Autobahn

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Für den 348. Friedensweg wurde ein Treffpunkt im Nordosten der Colbitz-Letzlinger Heide ausgewählt und zwar in Brunkau. Bei spätsommerlichem Wetter fanden sich etwa 30 Menschen ein.

In seinem Beitrag zum Auftakt der Kundgebung brachte Dr. Hagen Kühn von der AG Frieden der Hochschule Magdeburg-Stendal die ökonomischen Folgen der Boykottpolitik der Bundesregierung zur Sprache. Russland als größtes Flächenland verfügt über ausreichend Rohstoffe und knüpft schon neue Allianzen z.B. mit China. Also halten sie die Folgen dort in Grenzen. Die Industrie hierzulande deckt ihren Energiebedarf zu 30 % aus Erdgas. Geschäftsmodell sind billige Rohstoffe und ein teurer Verkauf von qualitativ hochwertigen Produkten. Die Preistreiberei wird zu sozialen Verwerfungen führen. Diese führen zu Protesten. Es bleibt zu hoffen, dass diese Proteste nicht nach rechts ausschlagen, wenn Ersatzfeinde für diese Proteste gesucht werden.

Neben dem 83. Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkriegs am 1. September gab es noch einen weiteren Jahrestag zu beachten: Am Tag des Friedensweges jährte sich zum 13. Mal der Angriff auf den Tanklastzug bei Kunduz, für den der damalige Oberst der Bundeswehr Georg Klein verantwortlich war. Obwohl ein Gutachten, welches dem Bundestag vorlag, hier eindeutig ein Kriegsverbrechen sah, wurde Georg Klein nicht zur Verantwortung gezogen. Stattdessen wurde er zum General befördert. Andererseits enden unsere Aufenthalte auf im Sperrgebiet immer „im Namen des Volkes“ mit Schuldsprüchen. Das ist für Malte Fröhlich ein Zeichen, dass es in der Bundesrepublik keine unabhängige Justiz gibt.

Zum Abschluss der Kundgebung zitierte Klaus Czernitzki noch das Gedicht „Kennst Du das Land, wo Kanonen blühn?“ von Erich Kästner. Siehe www.lyrikline.org Dort, wo die Kanonen und anderes Kriegsgerät zum Blühen gebracht werden, war das Ziel des Friedensweges – der Truppenübungsplatz. Dort war der Wildschutzzaun bereits aufgehangen. Im Februar hatte die Bundeswehr noch erklärt, dass der Zaun erst aufgestellt wird, wenn die Afrikanische Schweinepest die Gegend erreicht hat. Jetzt steht der Zaun und es gibt keinen Verdachtsfall der Schweinepest. So viel zum Wahrheitsgehalt der Äußerungen der Bundeswehr. Wie bereits im Fall Georg Klein beansprucht die Bundeswehr für sich eine Sonderstellung. Begründet wird die Aufstellung des Zaunes damit, dass man sich die Sperrung des Truppenübungsplatzes nicht leisten könne. Im zivilen Bereich gibt es keine Sonderrechte, da müssen Bauern den Verlust ihrer Bestände in Kauf nehmen, wenn eine Infektion vorliegt
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Vom Friedensweg, den 347.: Sonntag, 7. August 2022, 14 Uhr, Born, am Ortseingang (B71 zwischen Haldensleben und Letzlingen) "Umrundung" des Ortsteils (4 km)
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Einen Tag nach dem 77. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima fand unser 347. Friedensweg im Ortsteil Born statt. Dazu fanden sich etwa 35 Menschen vom Harz bis Wendland ein. So lag es auf der Hand, dass das Thema Atomwaffen im Zentrum der Beiträge war. Martin Nesemann von anti atom aktuell e. V. beleuchtete die neuen Sicherheitsinteressen. Da vermutet wird, dass Atomwaffen auch durch die Westgruppe der Sowjetischen Streitkräfte auch auf dem Truppenübungsplatz in der Colbitz-Letzlinger Heide vorgehalten wurden, ging er näher auf die strategischen und taktischen Atomwaffen ein. Alle Atomwaffen, wie auch Kriegswaffen überhaupt sind zu ächten. Ein begrenzter Atomkrieg ist eine Illusion. Nach der Blockkonfrontation wurden die Bestände an Atomwaffen auf deutschem Boden reduziert. Es lagern aber immer noch welche in Büchel. Anstatt die Bestände zu reduzieren, werden die Atomwaffen modernisiert. Aber auch zivile Anlagen wie Atomkraftwerke können zur Atomwaffe werden. Das zeigen gerade die kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine. Das Atomkraftwerk in der Nähe von Magdeburgs Partnerstadt Saporischschja ist umkämpft. Es ist nicht auszuschließen, dass das Kraftwerk Schaden nimmt. Die ukrainische Regierung hat der internationalen Atomenergieorganisation bisher (IAEA) bisher keine Inspektion gestattet. Der Einsatz für den Frieden setzt den inneren Frieden voraus. Die gewünschten Veränderungen müssen auch vorgelebt werden. Siehe Beitrag.

Weitere Redner*Innen verwiesen darauf, dass keinesfalls die NATO bei aller Ächtung des Ukrainekrieges eine Friedensmacht ist.

Es wurde ein Bericht vom Friedensfestival Pax Terra Musica Ende Juli und eine Vorschau auf das Magdeburger Friedensfestival Anfang September gegeben.

Nächster Termin ist die Mahnwache zum Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Nagasaki am 09. August 2022 in Magdeburg. Es kommt darauf an, dass sich die Friedensbewegung nicht auseinander treiben lässt. Differenzen im Detail müssen gemeinsamen Aktionen untergeordnet werden.

Rainer Wulff aus Halberstadt unterstrich die Aktualität des Liedes „Es ist an der Zeit“ von Hannes Wader und schloss die Kundgebung mit einem Ständchen auf seiner über hundertjährigen Mundharmonika ab.

Auf der Wanderung auf der B 71 wurde gezeigt, dass die  Straße nicht nur der Ort für Sonntagsausflüge ist, sondern auch der Ort, um für den Frieden einzutreten.

An der Sperrgebietsgrenze wurden schon die Vorkehrungen für den Wildzaun getroffen. Die Gewährleistung eines störungsfreien Übungsbetrieb der Bundeswehr gerechtfertigt nicht solch eine Verschwendung von Steuermitteln und Umweltfrevel. Hier ist das Land Sachsen-Anhalt in der Pflicht, die Interessen des Umweltschutzes gegenüber dem Bund zu vertreten.

Jeder Friedensweg in der Colbitz-Letzlinger Heide ist immer ein Naturerlebnis. So löste die stattliche Eiche am Rand des Ortsteils Bewunderung aus. Fünf Erwachsene waren notwendig, um deren Stamm zu umfassen. Mögen die heute jungen Bäume auch ein solches stattliches Alter erreichen. Dazu bedarf es noch vieler Anstrengungen gegen den Klimawandel.

Nach der etwa 4 km langen Wanderung gab es zur Stärkung wieder das Picknick und damit Gelegenheit für weiteren Austausch zu aktuellen Fragen.

Mit dem Friedensweg begann das 30. Jahr des Bestehens der Bürgerinitiative.  

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Am kommenden FREITAG, 8.7.2022 von 10-13 UHR laden die "Oldis for Future"zu einer MAHNWACHE anlässlich des "Mayors for Peace"-Flaggentages vor dem Magdeburger Rathaus ein. Um eine breite Teilnahme wird gebeten. Gegen 11 Uhr wird Oberbürgermeisterin Simone Borris erwartet. Jährlich am 8. Juli werden in rund 500 Städten und Gemeinden die Flaggen der Mayors for Peace gehisst, um sich für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen zu engagieren.

Vom Friedensweg, der 346.: Sonntag, 03. Juli 2022, 14 Uhr, Samswegen, an der Kirche Wanderung
zum Wehr an der Ohre und zurück (4 km) Floßfahrt auf der Ohre.
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Im Hochsommerwetter fanden sich knapp 30 Personen ein zum 346. Friedensweg. Für Erfrischung sorgte eine Floßfahrt auf dem Flüsschen Ohre.

Dr. Eckart Frey aus Samswegen zitierte Erich Kästner "Die Menschen sind gut, bloß die Leute sind schlecht.“ Angesichts des Krieges in der Ukraine werden viele andere Kriege auf der Welt vergessen. Noch immer herrscht Hunger auf der Welt. Dr. Frey engagiert sich für den Ausgleich zwischen Israel und Palästina. Angesichts der Kriegsgefahr sind viel zu wenige Menschen auf der Straße. In diesem Zusammenhang lobte er die Ausdauer der Bürgerinitiative OFFENe HEIDe. Im weiteren Verlauf der Kundgebung wurde die Erklärung der Kundgebung „Wir zahlen nicht für eure Kriege! 100 Milliarden für eine demokratische, zivile & soziale Zeitenwende“ vom Vortag verlesen und ein kurzer Bericht gegeben.

Lebhaft schilderte Joachim Spaeth den Ausflug der 17 ABC-Kinder der Kita "Weltkinderhaus" in Magdeburg nach Colbitz. Wasserwerk mit Krokodil, Lindenwald und Rabensol standen auf dem Programm. Die Suppe an diesem Tag hatten sich die Kinder selbst gekocht. Nach Auskunft der Erzieher*innen der Kindereinrichtung war der Ausflug noch lange Gesprächsthema unter den Kindern. "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr", es bleibt zu hoffen, dass dieser Tag bei den Kindern einen kleinen Beitrag zu einem achtsamen Umgang mit den Lebensgrundlagen gelegt hat. Finanziert wurde der Tag u.a. durch die Spenden der OFFENen HEIDe, gesammelt vom interaktiven Weihnachtsmann bei den Friedenswegen im Dezember.

Auf ging es zum Wehr an der Ohre, wo das Floß schon bereit stand. Doch zunächst gab es an einem schattigen Plätzchen das traditionelle Picknick. Gesprächsstoff gab es genügend. Unter "Kapitän" Malte Fröhlich bildete die Floßfahrt stromauf und wieder zurück den krönenden Abschluss des Friedensweges. Viele Füße fanden Abkühlung im Wasser der Ohre. Während der Fahrt gab es interessante Biotope am und im Wasser zu sehen.

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Samstag den 02.07.2022, 14 bis 18 Uhr.
39122 Magdeburg, Unterhorstweg 26,
Treff Parkplat
z

Dr. Hagen Kühn (Soziologe) und Malte Fröhlich (Friedensaktivist/Offene Heide), referieren zu "Geopolitischen Zusammenhängen des Ukraine-Krieges und regionalem Friedensengagement" Im Anschluss findet eine moderierte Diskussion mit den Referenten und zwei weiteren Talk-Gästen statt. Der Autor und Kabarettist Lars Johansen hat bereits angekündigt, als Talk-Gast dabei zu sein.
Nach der Gesprächsrunde, etwa 90 Minuten, geht das Mikrofon auch in die Zuschauer-Runde, so dass sich jeder zu diesem brennendem Thema kommunikativ einbringen kann.Organisatoren: Uwe Albert, Guido Schulz (Moderator) Siehe Anlage

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17 Kinder von der Kita „Weltkinderhaus“ in Magdeburg konnten wir jüngst mit einem Tag in der Colbitz-Letzlinger Heide beschenken. Es gab Führungen durch den Lindenwald mit dem Förster und durchs Wasserwerk. Dem Hufschmied am Rabensol wurde über die Schulter geschaut und eine Suppe zubereitet. Unterstützung gab es auch vom LIBa "Besser essen. Mehr bewegen." e.V. Finanziert wurde die Sache u.a. durch unsere Spenden über den interaktiven Weihnachtsmann bei den Dezember-Friedenswegen. Der Verein Colbitz-Letzlinger Heide nachhaltig e.V. hat diese ABC-Kinderfahrt mit anderen Kooperationspartnern durchgeführt.

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Zum Samstag, den 11. Juni ruft in verschiedenen Städten bundesweit
die Offensive für Abrüstung zu Demonstrationen gegen das geplante 100 Milliarden Euro Sondervermögen für die Bundeswehr auf.

In Magdeburg gibt es 11Uhr vor dem Hauptbahnhiof Magdsbdurg eine Kundgebung
Siehe auch hauptfeind.de

Vom Friedensweg, den 345. am Sonnabend, dem 04. Juni 2022, 14 Uhr am Domportal, Kundgebung - Weg zur Stele "Völkerfreundschaft", zum Monument der Völkerfreundschaft und zurück (5 km)


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Der 345. Friedensweg fand in Magdeburg im Zusammenwirken mit der "Initiative FÜR FRIEDEN - Magdeburg" statt. Treffpunkt war das Domportal.

Knapp 50 Menschen kamen trotz Volksfesten, Ausflugswetter und noch geöffneten Geschäften zur Kundgebung.

Domprediger i. R. Giselher Quast zog es auch an seine Wirkungsstätte zum Friedensweg. Er lenkte die Aufmerksamkeit auf die Skulptur von Kaiser Otto I. zwischen den Türen. Dort nistete eine Taube in der Krone des Kaisers. Das soll kein Zeichen sein, dass wir „einen in der Krone“ haben, wenn wir uns der allgemeinen Kriegsrhetorik widersetzen und gegen Waffenlieferungen und andere Mittel der Kriegsbeteiligung sind. Pazifismus ist gerade nicht aktuell. Selbst die Ratspräsidentin der Evangelischen Kirche in Deutschland Annette Kurschus ist für Waffenlieferungen in die Ukraine.

Malte Fröhlich erwiderte, dass der Krieg in der Ukraine nicht die Krise des Pazifismus, sondern die Krise des Militärischen ist. Die NATO gibt jetzt schon viel mehr für Rüstung aus als Russland. Jetzt wird noch ungezügelt aufgerüstet. Die Kirche als Institution mit ihrer Befürwortung von Waffenexporten und Militärseelsorge ist kein Partner mehr für die Friedensbewegung. Außenministerin Annalena Baerbock benutzt mit ihrer Ablehnung eines "Diktatfriedens" das gleiche Vokabular wie seinerzeit das faschistische Deutschland bei der Bewertung der Versailler Verträge.

Friedrich Rabe wandte sich gegen die Dämonisierung von einzelnen Personen. Zum Krieg gehören viele. Er stellt die Frage, wer an Kriegen verdient. Die Bevölkerung in vielen Ländern leidet unter den Folgen des Krieges und muss die Zeche für Kriege bezahlen. Das zeigt sich auch an der aktuellen Inflation. Waffen sind Waffen und können töten, egal, ob sie "leichte" oder "schwere" sind. Es gilt nach wie vor: "Die Waffen nieder!"

Jugendliche der Initiative Frieden Magdeburg stellten die Systemfrage und damit die Klassenfrage im Zusammenhang mit Kriegen. Das wurde auch in den Sprechchören während des Weges durch die Stadt zum Ausdruck gebracht. Es gibt nicht nur den Ukrainekrieg, sondern auch andere bewaffnete Auseinandersetzungen, an denen die "westliche Wertegemeinschaft" beteiligt ist.

Am Weg durch die Stadt nahmen etwa 30 Personen teil. Erste Station war die Friedenstafel am Opernhaus. Diese wurde mit aktuellem Material ergänzt. In der Stadt ist dieser Ort des Austauschs zu Friedensfragen noch viel zu unbekannt.

Weiter ging es zum Mahnmal für die Opfer der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki. Zur Entstehungsgeschichte und zu den Erhaltungsarbeiten  sprach Restaurator Dietmar Fröhlich. "Ein ganz wichtiges Monument für unsere Stadt und wird es auch bleiben."

An der Stele der Völkerfreundschaft gab es Erläuterungen durch Hermann Schrader. Die benachbarte Johanniskirche war in ihrer Zerstörtheit ein Ort der Mahnung gegen den Krieg. Inzwischen wurde sie wieder aufgebaut und die Wunde des Krieges ist verschwunden.

Die nächste Aktion ist eine Demonstration gegen das Sondervermögen in Höhe von 100 Mrd. € für die Bundeswehr am Sonnabend, 11. Juni 2022 um 11 Uhr in Magdeburg auf dem Bahnhofsvorplatz.

Die Friedensversammlungen vor dem Dom in Magdeburg machen bis zum 27. August 2022 Sommerpause, bei den Friedenswegen gibt es keine Sommerpause.
Zum Abschluss gab es wieder ein Picknick.

Manuskript zu den Worten von Hermann Schrader am Monument der Völkerfreundschaft

Video vom Friedensweg auf YouTube

Flugblatt
| Rundbrief

Vom Friedensweg, den 344. am Sonnabend, dem 07. Mai 2022 mit Treffpunkt um 14 Uhr in Vollenschier an der Kirche
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In fast familiärer Stärke von knapp 20 Personen waren wir mit dem 344. Friedensweg in Vollenschier zu Gast. Das mag an den zeitgleich stattfindenden Veranstaltungen rund um den 8. Mai liegen und an der Tatsache, dass das Frühlingsfest an der Vollenschierer Kirche in diesem Jahr wieder ausgefallen ist. Im Nachbardorf war eine Party angesetzt und somit wurde befürchtet, dass nicht genügend Gäste zusammenkommen. Der Förderverein Vollenschierer Kirche e. V. kümmert sich seit Jahrzeiten um den Erhalt der Kirche und finanziert sich auch durch Veranstaltungen. Es bleibt die Hoffnung, dass 2023 wieder ein Frühlingsfest in gewohnter Form stattfindet.

Mit dem Ukraine-Krieg und den Aufrüstungsplänen der Bundesregierung und der NATO gibt es genügend Gründe, auf die Straße zu gehen und sorgten für Gesprächsstoff auf der Kundgebung und der Wanderung. Verwiesen wurde auf die Ausstellung der Rosa-Luxemburg-Stiftung in der Magdeburger Stadtbibliothek und die Diskussionsveranstaltung der Stiftung.

Andreas Hoenke ging in seiner Andacht auf den Lehrspruch des Tages „Der Gott des Friedens rüste euch aus mit allem Guten, dass ihr seinen Willen tut.“ (Hebräer 13,20.21), der treffender nicht sein konnte. Alle Waffen und Kriegsgerät gehören auf den Müllplatz der Geschichte, von wo aus sie keiner mehr zurückholt.  Der Aufenthalt in der Kirche bot die Gelegenheit, sich mit den Sanierungsfortschritt vertraut zu machen.

Mit der abschließenden Wanderung machten sich die Teilnehmenden bei schönem Frühlingswetter ein besonderes Geschenk. Anfang Mai hat die Natur ihre besonderen Reize. Fragen zu Flora und Fauna konnten nach Möglichkeit gleich beantwortet werden. Auch auf der kurzen Wanderstrecke waren die Folgen des Klimawandels sichtbar. Und dann ganz in der Nähe der Umweltfrevel der Bundeswehr in Form des Baus eines Wildzauns!

Flugblatt | Rundbrief

Meldungen/ Medien/Termine
8.Mai 2022, 15 Uhr Stendal, Mahnwache am Ehrenfriedhof für die gefallenen sowjetischen Soldaten an der B 189 Malte Fröhlich lädt zur Mahnwache ein, um "...gemeinsam dem Ende des 2.Weltkrieges, seinen furchtbaren Opfern und dem besonderen Beitrag, den die sowjetischen Soldaten zu seinenm Ende beigetragen haben, zu erinnern und zu gedenken. ..."
Gedenken an den 08. Mai 1945

am 8.5.2022 um 10 Uhr Ehrenhain im Nordpark in Magdeburg

Vom Friedensweg, den 343. und Ostermarsch "Durchbrechen wir gemeinsam den Teufelskreis Klimawandel, Militär und Krieg": Ostermontag 18. April 2022 - 11 Uhr am Sportplatz Dolle, Kastanienstraße in 39517 Burgstall Ortsteil Dolle
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Bereits am frühen Morgen des Ostermontags begannen auf dem Festplatz von Dolle der Aufbau für den Ostermarsch. Mit dem Festplatz haben wir einen guten Ort für die Veranstaltung gefunden. Dafür ein Dankeschön an den Heimatverein Dolle.

Besonderen Beifall gab es für die 33 Menschen, die mit dem Fahrrad in der Mehrzahl aus Magdeburg angereist waren. Die Radtour zum Ostermarsch mit Unterstützung durch den ADFC Magdeburg hat schon Tradition.

Pfarrer Thomas Meyer brachte sein Stehaufmännchen mit ans Mikrofon. Immer wieder aufzustehen, sich nicht unterkriegen lassen und den eigenen Standpunkt wahren ist gerade angesichts der gegenwärtigen Kriege und der Kriegsrhetorik wichtig.

Bei schönem Frühlingswetter begaben sich etwa 300 Menschen auf den Weg zur Gedenkstätte. 50 weitere Personen kamen auf dem Festplatz hinzu.

Am Denkmal schilderte Bernd Luge die Ereignisse des Todesmarsches im April 1945. Es gab damals Menschen, die sich schuldig gemacht hatten und welche, die sich dem Treiben entgegenstellten, wie der Bürgermeister des Nachbardorfs Burgstall.

Auf dem Weg durch den Ortsteil wurden wir wieder musikalisch durch Jan Blümel begleitet.

Am Kundgebungsplatz gab es Livemusik mit "Tupamaro" (Fionn Stacey). Von ihm stammt auch unser musikalischer Ostermarschaufruf. Von Heinz Ratz und Michael Zachcial, die frühere Ostermärsche musikalisch gestaltet hatten, wurden Grußworte eingespielt. Beide betonten die kontinuierliche Arbeit der OFFENen HEIDe für den Frieden seit Jahrzehnten.

Jacqueline Andres von der Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V. in Tübingen brachte in ihrer kraftvollen und mitreißenden Rede den Zusammenhang zwischen Krieg und Klimawandel zum Ausdruck. Nicht nur in der Ukraine und in anderen Kriegen sterben Menschen, sondern auch durch die Folgen des Klimawandels. Gerade der jüngste Bericht des Weltklimarates zeigt den Ernst der Lage auf. Die Herausforderungen an die Menschheit können nur im Frieden gelöst werden.

Ernst Ludwig Iskenius von der deutschen Sektion der IPPNW hatte selbst als Arzt in Krisengebieten gearbeitet Er ging darauf ein, dass jeder Krieg eine Vorgeschichte hat. Diese ist geprägt von Aufrüstung, die der Abschreckung dienen soll, mit vereinfachten Feindbildern und dem Kampf um Vorherrschaft. Waffenlieferungen, wie jetzt von der Bundesregierung beschlossen, sind nur Brandbeschleuniger von Kriegen. Es gibt Alternativen zu den bewaffneten Auseinadersetzungen. Diese müssen nur gelebt werden.

Nach den beiden mit etwas weiterer Anreise brachte Klaus Czernitzki von der Bürgerinitiative OFFENe HEIDe die lokalen Aspekte ins Spiel. Er engagiert sich für die LINKE in der Kommunalpolitik. Die Colbitz-Letzlinger Heide hat eine große Bedeutung für die Trinkwasserversorgung in der Region. Ferner widerlegte er das in der Region von der Bundeswehr verbreitete Bild als "Ökotruppe" Bundeswehr Kriege sind in dreifacher Hinsicht Umweltzerstörung: bei der Vorbereitung wie hier auf dem Truppenübungsplatz, während des heißen Krieges und mit ihren langfristigen Folgen. Mit eindeutigen Worten drückte er seine Abscheu für alle Kriege aus.

Abgerundet wurde der Ostermarsch wieder durch den Ostermarkt, der neben der Versorgung der Teilnehmenden auch Gelegenheit zu Begegnung und Gesprächen bot.
Aufruf | Rundbrief | Impressionen vom Ostermarsch

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Meldungen/ Medien/Termine
04.04.2022; 22:10 Uhr MDR -
Fakt ist! Aus Magdeburg
Milliarden für die Bundeswehr – Landesverteidigung oder Wettrüsten?
Gäste u.a.:• Dr. Marcus Faber, FDP-Bundestagsabgeordneter und Mitglied im Verteidigungsausschuss,• Sevim Dağdelen, Die Linke-Bundestagsabgeordnete • Dr. Joachim Weber, Sicherheitsexperte Universität Bonn Weiterhin spricht Bürgerreporter Stefan Bernschein mit Menschen,
"die sich in Sachsen-Anhalt in verschiedenen Friedensinitiativen engagieren."
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17.03.2022 | Beim Prozess gegen Paula Schuhmann und Helmut Adolf vor dem Amtsgericht Bonn wurden die Beweggründe für die Bußgeldwidersprüche der beiden zurückgewiesen. Bußgelder in Höhe von 200€ sowie 400€ wurden ausgesprochen:

Paula Schumann in ihrer Einlassung: "Betrachtet man auf dieser Grundlage die Einsätze der Bundeswehr, so muss man zwangsläufig feststellen, dass sich die Bundesrepublik von einem rechtstreuen Staat zu einem rechtbrechenden verändert hat. Entscheidend für diese Veränderung war die Beteiligung an dem Jugoslawienkrieg 1999. Seit diesem Zeitpunkt beteiligen sich Bundeswehrangehörige an jedem Tag an illegalen Kriegseinsätzen. Diese Kriegseinsätze entsprechen in den meisten Fällen nicht den drei bereits ausführlich erklärten Ausnahmen des generellen Kriegsverbotes. Das bedeutet, solange ich lebe, gab es nicht einen Tag, an dem sich die Bundesregierung und Bundeswehr vollumfänglich an das geltende Recht gehalten haben!" Siehe Einlassung und Schlusswort

Helmut Adolf stellt in seiner Einlassung fest:"Die Antwort der Bundesregierung auf den Krieg in der Ukraine in Form des Sondervermögens der Bundeswehr in Höhe von 100 Mrd. Euro ist die falsche. Damit wird noch mehr Öl ins Feuer gegossen." Siehe Einlassung Schlusswort

 

Grafik GA GUEZ

Einladung zum Prozess gegen zwei Kriegsgegner (GÜZ-Prozesse ) Amtsgericht Bonn, Wilhelmstr. 21, 53111 Bonn 17.03.2022, 10.30 Uhr und 11.30 Uhr - ab 9.30 Uhr öffentliche Mahnwache vor dem Amtsgericht
In der Prozessreihe vor dem Amtsgericht Bonn stehen am 17.3.2022 erneut zwei Aktive der „Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen“ vor Gericht
Im Rahmen der „GA GÜZ abschaffen“ hatten 20 Kriegsgegner*innen im Sommer 2020 das Gefechtsübungszentrum Heer (GÜZ) in der Altmark unerlaubt betreten und das ehemalige Dorf Salchau besetzt. Sie blieben mehr als 30 Stunden. Während dieser Zeit musste der Übungsbetrieb auf dem Platz eingestellt werden.
Die Bundeswehr erwirkte ein Bußgeld von 200€ bzw. 500€, gegen das die Betroffenen Widerspruch einlegten.
Schumann und Adolf gehören beide zur BI OFFENe HEIDe. Die Bürgerinitiative arbeitet vor Ort an der Abschaffung des Gefechtsübungszentrum und organisiert seit 1993 monatliche Friedenswege in die Colbitz-Letzlinger Heide Zur Einladung

Vom Friedensweg, den 342.: Sonntag, 06. März 2022, ab 14 Uhr mit einem Frühjahrsputz.
Der Treffpunkt war im Ortsteil Dolle vor dem Denkmal direkt an der B 189

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„Die Waffen nieder!“ war angesichts des Krieges in der Ukraine das zentrale Motto des Friedensweges.

Die etwa 35 Teilnehmenden des Friedensweges waren sich darin einig, dass Kriege kein Mittel der Konfliktlösung sind und deren Anzettelung durch nichts zu rechtfertigen ist.

Besonders der Beitrag des Vorsitzenden des IPPNW in Deutschland auf der großen Friedensdemonstration am 27. Februar 2022 in Berlin sprach uns aus dem Herzen. Dieser wurde zum Auftakt des Friedensweges verlesen. Eine Verurteilung des Krieges in der Ukraine ist nicht gleichzeitig die Zustimmung zum Aufrüstungskurs der Bundesregierung. An Stelle der Aufrüstung bedarf es einer neuen Friedensordnung in der Welt. Ebenso äußerten sich auch andere Friedensbewegte, mit denen die Bürgerinitiative im Austausch steht. Als von der Friedensdemonstration in Berlin, an welcher auch Leute von der OFFENen HEIDe teilgenommen hatten, berichtet wurde, passierten Fahrzeuge der Bundeswehr die B 189.

Eine schlecht ausgerüstete Bundeswehr, wie sie in der Öffentlichkeit immer dargestellt wird, kann sich keinen riesigen Truppenübungsplatz mit Gefechtsübungszentrum Heer und der Übungsstadt Schnöggersburg leisten und diesen dann noch umzäunen.

In den Reden kam die große Betroffenheit vom Krieg zum Ausdruck. Es wurde nach den Ursachen des Krieges gefragt und nach den Begleitumständen. Diese gibt es weit über Russland und die Ukraine hinaus. Die Diplomatie ist gefragt, dem Krieg ein schnelles Ende zu bereiten.

Malte Fröhlich verwies auf die Soziale Verteidigung als Alternative zur Verteidigung mit Waffen. Dafür gibt es schon Beispiele, doch bislang wurde die Soziale Verteidigung nur von Herrschenden zum Mittel der Politik gemacht.

Bernd Luge freute es, dass keine Nationalflaggen auf der Kundgebung gezeigt wurden, denn Fahnen sind Ausdruck von Nationalismus. Und dieser führt oft zu Krieg. Der von ihm gestaltete Kalender 2023 "Wilde Heide" hatte auf dem Friedensweg Premiere.

Unter den Versammelten waren einige mit persönlichen Kontakten nach Russland und in die Ukraine. Sie schilderten, wie sehr sie die gegenwärtige Situation belastet. Eine Mitstreiterin ist gerade dabei, auf ihrem Grundstück Quartiere für geflüchtete Ukrainierinnen herzurichten.

Der nächste Friedensweg ist zugleich der Ostermarsch, dieser führt auch nach Dolle und an die Gedenkstätte. Über dem Stand der Vorbereitung wurde informiert.

Beim abschließenden Frühjahrputz wurde das Umfeld der Gedenkstätte vom Müll befreit.

Eine Teilnehmerin, die selbst persönliche Beziehungen in den Donbass unterhält, nutzte den Frühjahrsputz auf eine ganz besonders nachhaltige Weise: Sie pflanzte Frühlingsblüher in eine Rabatte vor der Gedenkstätte. Frühjahr war es auch im Jahr 1945, als Häftlinge auf dem Todesmarsch durch Dolle getrieben wurden.

Auch lange nach der eigentlichen Kundgebung sorgte die aktuelle politische Situation für Gesprächsstoff.

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27.02.2022 Berlin | JETZT für Frieden auf die Straße gehen! - apelliert das Netzwerk Friedenskooperative. Dieser und ähnlichen Aufforderungen sind heute unzählige Menschen gefolgt. Auch aus der BI OFFENe HEIDe waren Teilnehmer:innen dabei. Gleich zum Auftakt in Berlin vor mehreren hunderttausend Demonstranten gegen Putins Krieg wertete der Verdi-Vorsitzende Frank Werneke am Mikrofon diese Demonstration sei ein starkes Zeichen der Solidarität. Er machte sogleich deutlich: "Putin ist nicht Russland!“ Demonstrationen für einen sofortigen Abzug der russischen Angriffsarmee aus der Ukraine gab es auch in vielen anderen deutschen und europäischen Städten von Stockholm bis Istanbul und von Bregenz bis Den Haag - dort wo zahlreiche Teilnehmer:innen Putin vor dem Internationalen Strafgerichtshof sehen möchten. Besonders ermutigend ist aber, dass trotz größter Gefahr repressiver Übergriffe durch Polizei und Geheimdienste am Sonntag auch in vielen russischen Städten Menschen auf die Straße gegangen sind, um gegen den Angriff auf die Ukraine zu demonstrieren. Uns eint und verbindet die weltweite Solidarität gegen Kriege.

Die Waffen nieder!
Rede des IPPNW-Vorsitzenden Dr. Lars Pohlmeier


24.02.2022 Internationaler Versöhungsbund

Pressemitteilung zum Krieg in der Ukraine / Erklärung der Ukrainischen Pazifistischen Bewegung


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22.02.2022 | Die Waffen nieder!
Mit dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine eskaliert der Konflikt. Die territoriale Integrität und Sicherheit der Ukraine wird verletzt, das Völkerrecht gebrochen. Die Gefahr eines großen Krieges in Europa wächst. Wir fordern: Die Waffen nieder bei gleichzeitigem Stopp der Natoerweiterung! In diesem Zusammenhang sei erinnert, das Vorgehen Russlands folgt der Blaupause des Angriffskrieges der NATO gegen Jugoslawien 1999.

Siehe auch Demoaufruf Netzwerk Friedenskooperative für Sonntag, den 27. Februar 2022 in Berlin

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26.02.2022 | MAGDBEURG | Wir haben heute aus vielen persönlichen Reden Betroffener auf der Kundgebung #StopptDenKrieg der Deutsch-Ukrainische Vereinigung Sachsen-Anhalt e.V. gehört, welches unerträgliche Leid die ukrainische Bevölkerung durch den von Putin begonnenen Angriffskrieg gerade erfährt. Ein Hoffnungsschimmer sind die Worte und die Entschuldigung einer russischen Bürgerin gewesen, dass die russische Bevölkerung diesen Krieg ausdrücklich nicht will. Mit unserem Transparent "Ziehe niemals in den Krieg!" haben wir heute unsere pazifistische Haltung gegen die barbarische militärische Aggression einmal mehr deutlich gemacht. Dieses Transparent haben wir schon 2014 gedruckt und verstehen es als Stoppschild. Wir sind bedrückt, dass diese Erwartung an ein friedliches menschliches Miteinander auch einmal mehr niedergestampft wird.

Das politopia-magazin ist das gesellschaftspolitische Magazin bei radio x, dem Frankfurter Bürgerradio. 02.02.2022 | Im Gespräch mit Juju und Dr. med. Ernst-Ludwig Iskenius, BesetzterInnen von dem Truppenübungsplatz Altmark_GÜZ (Gefechtsübungszentrum Heer) am 19. September 2020. Die Besetzterinnen gelangten fast ungehindert auf den 230km² großen Truppenübungsplatz. Warum und was die Kriegsführung bringt, aus der Perspektive von einer Friedensaktvistin und einem Mediziner. Zum Audio Link

Vom Friedensweg, der 341.: Sonntag, 06. Februar 2022, 14 Uhr, Wolmirstedt, vor dem Rathaus, Wanderung Friedensstraße - Brache Krankenhaus - Ohre - Schlossdomäne (3 km)

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Dieses Mal wurde Wolmirstedt als Ort des Friedensweges gewählt. Im Jahr zuvor gab es winterliches Wetter und der Friedensweg musste ausfallen. In der Stadt kann man den winterlichen Bedingungen eher widerstehen. 

Dem Aufruf folgten etwas über 40 Teilnehmende. Trotz der Plusgrade zeigte sich das Wetter regnerisch und stürmisch. Der Aufruf zum Ostermarsch Sachsen-Anhalt 2022 in Dolle unter dem Motto "Durchbrechen wir gemeinsam den Teufelskreis Klimawandel, Militär und Krieg" hat der Rapper Tupamaro für uns vertont und verfasst. Zum Auftakt des Friedensweges erfolgte der Release des bewegenden antimilitaristischen Aufrufs mit dem Appell an die Anwesenden, diesen über die Landesgrenzen Sachsen-Anhalts hinaus zu tragen.

Der Aufruf "Friedenspolitik statt Kriegshysterie" zur Ukraine-Krise wurde verlesen und fand bestätigenden Beifall. Friedrich Rabe ging auf die Vorgeschichte der Ukraine-Konfliktes ein. Mit vereinfachten Darstellungen und Drohgebärden ist dem Konflikt nicht beizukommen. In den weiteren Ausführungen stellte er den Schutz des Lebens in den Mittelpunkt. Dabei schlug er die Brücke von der Friedens- und Sozialpolitik zur Umweltpolitik.

In Wolmirstedt wurde das Krankenhaus geschlossen. Michael Lautner schilderte das vergebliche Bemühen der Kommunalpolitik um Erhalt des Krankenhauses. In diesem Krankenhaus hat Heidrun Wehde ihren Töchtern das Leben geschenkt. Sie lobte die familiäre Atmosphäre und die menschliche Nähe in diesem Haus. Schnell wurden aus der Region weitere Beispiele für geschlossene Krankenhäuser geliefert. In den ländlichen Gegenden werden die Wege zur medizinischen Erstversorgung immer länger, was dem Gebot eines schnellen Handelns in medizinischen Notfällen entgegen wirkt. Vielfach fehlt es den medizinischen Einrichtungen an Personal, was sich gerade in der gegenwärtigen Pandemie zeigt. Die gleiche fiskalische Kosten-Nutzen-Gesamtrechnung wie bei den Ausgaben für Gesundheit und Soziales wünschen wir uns beim Militär.  

Der Weg führte u. a. auf der Friedensstraße zu jener Stelle, wo sich einst das Krankenhaus befand. Am Flüsschen Ohre entlang ging es weitere auf die Schlossdomäne, die schon mehrmals Ort von Aktivitäten der Bürgerinitiative war.   

Im Windschatten des historischen Gemäuers der Schlosskapelle gab es das Picknick. Dabei wurde die Zeit bis zum Beginn der Führung durch die Sonderausstellung „13. April 1945 - Der gestrandete Zug von Farsleben" überbrückt.

In der Ausstellung wurden Aspekte von Geschichte und Geschichtsschreibung mit der Museumsleiterin heftig diskutiert.

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06.02.2022 | Auf dem Friedensweg in Wolmirstedt wurde der Ostermarschaufruf als Rap musikalisch und gedruckt vorgestellt Der junge Künstler Tupamaro schuf dieses Werk unter dem Titel „Ihr habt den Schuss nicht gehört!“ Text und Musik sind auf der Ostermarschseite zu finden, Ein Musikvideo von Tupamaro dazu, bei Youtube. Der Ostermarsch soll am 18. April 2022, 11 Uhr in Dolle Dolle beginnen.

Aus dem Intro: "Krieg ist nicht mehr die Ultima Ratio, sondern die Ultima Irratio. Ich bin 1999 geboren. In meinem gesamten bisherigen Leben gab es keinen einzigen Tag, an dem Bundeswehrangehörige nicht an Kriegshandlungen teilgenommen haben. Mit dieser entsetzlichen Tatsache kann ich mich nicht abfinden.“

Bild Foto: cc BI OFFENe HEIDe 22.01.2022 | Mit einer Mahnwache am Bhf. Eichenweiler beteiligt sich die BI OFFENe HEIDe an der Aktionswoche der Initiative Weltoffenes Magdeburg, erinnert angesichts der Zerstörung Magdeburgs am 16. Januar 1945 an die Verantwortung aller Generationen für Frieden und Menschlichkeit und wendet sich gegen Naziaufmärsche..
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"Bisher ungelöster gefährlicher Konflikt in Europa" Position von Regina Silbermann,Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Deutsch-Russische Freundschaft der LINKEN in Sachsen : "Die EU sollte endlich erkennen, dass die militärische Präsenz der USA in der Ukraine nicht zum Nutzen für Europa ist. Die USA verfolgen damit ihr eigenes Ziel, ihr Einflussgebiet zu erweitern und damit ihre Vorherrschaft in der Welt zu festigen. Sie wollen in der Ukraine einen ständigen Krieg führen, wie in Afghanistan. Damit ist das Land bis ewig destabilisiert und nutzlos." 'Zum Positionspapier
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der LAG, Bild: "Aktion 1. Mai 2021 vor Kaserne Frankenberg
"

Bild Foto cc BI OFFENe HEIDe Auch die BI OFFENe HEIDe war auf der Luxemburg-Liebknecht-Demonstration am 10.Januar 2022 in Berlin dabei. Die Demonstration stand unter dem Motto: Gegen imperialistische Kriege! Für Frieden und Völkerverständigung!

Vom Friedensweg, den 340.: Sonntag, 02. Januar 2022, 14 Uhr, Einmündung nach Hillersleben-Siedlung an der Kreisstraße zwischen Wedringen und Neuenhofe "Neujahrsempfang" der OFFENen HEIDe, Wanderung auf der Unteren Straße zum See (3 km) .

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Zur Auftaktkundgebung der etwa 45 versammelten Personen regnete es. Das war vielleicht ein Zeichen, dass der Himmel weinte wegen des vielen Leid, welches von den Waffen, die in der damaligen Heeresversuchsstelle Hillersleben für den Zweiten Weltkrieg getestet wurden, ausgegangen ist. Heute übt immer noch Militär in der Heide. Der 340. Friedensweg war gewissermaßen der Neujahrsempfang der Bürgerinitiative. Dem Regen konnten wir mit dem aufgestellten Pavillon etwas entgegensetzen. Gegen die Kriegsgefahren hilft nur ein entschlossenes Eintreten von vielen Menschen weltweit. Unseren Anteil dabei wollen wir auch im Jahr 2022 leisten.

Zum neuen Jahr gehören auch neue Kalender. Diese bietet die OFFENe HEIDe schon seit Jahren mit Fotoimpressionen aus der Landschaft oder als Übersichtskalender für den schnellen Blick. Den Fotokalender 2022 nannte Bernd Luge „Botschaften aus der Heide“.

Die Versammlungsleiterin brachte in ihrer Begrüßung die Herausforderungen der Zeit mit dem Zitat „Alles muss sich ändern, damit alles bleibt, wie es ist.“ von Giuseppe Tomasi di Lampedusa auf den Punkt.

Nicole Anger, Landtageabgeordnete der LINKEN und Mitglied in der VVN-BDA brandmarkte die Tatsache, dass der Rüstungshaushalt der Bundesrepublik dreimal so hoch ist, wie der Gesundheitshaushalt. Der Monat Januar hat für sie gleich drei Herausforderungen, erstens das Gedenken an Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg, die nach den Schrecken des Ersten Weltkriegs einen zweiten verhindern wollten, das Gedenken an den 16. Januar 1945 in ihrer Heimatstadt Magdeburg und der und der Holocaust-Gedenktag am 27. Januar. Sie folgte gern der Einladung zum Neujahrempfang. "Frieden ist nicht die Verantwortung der Anderen. Wir alle haben die Aufgabe, uns Tag für Tag für den Frieden einzusetzen. Frieden ist nicht nur die Abwesenheit von Krieg, sondern auch die Mahnung dies jeden Tag wieder gegen jene Kräfte zu verteidigen, die aus Machtinteressen heraus Kriege führen oder Gewalt anwenden." Ferner mahnte sie auf Grund der Schuld, die Deutschland mit dem Zweiten Weltkrieg auf sich geladen hat, einen sensibleren Umgang mit Nachfolgestaaten der Sowjetunion an.(Zum Nachlesen)

Jörg Lauenroth-Mago thematisierte das Friedenengagement der Gewerkschaft Ver.di. Zu seinem persönlichen Friedensengagement zählt auch die Teilnahme an den jährlichen Friedensritten. In diesem Jahr geht es vom 30. Juli bis zum 8. August von Jagel über Eckernförde nach Kiel unter dem Motto “Abrüsten und Aufräumen – Die Ostsee muss ein Meer des Friedens werden!”

Auf der Agenda der Bürgerinitiative stehen im Januar noch das Große Arbeitstreffen und die Beteiligung an den Aktionen rund um den 16. Januar in Magdeburg gegen die Vereinnahmung des Gedenkens durch rechte Kräfte.

Die Wanderung führte durch die für die Heeresversuchsstelle gebaute Siedlung zum See, der von den sowjetischen Truppen zum Baden angelegt worden war. Beim reichlichen Angebot vom selbstgebackenem Brot bis zum Weihnachtsgebäck gab es die Gelegenheit zu weiteren Gesprächen.

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Medienresonanz:
MDR aktuell 02.01.2022 Sonntag (Sendung 21:45 Minute 7:25) Kurzer Beitrag

Meldungen/ Medien/Termine
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09.12.2021, Kita Weltkinderhaus Magdeburg. Mit dem Lied "Scheeflöckchen Weißröckchen" wurden die drei Vertreter der BI OFFENe HEIDe auf dem Hof der Kita empfangen. Die Flöckchen tanzten tatsächlich im Takt der Kinderstimmen. An Simone Renhak übergab Peter Haese von der BI den triditionellen Heide-Kalender 2022, dazu symbolisch das Sammelergebnis von 185€ für eine mögliche "ABC-Kinderfahrt " der Kita, die in den Colbitzer Lindenwald führt und auch einen Besuch des Wasserwerkes ermöglichen soll. Die Übergabe von Weihnachtsäpfeln und süßen Sachen führten zu Beifall aus Kinderhänden. Die Sammel-Ergebnisse des Dezember-Friedensweges mit dem interakiven Weihnachtsmann wurden mit einem herzlichen Dankeschön angenommen.

Erinnerung an Ester Bejarano beim Ostermarsch 2013 in Dolle: Bericht | Youtube
Nachruf : jungeWelt | nd.Aktuell | ZEIT-Online
 

>>>Vorige Friedenswege ab 2020 | 2015-2019 | 2011-2014

Colbitzer Soldatenkarrierekanon

Musik:traditionelles Volkslied aus dem 18. Jhdt. Text: BI OFFENe HEIDe gemeinsam mit Lappalie. Die Rostocker Band Lappalie ist beim Ostermarsch 2019 in Colbitz aufgetreten.
Der Text ist hier zum Nachlesen, der Colbitzer Soldatenkarrierekanon darf durch Rechtsklick in das Video auch heruntergeladen werden
Seit dem 1. August 1993 lädt die OFFENe HEIDe zum Friedensweg ein,
jeden ersten Sonntag im Monat, in die Colbitz-Letzlinger Heide,
ein Stück Heide soll symbolisch in Besitz genommen werden.
Die Colbitz-Letzlinger Heide in Sachsen-Anhalt gehört zu den Kulturlandschaften, die in Mitteleuropa mit ihrer Fläche von
ca. 60000 ha wohl eine der größten "unbesiedelten Flächen " darstellt..
Wenn da nicht seit Jahrzehnten die 23000 Hektar Ödland wären, in der das Militär die Natur, die Menschen, die Landschaft und ihre Geschichte verwüstet haben.

Aus der faschistischen Schießbahn, wurde nach der Befreiung ein Stationierungsort der "Roten Armee". Noch heute sind die Reste von Abschußhügeln des Atomraketenzauns
von 1983 zu sehen, der östlichen Panzerseite des "Kalten Krieges".

Bis zum Ende der DDR wurden Panzerketten und Geschützlärm
zur hingenommenen Tatsache. Viele hatten ihre Jugend in der Heide verbracht
und sie kannten sie nur noch aus der Erinnerung.
Mit der Wende keimte Hoffnung auf ein Ende der militärischen Besatzung
von Natur und Kulturlandschaft, zumal allen bekannt war, daß diese Heide
mit seinen 3,3 Milliarden Kubikmetern Trinkwasser für über 600.000 Menschen im Umkreis bis zu 70 km das Lebensnaß spendet.

Über 70.000 Unterschriften wurden für die militärfreie Heide gesammelt und in Bonn hinterlegt, Landtag und Kreistage plädierten mit ihren Beschlüssen seit Anfang der 90er für die zivile Heide.

Seit dem 1.August 1993 lädt die OFFENe HEIDe zum Friedensweg ein, jeden ersten Sonntag im Monat, in die Colbitz-Letzlinger Heide, ein Stück Heide soll symbolisch in Besitz genommen werden.

Nach einer ersten Hoch-Zeit mit Politikprominenz und starken Schwüren, diktierte Bonn den Panzerübungsbetrieb und damit den pyrotechnisch begleiteten Laser-Schuß auf dem Trinkwasserreservoir.

"Das weiche Wasser bricht den Stein", "Pilze statt Panzer", " Arbeitsplätze statt Schießplätze" gehören zu den Leitlinien der OFFENEn HEIDe. Ob mit oder ohne zivilen Ungehorsam, die OFFENEe HEIDE will über diese Seite ein neues Kapitel der öffentlichen Kommunikation zum Thema beginnen, dabei wollen wir mehr über die Geschichte, Hintergründe und aktuelle Aktionen zugänglich  machen, müssen aber gestehen, hier fangen wir erst an! Suchen auch vernetzende Unterstützung oder kritische Begleitung auch das sachliche Kontra wird entgegengenommen.

Wasser braucht wohl einige Jahre um den filternden Sand zu durchfließen, Öl und Gift vielleicht Jahrzehnte, wir müssen schneller sein!

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