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Friedensweg, der 332.: Sonntag 02. Mai 2021, 14 Uhr Vollenschier, an der Kirche,Wanderung große Runde um den Kirchturm 6 km
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332. Friedensweg am Sonntag, dem 02. Mai 2021 ab 14 Uhr in Vollenschier. Der Treffpunkt ist an der Kirche. Es gibt in diesem Jahr aber auf Grund der Pandemie kein Frühlingsfest! Jede und jeder muss sich sein Proviant mitbringen. In den beiden Jahren seit unserem letzten Besuch wurden die Wandmalereien gesichert und die Bodenbretter des Gestühls ausgetauscht. Es besteht zum Friedensweg die Gelegenheit, die Kirche unter Einhaltung der Hygienebestimmungen zu besichtigen. Wenn dann noch etwas Geld in den Opferstock fällt, freut sich der Förderverein Vollenschierer Kirche e.V., der sich um den Erhalt des Kirchleins kümmert.  Internet: www.kirche-vollenschier.de Abschließend haben wir eine etwa 6 km lange Wanderung auf einem Rundkurs geplant. Flugblatt | Rundbrief

Meldungen/ Medien/Termine
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Bonn 20.04.2021 | Kein Tag ohne Kriegshandlungen- Studentin verteidigt Aktion auf Militärareal vor Gericht
Am heutigen Dienstag wurde eine Studentin aus Magdeburg vom Amtsgericht Bonn zu einem Bußgeld von 200€ verurteilt. Im Rahmen der Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen betrat sie im Sommer 2019 den Truppenübungsplatz Altmark um den Übungsbetrieb zu stören. Wegen des Betretens des militärischen Areals erließ die Bundeswehr einen Bußgeldbescheid, gegen den die junge Frau Einspruch einlegt hat. Deshalb kam es heute zu einer öffentlichen Verhandlung am AG Bonn. Vor dem Gericht protestierten 25 Mitstreiter*innen im Rahmen einer Mahnwache mit Corona-Abstand gegen die Kriegsübungen der Bundeswehr und die Verhängung von Bußgeldern für Aktivist*innen.

Zur Pressemitteilung der Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen

Paul Schumann:"Das gewaltfreie Betreten der Colbitz-Letzlinger Heide dient dem Unterbrechen und Erschweren der illegalen Kriegsvorbereitungen und ist folglich als aktive Rechtspflege anzusehen. Gleichzeitig sind solche Handlungen nur notwendig, da die Justiz versäumt oder sich sogar weigert staatliches Handeln an gültiges Recht rückzubinden."
Siehe Einlassung und Schlusswort

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Am 20. April 2021 (Dienstag) muss sich ab 13.30 Uhr Paula Schumann
vor dem Amtsgericht Bonn für ihren Besuch am
Zaun von Schnöggersburg im Jahr 2019 verantworten. Saal S1.10


Einladung zur Prozessbegleitung 10. Prozess gegen Kriegsgegner
(GÜZ-Prozesse) Amtsgericht Bonn, Wilhelmstr. 21, 53111 Bonn
20. April 2021, 13.30 Uhr
öffentliche Mahnwache ab 12.30 Uhr (mit Corona-Regeln)
Einladung zur Prozessbeobachtung

Neues Deutschland,19.04.21: Prozessbeginn gegen Friedensaktivistin Studentin protestierte gegen Truppenübungsplatz

Vom 331. Friedensweg, als "Kleiner Ostermarsch" am Ostermontag den 05.April um 08 Uhr Gedächtnis-Fahrradfahrt ab MD-Neustädter Bhf. und 11 Uhr Kundgebung Domplatz Magdeburg
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Etwa 90 Menschen fanden sich zum 331. Friedensweg auf dem Domplatz in Magdeburg ein. Dieser war der Ersatz für den Ostermarsch, der auf Grund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie nicht in seiner gewohnten Vielfalt stattfinden konnte.
Viele Einschränkungen und Verbote beherrschen gerade das Leben. Domprediger i. R. Giselher Quast formulierte treffend, dass ein Verbot in diesem Jahr das schönste ist: Das Atomwaffenverbot, denn am 22. Januar trat der Atomwaffenverbotsvertrag in Kraft. Die Atommächte, die NATO- und die meisten EU-Staaten sind diesem Vertrag noch nicht beigetreten. Es gibt also genug Anlass, auf die Straße zu gehen und die Forderung u. a. an die eigene Regierung zu stellen.
Gerade aus kirchlicher Sicht wurde klargestellt, dass Ostern ein Fest des Lebens, nicht des Todes ist.
In Zeiten von Corona dürfen der Erhalt des Friedens und der Klimaschutz nicht aus dem Bewusstsein der Menschen verschwinden.

Wie für den Ostermarsch vorgesehen, bildete den Auftakt eine Gedächtnis-Fahrradfahrt durch den Osten Magdeburgs an Orte, die an Kriegsursachen und Auswirkungen, an Täter und Opfer erinnern und mahnen. So war der Treffpunkt in der Nähe des Sitzes der jüdischen Gemeinde. Etwa 30 Menschen begaben sich trotz der frühen Stunde und des widrigen Wetters auf den Weg. Am Friedhof für die gefallenen sowjetischen Soldaten wurde an das unendliche Leid im Zweiten Weltkrieg erinnert. 27 Millionen gefallene Sowjetsoldaten mahnen zu einem anderen Verhältnis zu den Nachfolgestaaten der Sowjetunion.

Die nächste Station war der Gedenkstein für die Opfer der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki. Dieser muss nach Dr. Eberhard Bürger von der Regionalgruppe des Internationalen Versöhnungsbundes in Zukunft öfter aufgesucht werden, um der Forderung nach Realisierung des Atomwaffenverbotsvertrages Gehör zu verschaffen. Das Gelände am Jerichower Platz hat eine militärische Geschichte. Die Nutzung einer ehemaligen Kaserne als Finanzamt setzt diese Geschichte fort, denn dort wird das Geld für die Rüstungsausgaben eingesammelt. Die hier stationierten sowjetischen Truppen sind abgezogen, aber immer noch sind 33.000 US-Soldat*innen in der Bundesrepublik stationiert.

Christine Böckmann erläuterte die Geschichte des Stadions Neue Welt. Der Ort steht für die Geschichte der Weimarer Republik, die ein Erstarken des Faschismus nicht verhindern konnte. Hier wurden Häftlinge des KZ-Außenlagers am Ende des Zweiten Weltkriegs erschossen. Das Gelände um den Gedenkstein muss entsprechend gestaltet werden.

Vergebens wurde vor dem Rathaus die Fahne der Bürgermeister für den Frieden gesucht. Stattdessen gibt es im Foyer der Rathauses ein Modell der Korvette "Magdeburg". Auch die Kommunalpolitik und namentlich der Oberbürgermeister der Stadt Lutz Trümper können ihren Anteil für eine friedlichere Welt leisten.

Wo zwischen den Menschen Freundschaft herrscht, gibt es keine Kriege, so war die letzte Station der Fahrradfahrt die Stele der Völkerfreundschaft. In Kleingruppen wurden die Motivationen für die Teilnahme ausgetauscht.

Auch auf der Abschlusskundgebung spielten viele persönliche Empfindungen zum Frieden und Erlebnisse aus der Familie eine Rolle. Friedrich Rabe bedauerte in seinem Beitrag, dass die Umbrüche Anfang der 1990er Jahre nicht zu einer friedlicheren Welt geführt haben. Der Warschauer Vertrag wurde aufgelöst, die NATO wird erweitert.

Friedens- und Umweltbewegung sind eng verbunden. Kriege und deren Vorbereitung sind Klimakiller. Es wurde ein sensibler Umgang mit der Umwelt angemahnt, sei es im Kulturpark Rothehorn in Magdeburg oder beim Autobahnbau z. B. in der Altmark.

Zum Lied "Weiße Taube" von Martin Rühmann lieferten eigens herbeigeschaffte weiße Tauben ein eindrucksvolles Abschlussbild über den Domplatz und als Hinweis auf das Friedensfest am 5. September 2021 an diesem Ort mit hoffentlich weniger Einschränkungen und besserem Wetter.

Rundbrief


weitere Beiträge zum Nachlesen:

Jenny Schulz, DIE LINKE Magdeburg Redebeitrag
Giselher Quast Domprediger em. Wortbeitrag
Sabine Zimmerhäkel, Jerichower Land, Soldatenlied, Text zum Gesangsbeitrag

Medien
MDR Sachsen-Analt HEUTE vom 05.04.2021

Martin Rühmann stellte sein neues Lied "Weiße Taube" vor. Mit feundlicher Genehmigung hier zum Nachhören die kürzere Version:

Meldungen/ Medien/Termine
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Cochem 31.03.2021 - Malte Fröhllich wurde in der Verhandlung vor dem Amtsgericht Cochem zu 30 Tagessätze zu 30€ verurteilt . Mit anderen Atomwaffengegner*innen behinderte er 2019 den Militärbetrieb auf dem Bundeswehr-Flugplatz Büchel durch ein„Atomwaffenfreies Picknick“. ( Go-In der Gruppe "Büchel17"im April 2019 ) Hier sind seine Verteidgungsrede, das Schlusswort und andere Dokumente veröffenticht" In seinem Schlusswort heißt es"Es ist höchste Zeit, in der modernen, vernetzten, globalisierten Welt die jahrtausende alte Friedenssehnsucht der allermeisten Menschen zur Richtschnur unseres Handelns zu machen. Die Armeen dieser Welt werden dabei nur eine marginale Rolle spielen. Unseren Regierungen können wir diesen Wandel nicht allein überlassen, sie sind damit überfordert und benötigen dafür eine wache und engagierte, außerparlamentarische Begleitung, die von friedensethischen Grundüberzeugungen getragen ist. Und wir brauchen eine Justiz, die sich als eine der drei Säulen der Demokratie versteht und emanzipiert und beginnt, staatliches und militärisches Handeln an geltendes Recht rückzubinden. Dies geschieht in der BRD völlig unzureichend. Dieser Mangel missachtet die UN-Charta und bedroht das friedliche Zusammenleben und damit auch unser Gemeinwesen existenziell."
Verteidigunsgrede-und Schlusswort, Beweisanträge, Schreiben an den Richter Michel

Artikel der Süddeutschen Zeitung "PR-Agentur Hill & Knowlton:Schmutzige Sprechblasen"

Bild Mi, 31.3.2021, 9.00 Uhr Verhandlung im Amtsgericht Cochem mit Malte Fröhlich (Go-In der Gruppe "Büchel17" vom 30.4.2019)

Am 30.4.2019 leisteten 17 Menschen auf dem Militärflughafen der Bundeswehr in Büchel (Eifel) Zivilen Ungehorsam, um dazu beizutragen, dass die “Nukleare Teilhabe” Deutschlands an den US-Atombomben beendet wird, die in Büchel stationierten rund zwanzig B61-Bomben der USA beseitigt werden, Deutschland dem UN-Atomwaffenverbotsvertrag beitritt und damit Schritte zur weltweiten Abrüstung der Atomwaffen unternimmt.

Malte Fröhlich von der BI OFFENe HEIDe gehört zu dieser Gruppe von 17 Atomwaffengegner*innen.

Vom 330. Friedensweg, Sonntag, 07. März 2021, 14 Uhr Hütten, "Platz des 11. August"
direkt an der Heidestraße Frühjahrsputz/ Wanderung,

cc Foto: BI OFFENe HEIDe
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Dem Anspruch, die Colbitz-Letzlinger Heide symbolisch in Besitz zu nehmen, kamen am 7. März 2021 etwa 30 Menschen nach. Zur Besitznahme gehört auch, etwas für den "Besitz" zu tun. An diesem Tag stand wieder einmal der Frühjahrsputz auf dem Programm. Wegzuräumen gab es viel, was einige Mitmenschen so achtlos in die Landschaft entsorgt hatten. Bei der Kundgebung ging es vom 150. Geburtstag von Rosa Luxemburg am 5. März bis zum Frauentag am 8. März. Rosa Luxemburg war eine energische Kriegsgegnerin.

Die Kriegsgefahr ist auch in Zeiten der Pandemie aktueller denn je. Die in Büchel lagernden Atomwaffen sollen eine neue Startbahn für ihre Trägerflugzeuge erhalten. Wenn sie während der Bauzeit nicht verfügbar sind, können die Atomwaffen gleich gänzlich verschwinden. Unverzichtbar für die Friedenssicherung, wie es die Bundesregierung behauptet, sind sie nicht, so Malte Fröhlich in seinem Beitrag. Er hat sich demnächst vor Gericht wegen einer Aktion in Büchel zu verantworten. Jetzt gilt es, möglichst viele Menschen für den Ostermarsch am 5. April in Magdeburg zu motivieren. Dazu wurde Material auf dem Friedensweg verteilt und schon eine Übersicht auf das Programm gegeben.

Pünktlich zum Ostermarsch hatte der Kalender 2022 „Botschaften aus der Heide - Abgebildetes und Geschriebenes aus der Colbitz-Letzlinger Heide" Premiere, den Bernd Luge vorstellte. So gibt es auch in nächsten Jahr einen Wegbegleiter mit Bezug auf die Colbitz-Letzlinger Heide.

Umweltfrevel gibt es nicht nur in der Heide, auch im Raum Magdeburgerforth wird abgeholzt. Dagegen gibt es eine Unterschriftensammlung. Gäste aus der Altmark mahnten ebenso einen sensiblen Umgang mit der Natur an.
Die Wanderung auf der Heidestraße fiel wegen der Müllmenge nur kurz aus. Gefahr droht nun auch von ganz anderer Seite, die Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle hat die Region erreicht. Hier gilt es sich in die regionalen Dialoge einzubringen.

Der Friedensweg sollte auch darauf hinweisen, dass nach der ursprünglichen Fassung des so genannten Heidekompromisses von 1997 die Flächen südlich der Heidestraße aus dem Truppenübungsplatz herausgenommen werden sollten. So hätte dort schon der Naturpark entstehen können.

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07.03.21 Bericht MRD SACHSEN-ANHALT HEUTE Zum Sendebeitrag

Meldungen/ Medien/Termine
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18.02.21-15:23Uhr der morgige Prozess wurde vom Gericht abgesagt,
ein neuer Termin steht noch nicht fest:
Einladung zur Prozessbegleitung 9. Prozess gegen Kriegsgegnerin, (GÜZ-Prozesse)
19.2.2021, 10.30 Uhr Amtsgericht Bonn, Wilhelmstr. 21, 53111 Bonn,

öffentliche Mahnwache ab 9.30 Uhr (mit Corona-Regeln) Am Freitag, 19.2.2021 verantwortet sich eine Studentin aus Magdeburg vor Gericht. Paula Schumann hat für eine antimilitaristische Aktion in 2019 einen Bußgeldbescheid über 200€ wegen „unerlaubten Betretens eines militärischen Sperrgebietes“ erhalten.  
Zur Pressemitteilung                                                                                                                              

Foto flicker junepa Bitte um Unterstützung beim solidarischen Bußgeld | An alle meine solidarischen Friedensfreud*innen und Antimilitarist*innen - Ernst-Ludwig Iskenius: " Ihr lieben Mitstreiter*innen, Gestern habe ich Post von der Staatsanwaltschaft Bonn bekommen. Sie möchte, dass ich 500 Euro für das Betreten ihres Militärgeländes in der Altmark, das modernste Gefechts- und Übungszentrum (GÜZ) Europas für Armeen, zahlen soll....Ich könnte natürlich sang- und klanglos dieses Bußgeld bezahlen, sehe aber den politischen Mehrwert darin, dass dieses Bußgeld öffentlichkeitswirksam kollektiv beglichen wird.." Mehr im Brief
Der 330. Friedensweg, am 07. Februar 2021, 14 Uhr Dolle, musste aufgrund der Witterungsbedingungen abgesagt werden (geplant war eine Wanderung auf der B 189 zum Dollberg und zurück durch den Wald (knapp 5 km)
Foto cc: BI OFFENe HEIDe

Aus Witterungsgründen abgesagt | Zum 330. Friedensweg laden wir am Sonntag, dem 07. Februar 2021 um 14 Uhr in den Ortsteil Dolle ein. Der Treffpunkt ist am Denkmal. Damit wollen wir auf das Schicksal der Opfer der Todesmärsche von 1945 erinnern. Am 27. Januar war der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Nach der Kundgebung gehen wir zunächst auf der B189 in Richtung Norden und biegen dann auf dem Dollberg in Richtung Nordwesten ab. Durch den Wald geht es wieder zurück. Das Gelände ist sehr bewegt, wenn also Schnee liegt, eignet es sich zum Rodeln. Kurz vor Ende unserer knapp 5 km langen Wegstrecke erreichen wir die ehemalige Reichsstraße 71, die bis zur Einrichtung der Heeresversuchsstelle von Dolle nach Gardelegen führte. Alleebäume und Reste der Fahrbahn sind noch zu erkennen. Eben auf dieser Straße sind wir auch während der Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen im September 2020 nach Salchau gegangen.
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Bild cc Foto Offene Heide Aktion Schilderwechsel
Aktivist*innen tauschen Bundeswehr-Schilder aus
Pressemitteilung 22.01.2021 | Am heutigen Vormittag haben 20 Friedensaktivist*innen Warnschilder der Bundeswehr am Fliegerhorst Büchel durch neue UN-Schilder ersetzt.
Aus Anlass des Inkraftretens des Atomwaffenverbotsvertrags sind die Atomwaffengegner*innen heute selber aktiv geworden. Schilder der Bundeswehr, die am Zaun zum Militärflughafen Büchel hängen und auf denen vor einem militärischen Sicherheitsbereich gewarnt wird, wurden abgehängt und durch neue Schilder ersetzt, auf denen deutlich zu lesen war: „Achtung Massenvernichtungswaffen. Atombomben sind seit heute verboten“. Die Gruppe agierte als Delegation der Vereinten Nationen und führte das UN-Emblem auf Schutzhelm und auf den neuen Schildern mit sich. In Zweierteams- coronakonform- begann die Umrüstung des Zaunes in der Nähe des Haupttores Zur Pressemitteilung
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Appell ILANA unterzeichnen: "Dem Atomwaffenverbotsvertrag beitreten – nukleare Aufrüstung Deutschlands stoppen!"
"Sehr geehrte Frau Dr. Merkel, wir wenden uns hiermit an Sie und zugleich an alle Mitglieder der Bundesregierung und die Abgeordneten des Deutschen Bundestages mit dem dringenden Appell: Unterzeichnen und ratifizieren Sie den Atomwaffenverbotsvertrag! Stoppen Sie die Stationierung der neuen US-amerikanischen B 61-12 Atombomben auf dem Fliegerhorst der Bundesluftwaffe in Büchel und die damit verbundene neue gefährliche atomare Aufrüstung auf deutschem Boden! Unterlassen Sie die geplante Anschaffung von 45 US-amerikanischen F 18 Jagdflugzeugen als Kernwaffenträger für das taktische Luftwaffengeschwader 33 der Bundeswehr!...
." Zum Appell

"Die International Association of Lawyers against Nuclear Arms (IALANA) ist eine 1988 gegründete Organisation von Rechtsanwälten, die sich für die vollständige Beseitigung von Nuklearwaffen, die Stärkung internationalen Rechts und die friedliche Beilegung internationaler Konflikte engagiert." Siehe Wikipedia:

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"Zu unserer Mahnwache am 16. Januar 2021 im Rahmen des Bündnisses "Solidarisches Magdeburg" am Magdeburger S-Bahn-Haltepunkt Eichenweiler kamen über die Dauer der Mahnwache 30 Personen, um mit uns ihre Haltung gegen faschistoiden Ungeist zu demonstrieren
und über Krieg und Militär zu sprechen. Derweil haben wir mit Befremden zur Kenntnis genommen, dass mit unverhohlener Polizeiunterstützung für 80 gröhlende Gestalten eine geschichtsrevisionistische Rehabilitierung der braunen Barbarei am früheren Kundgebungsort von Magida an der Hauptwache neben dem Magdeburger Rathaus durchgesetzt wurde. Danke an alle, die dem mit uns entgegengetreten sind."
Vom Friedensweg, den 329.: Sonntag, 03. Januar 2021 - 14 Uhr, Meseberg, vor dem Bürgerhaus, "Neujahrsempfang" der OFFENen HEIDe, Wanderung in Richtung Heide, bis zu 5 km

Foto cc BI OFFENeHEIDe
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Genau am 18. Geburtstag von Greta Thunberg, Initiatorin der Klimabewegung "Fridays For Future" trafen sich etwa 30 Menschen zum 329. Friedensweg am 03. Januar im Ortsteil Meseberg. Rüstung und Kriege sind auch Klimakiller. Selbst der Truppenübungsplatz hat Auswirkungen auf das Mikroklima in seinem Umfeld. In Magdeburg klappt die Zusammenarbeit der Bürgerinitiative OFFENe HEIDe mit den regionalen Kräften des Klimaprotestes. Jörg Lauenroth-Mago, Fachbereichsleiter der Gewerkschaft ver.di berichtete vom friedenspolitischen Engagement der Gewerkschaft. In Zeiten großer finanzieller Herausforderungen durch die Corona-Pandemie soll der Rüstungshaushalt auf zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes steigen und beispielsweise für fünf Milliarden Euro neue Kampfflugzeuge beschafft werden. Im Sommer wird er gemeinsam mit seiner Frau und anderen Friedensbewegten in den Sattel steigen zum Friedensritt an der Ostseeküste unter dem Motto "Abrüsten und Aufräumen - Die Ostsee muss ein Meer des Friedens werden!" Dr. Eckart Frey verwies in seinem Grußwort darauf, dass die Teilnehmenden des Friedensweges nach dem Aufenthalt im nasskalten Wetter zu Hause wieder eine warme Stube vorfinden, was bei den vielen Flüchtlingen in diversen Flüchtlingslagern nicht der Fall ist. Gegenwärtig toben Kriege, die auch zur weltweiten Fluchtbewegung beitragen. Deutsche Waffenexporte in Krisengebiete heizen diese Konflikte noch an. Doreen Hildebrandt, Landtagsabgeordnete und stellv. Landesvorsitzende der LINKEN, brachte ihr Unverständnis dafür zum Ausdruck, dass auch nach dem Präsidentenwechsel in den USA die Bundesrepublik der NATO-Forderung nach höheren Rüstungsausgaben nachgeben will. Es ist zynisch, wenn die Anschaffung von Drohnen mit dem Schutz der eigenen Soldatinnen und Soldaten begründet wird. Am 22. Januar tritt der Atomwaffenverbotsvertrag in Kraft, den die Bundesrepublik bisher noch nicht unterzeichnet hat. Alle auf der Kundgebung dargelegten Problemfelder zeigen, wie wichtig Friedensarbeit auch in Corona-Zeiten ist. So führten Bedenken an der Außenwirkung eines Friedensweges in der gegenwärtigen Situation nicht zum Verzicht auf den Friedensweg. Versammlungen im Freien sind unter Einhaltung der Hygienevorschriften zulässig. Die Gegenseite schläft nicht. So sind im Januar bereits zwei Großübungen der Bundeswehr auf dem Truppenübungsplatz angekündigt. Die abschließende Wanderung führte durch eine Landschaft, die geprägt ist durch die Entnahme von Baustoffen für die Errichtung der Heeresversuchsstelle Hillersleben.
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07.12.20 Magdeburg| Der Kindertagestätte Weltkinderhaus in Magdeburg wurde der Heidekalender 2021, die Geschenkurkunde für einen Auftritt des Puppentheates mit Heike Kammer sowie eine bunte Tasche mit Äpfeln und Weinachtsnaschereien durch die BI OFFENe HEIDe überreicht. Die Idee durch den Weihnachtsmann beim letzen Friedensweg, insbesondere für einen Puppenthaterauftritt in der Kita zu sammeln, fand große Zustimmung und Vorfreunde..

Vom Friedensweg, den 328.: Sonntag, 06. Dezember 2020 - Letzlingen, Marktplatz Wanderung ab Theerhütte. 3 bis 6 km

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Bob Dylan fragt in seinem berühmten Lied "Blowin' in The Wind" „How many times...“, "Wie viel Mal?" für die Bürgerinitiative OFFENe HEIDe war es der 328. Friedensweg für eine ausschließlich zivile Nutzung der Colbitz-Letzlinger Heide. Etwa 30 Menschen kamen nach Letzlingen. Dabei war auch der Weihnachtsmann, der fleißig für die Kita "Weltkinderhaus" in Magdeburg-Neustadt sammelte. Die Weihnachtsbotschaft ist eine Friedensbotschaft. So wird der Kita eine Theateraufführung geschenkt, in der es um Gerechtigkeit geht. Der Dezember ist auch Zeit für einen Rückblick aufs Jahr. Bestimmend im Jahr war die Corona-Pandemie, die auch den Terminkalender der Bürgerinitiative durcheinander brachte. Corona ist gefährlich, genauso gefährlich sind auch Krieg und Militär, so das Fazit von Klaus Czernitzki aus Haldensleben. Um diese Gefahr zu bannen bedarf es keines Serums und keiner Kontaktbeschränkungen, sondern nur einer anderen Politik! 218 Milliarden € Schulden macht die Bundesregierung in diesem Jahr. Trotzdem wird der Rüstungshaushalt weiter aufgestockt. Hier wird die Sorgfaltspflicht der Bundesregierung für Leben und Gesundheit vermisst.
In den geschichtlichen Betrachtungen auf der Kundgebung wurde die Rolle von General Georg Thomas betrachtet, der für die Versorgung der Wehrmachtssoldaten mit Lebensmitteln verantwortlich war und dabei den Hunger auf der Gegenseite, insbesondere in der Sowjetunion billigend in Kauf nahm.
Ebenso zynisch ist gegenwärtig das Bestreben, die Bundeswehr mit bewaffneten Drohnen auszurüsten als Mittel einer sauberen Kriegsführung, die optimalen Schutz der Soldat*innen bieten soll, wie die Wehrbeauftragte Eva Högl (SPD) betont. Hier fehlt eine eindeutige Positionierung ihrer Partei.
Christine Meier, Mitorganisatorin der Mahnwache in Magdeburg im Rahmen des bundesweiten Aktionstags "Abrüsten statt aufrüsten" betonte das gemeinsame Handeln in der Friedensbewegung. Eine heiter-musikalische Einstimmung auf die Weihnachtszeit bot Rainer Wulff aus Halberstadt. Die abschließende Wanderung bei Theerhütte hat wieder einmal die Schönheit der Landschaft gezeigt. In dieser Landschaft werden militärische Aktionen vorbereitet.

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Vom Friedensweg, der 327. am Sonntag, 01. November 2020, 14 Uhr, Kloster Neuendorf direkt an der B 188 Herbstspaziergang ca. 6 km

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Die etwa 30 Teilnehmenden am 327. Friedensweg wurden bei mildem Herbstwetter im Ortsteil Kloster Neuendorf empfangen. In der Ferne war der Lärm der Übung „Heidesturm 2020“ zu vernehmen. Dort werden Soldatinnen und Soldaten für einen Einsatz in Litauen vorbereitet.

Ortsbürgermeister Andreas Höppner (DIE LINKE.) gab in seiner Begrüßung einen kurzen Abriss der Geschichte des Ortsteils. In zwei Jahren soll der 790. Geburtstag gefeiert werden. Von der Ortsgeschichte ging des zu den Herausforderungen der Gegenwart. Da steht die Friedensfrage ganz weit vorn.

Auf der Kundgebung wurde Unverständnis für die Anschaffung von bewaffneten Drohnen für die Bundeswehr geäußert. Angesichts der Herausforderungen der Corona-Pandemie sind das Ausgaben, die keinen Beitrag zur Sicherheit in der Welt leisten. Ein Hoffnungszeichen ist, dass nachdem Honduras als 50. Staat den Atomwaffenverbotsvertrag ratifiziert hat, er im Januar 2021 in Kraft tritt. Nun gilt es, dass die Bundesrepublik Deutschland und die anderen NATO-Staaten diesen Vertrag unterzeichnen. Es ist anzunehmen, dass die in Büchel lagernden Atomwaffen inzwischen modernisiert sind und inzwischen zielgenauer eingesetzt werden können. Malte Fröhlich, der selbst an entsprechenden Aktionen in Büchel teilgenommen hatte, verwies auf den völkerrechtswidrigen Charakter dieser Waffen. Die juristische Auseinandersetzung mit den Einsätzen der Bundeswehr im In- und Ausland unter Berücksichtigung des Völkerrechts und bestehender Verträge beschäftigt auch die Menschen, welche wegen Betreten des Truppenübungsplatzes Altmark im Rahmen von gewaltfreien Aktionen zur Verantwortung gezogen wurden.

Weiterhin wurde zur Teilnahme an der bundesweiten Aktion „Abrüsten statt Aufrüsten“ im Dezember aufgerufen.

Das mild-feuchte Herbstwetter bescherte ein reichhaltiges Pilzangebot entlang des Weges. Das Angebot der Natur wurde angenommen, so dass der Zeitplan nicht eingehalten werden konnte und das historische Klosterensemble erst in der Abenddämmerung erreicht wurde. Ein solch friedlicher „Heidesturm“ ist viel angenehmer als das Säbelrasseln auf dem Truppenübungsplatz.
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Bild 20.10.20 | „Gesetze sind nicht in Stein gemeißelt, sondern immer eine Aushandlung und veränderbar“ Kriegsgegnerin verteidigt offensiv antimilitaristische Besetzung vor Gericht. Am heutigen Dienstag wurde eine Kriegsgegnerin vom Amtsgericht Bonn zu einem Bußgeld von 100€ verurteilt. Im Rahmen der Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen betrat sie im vergangenen Sommer das Gefechtsübungszentrum (GÜZ) Altmark, um den Übungsbetrieb zu stören. Vor dem Gericht protestierten im Rahmen einer Mahnwache mit Corona-Abstand Unterstützer*innen gegen die Kriegsübungen der Bundeswehr und die Verhängung von Bußgeldern für Aktivist*innen.
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20.10.2020 | 8. Prozess gegen Kriegsgegnerin (GÜZ-Prozesse) Amtsgericht Bonn, Wilhelmstr. 21, 53111 Bonn um 12 Uhr öffentliche Mahnwache ab 11.00 Uhr.
Am Dienstag, den 20.10. um 12 Uhr verantwortet sich eine Aktivistin vor Gericht. Julia Weise aus Lüneburg hat für eine antimilitaristische Aktion in 2019 einen Bußgeldbescheid über 200€ wegen „unerlaubten Betretens eines militärischen Sperrgebietes“ erhalten.
Zur Einladung zur Prozessbegleitung

Vom Friedensweg, den 326.: Sonntag, 04. Oktober 2020, 14 Uhr, Lindhorst, Dorfanger - Tag der Regionen - Kräuterwanderung etwa 5 km

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Der Einladung zum 326. Friedensweg am Lindhorster Anger folgten 51 Freundinnen und Freunde einer militärfreien Colbitz-Letzlinger Heide. In den einleitenden Worten zum Projekt Anger als Mitmachaktion für einen Mehrgenerationen-Begegnungsort sprach Heidrun Wehde. Sie erläuterte, dass schon die Gehöfte bei der Errichtung mit ihren Giebeln auf diesen Platz ausgerichtet wurden. Der Anger als Dorfplatz in Gemeinbesitz war früher ein Ort für die Begegnung und gemeinschaftliche Aktivitäten. Darauf zielt auch das Projekt des Förderverein Colbitz-Letzlinger Heide nachhaltig e.V. Mit der Umgestaltung soll dieser Platz ein Ort der Kommunikation und Begegnung werden. Noch in diesem Jahr soll es eine Heckenbepflanzung geben und im Folgenden die Installation eines hölzernen Lindwurms für Kinder als Spielgerät. Das Projekt wird durch die Partnerschaft für Demokratie des Landkreises gefördert und erhält bei der Gestaltung auch professionelle Hilfe durch eine Landschaftsgärtnerin. Die Vorsitzende des Fördervereins Colbitz-Letzlinger Heide nachhaltig e. V. Heidrun Wehde nimmt Bezug auf das Motto des heutigen Tages der Regionen 2020 "verwurzelt - weltoffen – klimabewusst“. Sie sieht die Arbeit an diesem Projekt als konkreten Beitrag für eine friedliche und nachhaltige Regionalentwicklung und bittet um Mitwirkung und Unterstützung.

Schon vor der Kundgebung wurden Tafeln ausgelegt. Darauf fanden sich Worte wie Frieden, Klima Freiheit, Würde, Individualität, Care, Sorge, Unversehrtheit, Wertschätzung, Leben, Respekt Humanität. Die Tafeln waren staubig und mit Reifenspuren versehen. Malte Fröhlich nahm Bezug auf diese Tafeln. Er erläuterte: "Diese Tafeln mit Grundwerten der Gesellschaft lagen in Salchau aus., jenem Ort (Wüstung), den wir als "Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen“ Mitte September auf dem Truppenübungsplatz zwei Tage besiedelten." Und berichtete weiter, dass sich die Spuren von Polizei- und Militärfahrzeugen darauf befinden."Diese Tafeln wurden bewusst von diesen Fahrzeugen überrollt, während erste Fahrzeuge die Demonstrationstafeln noch respektierten.“ Die Symbolik des Handelns der "Sicherheitskräfte“ spricht für sich. Die Tafeln hatte Katja Tempel aus einer vergangenen Kunstaktion mitgebracht und in Salchau wieder verwendet. Während der Besiedlung Salchaus wurden Kraniche gefaltet. Origami-Kraniche gelten als Zeichen des Mutes für ein Leben ohne Atomwaffen. Diese Kraniche können nun gegen eine Spende für die Aufwendungen der Gewaltfreien Aktion und die laufende Prozesskampagne erworben werden.

Über seine Teilnahme und Eindrücke vom »Elbe Day« am vergangenen Sonnabend in Torgau gab Peter Haese einen Bericht. Die Friedensbewegung und ein linkes Bündnis (Siehe JW) erinnerte am 3. Oktober in Torgau coronabedingt verzögert an den 75. Jahrestag des "Historischen Handschlags“ und warnte vor Geschichtsverfälschungen. Am 25. April 1945 gab es hier die erste Begegnung US-amerikanischer und sowjetischer Truppen auf deutschem Boden 1945. Der Wunsch dieser Soldaten an die Völker aller Nationen ihre Differenzen in Zukunft ohne Krieg zu lösen und gemeinsam für das Wohl aller Menschen zu arbeiten, bleibt stärker denn je aktuell. Aufrüstung, Waffenexporte und Kriegsübungen wie bei Defender in Richtung Russland bringen mehr Unsicherheit, so Peter Haese. In diesem Zusammenhang informierte er über angekündigte Proteste gegen die Erhöhungen der Rüstungsausgaben am 5. Dezember 2020 in Berlin.

Martin aus dem Wendland wies darauf hin, dass auf die Colbitz-Letzlinger Heide eine neue Herausforderung zukommt: die Bundesgesellschaft für Endlagerung BGE hat kürzlich ihren Zwischenbericht vorgestellt, in dem potentiell geeignete Standorte für die dauerhafte Lagerung von Atommüll ausgewiesen werden. (www.bge.de/de/endlagersuche/zwischenbericht-teilgebiete/) Die Salzstöcke Colbitz und Zobbenitz-Potzehne, deren Eignung auf der Prüfliste standen, sind darin erfreulicherweise nicht explizit aufgeführt. Dafür sind aber weite Flächen Sachsen-Anhalts für prinzipiell geeignet erklärt, darunter der gesamte Bereich des GÜZ nördlich einer Linie Letzlingen-Dolle, flache Salzvorkommen südlich davon und einige Salzstöcke in der näheren Umgebung. Außerdem stellte er die aktuelle Ausgabe der "anti atom aktuell“ - Zeitung für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen - vor (www.anti-atom-aktuell.de). Titelthema des neuen Hefts ist “soziale Bewegung in schwierigen Zeiten“; er legte Exemplare zum Nachlesen aus.

Nach der Kundgebung startete die Wanderung mit der Kräuterfrau Anke Jäger. Das interessierte Publikum erfuhr viel über die Wildkräuter am Weges- und Ackerrand. Die Gesundheitsberaterin sprach darüber, dass diese Gewächse wichtige Mineralien und Spurenelemente beinhalten, aber auch die für den Körper nötigen Bitterstoffe. Auf der Wanderung brauchten die Wildkräutefreunde*innen etwas mehr Zeit. Zu finden und zu besprechen waren u.a. Löwenzahn, Franzosenkraut Ackersaudiestel, Wiesenlabkraut, weiße Taubnessel, Malve, Steinklee, Sauerampfer, Brennnessel, Natternkopf u.a. Es zeigte sich: Gegen fast alles ist ein Kraut gewachsen.

Am Anger gab es an der dortigen Holzbank das Picknick. Anke Jäger präsentierte frischen Wildkräutersalat auf dem Salatblatt, aber es gab auch ein reichhaltiges Büffet mit frischem selbstgebackenen Kuchen und weiteren guten Gesprächen.


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Aktivist*innen besetzen Truppenübungsplatz Altmark - Bundeswehr muß Kriegsübung stoppen
Bild CC BY-SA 19.9.2020, 18.30 Uhr Erfolgreiche Besetzung beendet 20 Friedens-Aktivist*innen haben heute ihre Besetzung des Gefechtsübungszentrum Heer (GÜZ) beendet. Sie wollten mit ihrer Aktion auf die Kriegsvorbereitungen in der Altmark aufmerksam machen. Die Bundeswehr musste ihre militärischen Übungen einstellen. Die Gruppe war zu Fuß am gestrigen Tag auf das Gelände gelangt und hatte dort angefangen eine bunte Siedlung zu errichten. Zelte wurden ausgepackt, eine Leseecke mit mitgeführten Büchern eingerichtet; ein Pfad des Friedens und Beete angelegt. Erst nach einiger Zeit wurden die Besetzer*innen von Feldjägern entdeckt. Als Reaktion musste die Bundeswehr die Militärübungen stoppen, da es Unsicherheit gab, wie viele Aktionsgruppen noch auf dem Platz seien. Die Besetzer*innen werten das als großen Erfolg. Katja Tempel: „Mit nur 20 entschlossenen Menschen kann es tatsächlich gelingen, das Militärgetriebe zum Stoppen zu bringen. Wenn regelmäßig auf allen Truppenübungsplätzen Aktionen stattfinden würden, könnte das Töten nicht mehr geübt werden“. Die Kriegsgegner*innen entschieden sich, nach 30 Stunden Besetzung ihre Aktion selbstbestimmt zu beenden. Sie wählten als Rückweg nicht den vom Militär vorgegebenen Weg, sondern gingen einen Weg, der als Todesmarschweg von KZ-Gefangenen gilt. Sie gingen diesen Weg in entgegengesetzter Richtung, um symbolisch den Weg zu verwandeln. „Nie wieder Krieg- Nie wieder Faschismus“ wurde so zu einer Forderung, die plötzlich im Gehen lebendig wurde. Zum Abschluss ziehen sie Bilanz: „Wir haben eine wunderbare Vielfalt von Menschen und Lebenskraft in die Heide gebracht; die Kriegsübungen mussten für zwei Tage unterbrochen werden und: Wir werden wiederkommen- bis das GÜZ geschlossen ist.“ weiter in der Preeserklärung
Bild 19.09.2020, Mahnwache der BI OFFENe HEIDe am 4. Tag auf dem Markt in Haldensleben. ", zwei Autofahrer unterbrachen ihre Fahrt (O-Ton: toll das ihr was/das macht), junger Haldenslebener kommt zum nächsten Friedensweg, alle nahmen Flyer/Zeitungen/Karten/...und die Pressemitteilung der gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen".
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Pressemitteilung 19.9.2020, 8:30Uhr Die Besetzung des Truppenübungsplatzes in der Altmark dauert zur Zeit noch an. Seit fast 24 Stunden halten Kriegsgegner*innen der " Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen" das kleine ehemalige Heidedorf Salchau im Herzen des militärischen Übungsgeländes besetzt. Am gestrigen Vormittags war es der Gruppe ohne Schwierigkeiten gelungen den Platz zu betreten. Sie besiedelten Salchau und verbrachten den Tag mit Workshops, Lesungen, Einrichten einer Leseecke und legten einen Friedenspfad aus. Die Bundeswehr stoppte ihre Übungen, die Polizei stellte Personalien fest. Trotzdem verbrachten die 20 Besetzer*innen die Nacht vor Ort unter freiem Himmel Salchau. Sie protestieren damit gegen die Kriegsvorbereitungen, die von diesem Platz ausgehen und fordern die sofortige Schließung des GÜZ (Gefechtsübungszentrum) und die Rückgabe der Colbitz- Letzlinger Heide an die Bevölkerung.
Zur Zeit dauert die Besetzung noch an
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MDR 18.09.2020 Proteste in der Colbitz-Letzlinger Heide Besetzung des GÜZ: Das sind die Aktivisten hinter der Aktion

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Pressemitteilung 18.9.2020, 10:15 Uhr Aktivist*innen besetzen Truppenübungsplatz Altmark Bundeswehr muß Kriegsübung stoppen 20 Antimilitarist*innen haben am Vormittag das Gefechtsübungszentrum Heer (GÜZ) besetzt, um auf die Kriegsvorbereitungen in der Altmark aufmerksam zu machen. Jährlich üben hier mehr als 20.000 Soldat*innen aus vielen Nato-Mitgliedsstaaten den Kampfeinsatz im Ausland. „Krieg beginnt hier“ steht auf einem der Banner.
Die Aktivist*innen gelangten fast ungehindert auf den 230km² großen Truppenübungsplatz. Ihr Ziel war das ehemalige Heidedorf Salchau, dass 1936 für die Truppenübungsplatznutzung weichen musste. Sie hängten Wäsche auf, begannen den Boden zu beackern. „Wir machen diesen Ort wieder lebendig und damit schützenswert, wie die gesamte Colbitz-Letzinger Heide“ so Helmut Adolf. „Und gleichzeitig erinnern wir an alle Menschen, die wegen militärischer Konflikte Flucht und Vertreibung erleiden mussten“ ergänzt Fedele Fried
e.
Einige der Kinder, die in Salchau aufwuchsen, lebten vor ein paar Jahren noch. So auch Günter Horn. Als 1936 das Dorfgeräumt wurde, um die militärischen Versuche zu intensivieren, sei das für ihn der Auftakt des Krieges gewesen. Das sei etwas, was er erst im Nachhinein so sehe. Er erzählte bei einer Gedenkfeier darüber, wie er als 17-Jähriger eingezogen und an der Ostfront verletzt wurde und dadurch knapp der russischen Gefangenschaft entkam. Nach dem Krieg sei er Historiker geworden, "um die Gründe herauszufinden, wie denn so ein unsäglicher Krieg mit soviel Leid beginnen konnte", sagte er. Er wünschte, er hätte es nicht getan, gestand er vor den Zuhörern. Die Gründe für Kriege mögen manchmal vertretbar sein, wenn es beispielsweise um Schutz des eigenen Landes gehe, sagte er. "Viel öfter sind sie es aber nicht. Ich kann nur hoffen, dass Deutschland solche Zeiten nicht mehr erleben muss", sagte der 90jährige im Jahr 2017. "Bitte vergesst unser Salchau nicht", schloss er seine Rede. (Quelle: Volksstimme 2012, 2017) Daran knüpfen die Besetzer*innen an: „Nie wieder Krieg“ darin sind sie sich mit Günter Horn einig und genau deswegen haben sie als Ziel ihrer Aktion Salchau gewählt.
Weiter in der Presseerklärung

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Militärübungen stoppen- Besetzung von Truppenübungsplatz geplant
"Die Aktionsgruppe GÜZ abschaffen plant im September eine mehrtägige Besetzung des Truppenübungsplatzes Altmark. Das „Gefechtsübungszentrum Heer (GÜZ)“ liegt nördlich von Magdeburg. Seit 1935 werden in dieser Landschaft Soldat*innen auf Kriegseinsätze vorbereitet. Zuerst durch die Wehrmacht, dann durch die Rote Armee und heute durch die Bundeswehr und Kräfte der NATO" Weiter zur Pressemitteilung

Pressemitteilung 14.9.20 Aktivist*innen warnen: Krieg mit militärischen Mitteln heute, bedeutet die Pandemie von Gewalt morgen Am heutigen Montag wurden zwei Aktive vom Amtsgericht Bonn zu einem Bußgeld von 500€ bzw. 200€ verurteilt. Im Rahmen der Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen betraten sie im vergangenen Sommer das Gefechtsübungszentrum (GÜZ) Altmark, um den Übungsbetrieb zu stören. Vor dem Gericht protestierten im Rahmen einer Mahnwache mit Corona- Abstand Bonner*innen gegen die Kriegsübungen der Bundeswehr und die Verhängung von Bußgeldern für Aktivist*innen
Zur Pressemitteilung

Bild 16.-21.September 2020, Mahnwache der BI OFFENe HEIDe in Haldensleben, Markt - jeweils ab 9 Uhr
  Einladung zur Prozessbegleitung 6. und 7. Prozess gegen Kriegsgegner*in (GÜZ-Prozesse) am 14.9.2020 Amtsgericht Bonn, um 8.30 Uhr öffentliche Mahnwache ab 8.00 Uhr in der Wilhelmstr. 21, 53111 Bonn Zur Pressemitteilung
Am Montag, den 14.9.2020 ab 8.30 Uhr stehen zwei Aktivist*innen vor Gericht. Ernst-Ludwig Iskenius aus Lübtheen hat für den Zivilen Ungehorsam in 2019 einen Bußgeldbescheid über 500€ wegen „unerlaubten Betretens eines militärischen Sperrgebietes“ erhalten; Lara Weber aus Lüneburg über 200€. Im Rahmen der Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen haben sich beide im letzten Sommer an einem Go In auf den Militärplatz beteiligt. Dabei betraten die Aktivist*innen in einer Aktion Zivilen Ungehorsams den Truppenübungsplatz Altmark in der Colbitz-Letzlinger Heide. Sie wollten den reibungslosen Übungsbetrieb rund um das Gefechtsübungszentrum (GÜZ) stören, um ihrer Forderung nach einer sofortigen Schließung des Platzes Ausdruck zu verleihen. Iskenius, als
Bild Transparenz TV | FRIEDENSAKTIONEN IN SCHNÖGGERSBURG
"Seit 1983 engagiert sich Malte Fröhlich aus Stendal gegen die Militarisierung in seiner Umgebung sowie für mehr Demokratie und Frieden. Im Jahr 2016 wurde die Bürgerinitiative „Offene Heide“ für ihr kritisches und widerständiges Engagement mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet. Von Anfang an verfolgte Malte Fröhlich die Entwicklungen des Gefechtsübungszentrums (GÜZ) des Heeres in der Altmark und insbesondere von Schnöggersburg, wo seit 2012 eine ganze Stadt zum Üben des Häuserkampfes für die Bundeswehr und auch für andere NATO-Armeen entstand." weiter auf youtube
Amtsgericht Bonn - Kritische Auseinandersetzung über Rolle von Bundeswehr im Gericht
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Pressemitteilung 08.09.2020: "Am heutigen Dienstag wurden zwei Aktivist*innen aus Stendal und Flensburg vom Amtsgericht Bonn zu einem Bußgeld von 500€ bzw. 200€ verurteilt. Im Rahmen der Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen betraten sie im vergangenen Sommer das Gefechtsübungszentrum (GÜZ) Altmark, um den Übungsbetrieb zu stören.Vor dem Gericht protestierten im Rahmen einer Mahnwache mit Corona- Abstand 20 Bonner*innen und Antimilitarist*innen, die für den Prozess aus dem ganzen Bundesgebiet angereist waren, gegen die Kriegsübungen der Bundeswehr und die Verhängung von Bußgeldern für Aktivist*innen. Zur Pressemitteilung
Bild Malte Fröhlich, Spielplatzbauer, erklärt in seinem Plädoyer: „Militärischen Schutz lehne ich für mich selbst ab, weil ich militärischer Abschreckung misstraue und ich sozialer Verteidigung erheblich mehr Kraft zutraue. Mir steht es aber nicht zu, auch allen anderen Menschen die Fiktion von Sicherheit durch Militär zu verweigern. Was ich aber erwarte ist, dass alle diejenigen, die militärischen Schutz für sich in Anspruch nehmen möchten, sehr genau darauf achten, dass der von ihnen gewünschte Schutz nicht zur Bedrohung für andere Menschen wird, die uns nichts getan haben. Die Bundeswehr muß auf den Boden des Rechts zurückgebracht werden, bis dahin ist das Betreten der Kriegsvorbereitungsflächen in der Colbitz-Letzlinger Heide ein notwendiges, ja unverzichtbares Mittel.“ Zur Verteidigungsrede | Zu den Akten- Text zu den Spätfolgen der Nato Kriegsverbrechen in Jugoslawien

In dem gemeinsam geführten Prozess beschrieb sich die Angeklagte Clara Tempel:
„Ich bin eine junge Frau, aufgewachsen in einem Land, das sich und der Welt einmal ein Versprechen gegeben hat: „Handlungen, die geeignet sind, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, sind verfassungswidrig“. Jemand hat mal gesagt. „Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen“. Warum wird dann Tag für Tag auf deutschem Boden für den Krieg geübt?“ Sie begründete ihr Handeln: „Ich kann nicht einfach zusehen, wenn sich tagtäglich Soldat*innen darauf vorbereiten, anderen Menschen das Leben zu nehmen. Wenn immer weiter eine Abschreckungs- und Bedrohungsmaschinerie aufgebaut wird, die Angst statt Entspannung schafft. Wenn so viel Geld in das Töten investiert wird, anstatt in das Leben.“
 

Am 08. September 2020 um 10 Uhr stehen Malte Fröhlich und Clara Tempel wegen Zivilen Ungerhorsam vor dem Amtsgericht in Bonn.
Im Rahmen der Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen haben sich beide im letzten Sommer an einem Go In auf denMilitärplatz beteiligt. Dabei betraten die Aktivist*innen in einer Aktion Zivilen Ungehorsams den TruppenübungsplatzAltmark in der Colbitz-Letzlinger Heide. Sie wollten den reibungslosen Übungsbetrieb rund um dasGefechtsübungszentrum (GÜZ) stören, um ihrer Forderung nach einer sofortigen Schließung des Platzes Ausdruck zuverleihen. Zur Pressemitteilung

03.09.20 | Pressemitteilung: "Kriegsgegner trifft auf offene Ohren vor Gericht - trotzdem Verurteilung wegen Störung von Kriegsübungen". Zur Pressemitteilungwww.gewaltfreie-aktion-guez-abschaffen.de

Vom Ostermarsch 2020 (nachgeholt) und 325. Friedensweg.: Samstag, 29. August 2020, 10:30Uhr zum Antikriegs-/ Weltfriedenstag – Rolandplatz in 39288 Burg (bei Magdeburg)
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Eigentlich sollte der Ostermarsch im April in Gardelegen zur Gedenkstätte Isenschnibbe führen. Verschoben wurde er coronabedingt. Am Sonnabend, dem 29. August 2020 nach Burg (bei Magdeburg) folgten nahezu 200 Teilnehmer*innen der Einladung zum geänderten Veranstaltungsort. Auf Grund der Nähe zum Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkriegs wurde beschlossen, dass der Ostermarsch dort stattfindet, wo infolge der 300-jährigen Militärtradition und der intensiven Zusammenarbeit zwischen der Clausewitz-Kaserne und der Stadt Burg am 31. Januar 2013 eine schon lang gewollte Patenschaft geschlossen worden war. Aktueller Anlass für die Kundgebung ist die Rolle der Bundeswehr und ihres dortigen Logistikbataillons 171 „Sachsen-Anhalt“ bei den neuerlichen Feldzügen an die Grenzen Rußlands. Wegen seiner Lage in der Nähe der Autobahn A2 wird das Logistikbataillon gern von NATO-Truppen auf dem Weg zu Übungen wie DEFENDER oder zur Dauerpräsenz in Osteuropa („Vorneverteidigung“) aufgesucht, um dort zu tanken oder sonstige Unterstützung zu erhalten. Die Bundeswehreinrichtung in Burg ist an so manchem Auslandseinsatz der Bundeswehr beteiligt.
Aufruf | Rundbrief

Aktionen und Beiträge
10:30 Uhr Begrüßung
durch Kerstin Auerbach Vorsitzende des Kreisverbandes DIE LINKE. Jerichower Land

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Worte aus der Kirche
durch Jens Lattke, Friedensbeauftragter der EKM: "
In unserer Gesellschaft – uns – würde Jesus heute nicht die Geschichte vom Barmherzigen Samariter erzählen, sondern vom guten Afghanen, vom barmherzigen Syrer, vom guten Somali. Er würde fragen, wen wir zu unserem Nächsten machen. Gehen wir an den Geschlagenen, an den Opfern von Krieg und Gewalt achtlos vorbei? Halten wir den Ruf nach mehr Waffen, mehr Abschreckung für die bessere Lösung, um nicht selbst unter die Räuber zu fallen? Oder glauben wir an die Kraft des Guten? Üben wir tätige Nächstenliebe und wenden uns den Opfern zu? Stehen wir ein für Solidarität und Mitmenschlichkeit?" Zur Rede

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Entrée mit Tupamaro (Fionn Stacey)
Mit sanften Melodien unterlegter, nachdenklich scharfzüngiger junger politischer Rap wird zu bombiger Provokation – als Ausgangspunkt aktiver solidarischer Bewegung.

Ich hab sie alle gesehn // ich hab sie nie aus den Augen verlorn // ich sah den Krieg, sah sie fliehn // sah den grausamen Zorn // sah sie alle salutiern zu 'ner staubigen Norm // sah sie marschiern und verliern zwischen Auen und Korn // zwischen Kimme und Korn // mordend für Gewinne sind die Sinne erfrorn // Ich sah die Spinne in dem Spinnennetz // und sah ich über mich - sah ich immer, wer die Klingen wetzt // ich sah immer, wer die Waffen baut // doch lärmte auch die Industrie, blieben doch die Massen taub // manche werden depressiv, manche Leute rasten aus // ..."

Wir empfehlen zum Nachhören seine CD "Tupamaro - Gottverdammt".
Zu beziehen z.B. als Artikel Nummer 795307 im Online-Shop der Zeitung "Junge Welt"

Ostermarsch (nachgeholt)-
als Demonstration auf dem Fahrrad
zur Clausewitz-Kaserne in der Thomas-Müntzer-Straße

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Bild 11:55 Uhr Es ist FÜNF vor ZWÖLF - Beginn der Mahnwache an der Einmündung der Thomas-Müntzer-Straße
Kundgebung vor der Kaserne
Bild mit Matthias-W. Engelke, Förderkreis Darmstädter Signal - Das kritische Forum für Staatsbürger in Uniform
"Für die Bundeswehr ist dies ihre eigene Religion: Die Unterscheidung von drinnen und draußen, von Bürgern in Uniform und Bürgern ohne Uniform, eine Unterscheidung mit Hilfe von Abkürzungen, Zeichen, Eid und Fahnen, die Unterscheidung – im sogenannten Ernstfall – von Feind und Freund, das Üben und die Vorbereitung, ungestraft das ansonsten gesellschaftlich sanktionierte Tötungstabu auch mit gemeingefährlichen Mitteln zu verletzen und damit das Kriterium für Mord zu erfüllen und dafür auch noch die Erwartung zu hegen, Anerkennung zu finden.
Als Geschäftsführer des Förderkreises Darmstädter Signal rufe ich die Soldaten auch dieses Logistikbataillons dazu auf: Folgt eurem Gewissen! Kein Befehl hat das Recht euer Gewissen außer Kraft zu setzen. Das Soldatengesetz gibt euch das Recht dazu, Befehle auf ihre Rechtmäßigkeit zu prüfen.
Zur Rede

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und Johannes Schmidt für die SJD – Die Falken Landesverband Sachsen- Anhalt beim nachgeholten Ostermarsch: "Nein, es macht uns Sorgen, dass unsere Welt auf ungerechten Verteilungen von Gütern, Informationen und Macht basiert. Und Deutschland verteidigt seine Privilegien mit aller Brutalität. Denn wir stehen bei diesem Unrecht auf der Gewinnerseite. Wir leben in einem Land, in dem um Kindersoldaten trotz des unterzeichneten UN-Beschlusses regelrecht geworben wird, über Kampagnen oder YouTube-Serien, wo es normal zu sein scheint, dass die Bundeswehr Werbung an Schulen machen darf. Wir machen uns Sorgen um die jungen Menschen, die auf Grund von Perspektivlosigkeit oder Glorifizierung zur Bundeswehr gehen." Zur Rede


14:15 Uhr Kundgebung auf dem Rolandplatz
es sprachen
Bild Ariane Dettloff, Redaktion „Contraste“ und „Initiative Büchel atomwaffenfrei - jetzt!“
"Als eine der „Widerständigen Alten“ habe ich 2018 mit einem Go In auf die Startbahn der Tornados in Büchel –wenn auch nur für kurze Zeit - das Bundeswehr-Training für einen neuen Atomkrieg im Rahmen der Nuklearen Teilhabe behindert. Dafür sind wir vom Amts- und Landgericht zu jeweils 30 Tagessätzen, ersatzweise Haft, verurteilt worden. Unser „Vergehen“ wurde als „Hausfriedensbruch“ gewertet. Obwohl: da war gar kein Haus war und gar kein Frieden. Wir haben den Richter*innen erklärt, dass wir mit unserer Aktion Zivilen Ungehorsams auf das Unrecht der völker- und grundgesetzwidrigen Stationierung von und täglichen Einsatzübung mit den US-Massenvernichtungswaffen in der Eifel aufmerksam machen wollten." Zur Rede
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Helmut Adolf hat auf die bevorstehende Besetzung des Truppenübungsplatzes vom 16.-21.September mit der "Gewaltfreien Aktion - GÜZ abschaffen" hingewiesen. Einer Aktion Zivilen Ungehorsams gegen Kriegsvorbereitungen. Er geht zur Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen, weil es diese herrliche große Landschaft der Colbitz-Letzlinger Heide verdient hat, als Naturpark zu fungieren und nicht als Teil der Kriegsmaschinerie. Im 21.Jahrhunder hat die Menschheit verdient, friedliche Konfliktlösungen zu leben, so seine Überzeugung..

www.gewaltfreie-aktion-guez-abschaffen.de

Bild Kristin Heiß, Mitglied des Landtages Sachsen-Anhalt, DIE LINKE.
"Wir lehnen Aufrüstung, Waffenexporte und Auslandseinsätze der Bundeswehr sowie jegliche deutsche Unterstützung von Militärinterventionen ab. Die Militärausgaben dürfen nicht erhöht, sondern müssen deutlich gesenkt werden. Statt wie die Bundesregierung auf Aufrüstung, Konfrontation und Sanktionen gegen Russland zu setzen, ist es Zeit, eine Friedens- und Entspannungspolitik einzuleiten." Zur Rede
danach openair-Konzert mit Tobias Thiele
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Stets unterwegs zwischen Berlin und Havanna mit Liedern zwischen Wunsch und Wagnis, Krieg und Frieden und einer Portion Wachsamkeit vor der schleichenden Unterwanderung durch rechte Populisten im Alltag.

"Seitdem‘s den Ostblock nicht mehr gibt, // werden neue Feinde einfach bekriegt // und ihr schickt eure Waffen in die Welt, // verdient an Mord und Totschlag euer Geld. // Heckler und Koch und all die Meute // suchen Tag für Tag nach neuer Beute. // Komm, wir ziehen nicht in deren Kriege, // Komm, wir gehen heute in Richtung Frieden!"

Wir empfehlen zum Nachhören seine CD "Tobias Thiele - Alles kann anders sein". Zu beziehen z.B. im Online-Shop seines Eigenverlages "RedHeadMusic - Die Kulturlobbyisten" (www.redheadmusic.de).

(Beide Kulturteile wurden durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen-Anhalt gefördet.

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Begleitprogramm: Umrahmt wurde die Veranstaltung mit dem traditionellen "Oster"markt auf dem Burger Rolandplatz. Initiativen, Organisationen und Unternehmen informierten über ihre Arbeit und ihr ziviles Engagement. Eine entsprechende Versorgung gab die Möglichkeit, sich zu stärken.
Herzlichen Dank allen Helferinnen und Helfern, dem Platzmeister und allen, die die Stände und Versorgungsbereich des Marktes mit Leben erfüllt haben, dem Kreisverband der Linken, der Bühnenmoderation durch Gritt Kumar, und der uns schon seit vielen Jahren begleitenden Regie-, Bühnen-, Ton- und Lichttechnik u.v.a.
Bild Die Fahrrad-Tour Magdeburg - Burg startete vom Alten Markt Magdeburg um 08;00Uhr .
Das Tagesmotto von Tourenleiter Mario Peine lautete: "Wir bringen Frieden". In
Heyrothsberge gab es den Zustieg von Täve Schur. Für den neunmaligen Sportler des Jahres in der DDR war seine Mitfahrt im Peleton der Ostermarschierer*innen nach Burg eine politische Friedensfahrt nach den vielen sportlichen Friedensfahrten - als stets vorbildlicher Botschafter für den Frieden.
Vom Friedensweg den 324.:Sonntag, 02. August 2020, 14 Uhr, Hütten, "Platz des 11. August" direkt an der Heidestraße, Lesung mit Ernst Paul Dörfler "Nestwärme

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Der 324.Friedensweg hatte den Umweltschützer und Autoren Dr. Ernst Paul Dörfler zu Gast. 43 Teilnehmer*innen fanden sich am so genannten „Platz des 11. August“ ein.

Am 11. August 1994 hatten sich hier Menschen beim Einmarsch der Bundeswehr in den Weg gestellt. Es sollte kein Militär mehr in der geschundenen Colbitz-Letzlinger Heide hausen. Wegen Nötigung wurden drei von ihnen verurteilt. Der Ort erinnert im Gedächtnis der BI an dieses Ereignis. Helmut Adolf sprach dazu. Das große Schild in Sichtweite des Platzes macht auf die Gefahr vor Militärfahrzeugen aufmerksam und wohl auch vor jenen die sie führen.

In der Anmoderation gab es zum neuen Buch “Nestwärme “- Was wir von Vögeln lernen können“ des Bestsellerautors Dörfler und seiner Person Aufschlussreiches. Ernst Paul Dörfler sprach über die schwere Geburt des Buches. 28 Verlage hatten die Veröffentlichung abgelehnt. Herr Dörfler sprach über den Buchinhalt, die Vogelwelt mit ihren Rätseln und Wundern, die Parallelen zur Menschenwelt, darüber, dass es ein politisches Buch sei. Er erinnerte, wir stehen vor Gefährdungen wie noch nie, stellvertretend genannt wurden Frieden, Krieg, Klima, Umwelt. Mit der Frage an das Publikum, was wir von Vögeln lernen können, entspann sich ein erster Dialog, der nach der Kundgebung bei der Wanderung fortgesetzt wurde.

Mit einem Blick auf den Ostermarsch (nachgeholt) am 29.August 2020 in Burg/ bei Magdeburg und den damit verbundenen 325. Friedensweg wurde auf die ausliegenden Aufrufe und Programme aufmerksam gemacht und zur zahlreichen Teilnahme eingeladen. Mario Peine gab die Fahrradtour von Magdeburg (8 Uhr ab Alter Markt) nach Burg bekannt, ab Heyrothsberge will auch Täve Schur dabei sein.
Alternativ ist auch die Anreise mit der Bahn ab Magdeburg möglich.Bitte auch hier Fahrräder mitnehmen! Der Regionalexpress in Richtung Berlin fährt 9:08 Uhr ab Hbf. Er hat 5 große Fahrradabteile und die Fahrradmitnahme in Sachsen-Anhalt ist kostenlos.

Am Rolandsplatz in Burg ist um 10:30 Uhr Beginn unter dem Motto „Weltweite Solidarität statt internationale Kriege“. Die Demonstration führt mit/auf Fahrrädern zur Clausewitz-Kaserne. Zurückgekehrt zum Rolandsplatz gibt es dort ab14:30 Uhr auf der Bühne die Beiträge der Redner*innen und Künstler. Ein Markt der Möglichkeiten sorgt für Einblicke in das Friedens-und Umweltengagement und bietet Versorgungsmöglichkeiten. Mit dem Wechsel des Demonstrationsortes nach Burg /bei Magdeburg will das Aktionsbündnis auch deutlich machen: Stopp laufender und künftiger Defenderübungen der US-Streitkräfte mit Nato-Unterstützung in Richtung russische Grenze, Geld für die Gesundheit statt für die Rüstung und ja, wenn das US –Militär abzieht, dann auch mit seinen Atomwaffen.

Weitere Informationen gab es zum Gedenken und den Mahnwachen zu den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki vor 75 Jahren, den Planungen zu einem Magdeburger Friedensfestival vom 4.-6. September.

Die interaktive Wanderung dann mit Dr. Ernst Paul Dörfler bescherte lichte Momente. Die Vogelwelt zeichnet sich nicht nur durch Nachhaltigkeit aus, sondern besonders auch durch Friedfertigkeit. Sie verzichten auf Gewalt (zumindest innerhalb der eigenen Art), kein Töten, kein Blutvergießen - daran können wir lernen. Um das Revier wird durch Gesang gestritten, der Unterlegene zieht sich zurück.
An einer Blütenwiese mit gelben Königskerzen gab es nicht nur ein mit Mundharmonika untermaltes Singen der Vogelhochzeit, sondern ein Picknick mit Abstand – und die gewachsene Überzeugung: Zurück zur Natur. Das heißt auch, den Klimakiller Militär in die Konversionsmühle, unsere menschliche Daseins- und Lebensweise in die Nachhaltigkeitsschule. Damit es fitte flugfähige Jungvögel gibt, braucht es wieder Insekten auch aus dem Lebensraum Wald.


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Meldungen/ Medien/Termine
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Hiroshima und Nagasaki Mahnen.Für das UN-Atomwaffenverbot.- Anlässlich des Atombombenabwurfs auf Hiroshima und Nagasaki vor 75 Jahren führen die Oldies for future vom 06.08.2020 -08.08.2020 täglich von 12-18 Uhr vor dem Allee-Center (Ernst-Reuter-Allee) in Magdeburg eine Mahnwache durch.

Siehe auch Fotoaktion: Hiroshima und Nagasaki mahnen

Bild 16.07.20 PM Gewaltfreie Aktion GÜZ abschaffen - Bußgeld für Störung von Kriegsvorbereitung in der Altmark. "Am heutigen Donnerstag wurde ein Musiker aus Herford vom Amtsgericht Bonn zu einem Bußgeld von 400€ verurteilt. Im Rahmen der Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen betrat er im vergangenen Sommer den Truppenübungsplatz Altmark, um den Übungsbetrieb zu stören.Vor dem Gericht protestierten im Rahmen einer Mahnwache mit Corona- Abstand internationale Aktivist*innen und Bonner*innen gegen die Kriegsübungen der Bundeswehr und die Verhängung von Bußgeldern für Aktivist*innen.
Bevor Gerd Büntzly heute vor Gericht erschien blockierte er zusammen mit einer internationalen Gruppe die Zufahrt zum Fliegerhorst und Atomwaffenstandort Büchel. Rechtzeitig erschien er trotzdem vor Gericht und argumentierte, dass die Bundeswehr das Gelände der Colbitz- Letzlinger Heide widerrechtlich nutze. Dort würden Angriffskriege vorbereitet, die gegen Art. 25 und Art. 26 des Grundgesetz verstießen. Auch würde dort der Einsatz der Bundeswehr im Inneren geübt (Aufstandsbekämpfung)- alles zur Gewinnerzielung des neuen Betreiber SAAB...." Zur vollständigen Pressemitteilung
Bild 2. Prozess gegen Kriegsgegner Amtsgericht Bonn Wilhelmstr. 21; 53111 Bonn 16.7.2020, 15.15 Uhr öffentliche Mahnwache ab 14 Uhr in Kooperation mit pax christi
Zur Presseeinladung der Gewalfreien Aktion GÜZ abschaffen

Vom Friedensweg den 323.: Sonntag, den 05. Juli 2020 um 14 Uhr.Colbitz, Ampelkreuzung an der B 189, Wanderung etwa 4 km - Wir umrunden das Wasserwerk -

Foto: Edgar Kürschner
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Nach der Begrüßung erinnerten sich die Teilnehmer*innen an den vor wenigen Tagen verstorbenen Heinrich Fink. Prof. Heinrich Fink sprach im Jahr 2010 beim Ostermarsch in Gardelegen zu uns. Zu dieser Zeit war er Vorsitzender der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten. Er war Theologe und Hochschullehrer, der erste im April 1990 frei gewählte Rektor der Humboldtuniversität. Siehe auch vvn-bda.de

Ecky Jahn von AUFSTEHEN Region Magdeburg informierte über eine Mahnwache die am 6.8.in Magdeburg erfolgen soll.(Siehe auch www.hiroshima-nagasaki.info  und Ernst-Ludwig Iskenius bei www.nuklearban.de ) Aus einem offenen Brief zur angekündigten US-Truppenreduktion zitierte er die Forderung, dabei auch die US-Atomwaffen aus diesem Land zu entfernen. Zur Diskussion um die Wiedereinführung der Wehrpflicht, wurde bemerkt: "Es sei lachhaft, dass so erfolgreich gegen Rechtsextremismus in der Bundeswehr vorgegangen werden könne."

Danach sprach Peter Haese, er gab einen Ausblick auf die Vorbereitung des 29.08.2020. An diesem Termin soll das verschobene Ostermarschprogramm mit Blick auf den Weltfriedens- und Antikriegstag realisiert werden. Eine Veränderung des Veranstaltungsortes ist vorgesehen, jetzt wird der 325.Friedensweg nach Burg führen. Dort befindet sich die Clausewitz-Kaserne, sie ist in Deutschland der aus militärischer Sicht bedeutendste Übernachtungs- und Fahrtunterbrechungsort bei der wegen der Pandemie unterbrochenen Großübung "Defender 2020“ und seinen Folgeübungen. Mit ihrer Forderung „Weltweite Solidarität statt internationale Krieg“ will sich das Aktionsbündnis dem Defender-Säbelrasseln entgegen stellen.

Über den Verlauf seines Prozesses am 25.06.2020 beim Amtsgericht Bonn berichtete Helmut Adolf. Erneut saß ihm als Richter Herr Schneider gegenüber und verurteilte ihn wegen des Betretens des militärischen Sperrgebietes zu 500 Euro Strafe. Im August 2019 hatte er am GO-In zur Kriegsübungsstadt Schnöggersburg der „Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen“ teilgenommen. Gegen das Urteil legte er Widerspruch ein. Helmut Adolf forderte auf, mit mehr Konsequenz dem illegalen Agieren der Politik und des Militärs entgegen zu treten(Siehe Verteidigungsrede). Mit der Besetzung des Truppenübungsplatzes(GÜZ) Altmark vom 16.-21.September soll den Gesetzesbrüchen des Staats entsprechender friedlicher Widerstand entgegen gesetzt werden.

Das Umrunden des Wasserwerkes in Colbitz war ein Signal gegen die Gefährdungen des Trinkwassers. Der Einsatz von gesundheitsschädlichen Feuerlöschschäumen mit per- und polyfluorierten Chemikalien führte auch in der Colbitz-Letzlinger Heide zu Verdachtsflächen.Diese Gefährdungen gehen einher mit dem Klimawandel und seinen Ursachen. Ein Klimakiller sind Krieg und Militär. „Der Klimawandel führt zu weniger Wasser und schlechterer Wasserqualität. Im Gegenzug wirkt nachhaltiges Wassermanagement dem Klimawandel positiv entgegen.“ so das Resümee des Weltwasserberichtes 2020. Ein Achtungszeichen zum Abschluss des Friedensweges mit seinen 39 Teilnehmer*innen.

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Bild 25.6.2020 Kriegsgegner klagt Bundesregierung an und wird verurteilt
Am heutigen Donnerstagnachmittag wurde einer der Sprecher der Bürgerinitiative OFFENe HEIDe vom Amtsgericht Bonn zu einem Bußgeld von 500€ verurteilt. Im Rahmen der Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen betrat er im vergangenen Sommer den Truppenübungsplatz Altmark um den Übungsbetrieb zu stören. Vor dem Gericht protestierten im Rahmen einer Mahnwache mit Corona-Abstand Bonner*innen gegen die Kriegsübungen der Bundeswehr und die Verhängung von Bußgeldern für Aktivist*innen. Helmut Adolf erklärte vor Gericht: „Es ist an der Zeit, die Handlungen der politisch Verantwortlichen hinsichtlich des Völkerrechts unter die Lupe zu nehmen. Regierungshandeln ist nicht per se richtig. In diesem Sinne sehe ich mein Handeln, weniger als Angeklagter, mehr als Ankläger.“(Siehe Verteidungsrede) Konkret setzt er sich mit seiner Teilnahme an gewaltfreien Aktionen auf dem „Gefechtsübungszentrum Heer“ gegen die Kriegsvorbereitungen in der Altmark ein. (weiter siehe Pressemitteilung GA GÜZ abschaffen)
Bild Am 25. Juni 2020, 15:30 Uhr hat Helmut Adolf vor dem Amtsgericht Bonn, Wilhelmstraße 21, Sitzungssaal S 2.12. einen Verhandlungstermin. Erst nach seinem Widerspruch wurde sehr kurzfristig eine Hauptverhandlung angesetzt. Im August 2019 hatte er am GO-In zur Kriegsübungsstadt Schnöggersburg der „Gewaltfreien Aktion GÜZ abschaffen“ teilgenommen, mit rechtfertigenden Notstand, „um Bedrohungen des Friedens zu verhüten und zu beseitigen, Angriffshandlungen und andere Friedensbrüche zu unterdrücken“ (Aus der Charta der Vereinten Nationen: Artikel 1). Siehe auch Presseeinladung der "Gewaltfreie Aktion GÜZ abschaffen" zum Prozessauftakt gegen Kriegsgegner
Vom Friedensweg den 322.: Sonntag, den 07. Juni 2020 um 14 Uhr am Landsberg direkt an der B189 zwischen Dolle und Lüderitz, Treffpunkt östlich der B 189.

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Der 322. Friedensweg hatte vielfältigen Zuspruch. 54 Teilnehmer*innen wurden gezählt. Eine bunte aussagenstarke Mahnwachenkette erinnerte an der B189: Wir stehen in der Pflicht Aufrüstung, Kriegsvorbereitung und Kriegsbeteiligung zurückzudrängen! Torsten Schleip von DFG-KG OST machte darauf aufmerksam, dass unter dem Bezeichnung Defender Europe 2020 Plus nun das US-Großmanöver fortgesetzt wird. Die Richtung der Kriegsübungen auf der Ostsee und in Polen ist Russland. Ein gefährliches Säbelrasseln. Mit dem Hinweise auf den Independence day am 4.Juli regte er an, mit dezentralen Aktionen für ein Mehr an Unabhängigkeit von der USA und der Nato zu sorgen.

Am Mikrophon wurde dann der Kalender der Bürgerinitiative für das Jahr 2021 vorgestellt. Unter dem Moto "Natur im Heideland" kommt es in jedem Monat zu einer bildlichen Begegnung mit den Schönheiten der Colbitz-Letzlinger Heide verbunden mit dem Wunsch nach einer militärfreien Heide - Keine Truppenübungsplätze im Land.

Malte Fröhlich sprach über das Engagement gegen die Stationierung von Atomwaffen in Büchel und die derzeit laufenden Verfahren zu Go-In-Aktionen. Er unterstrich bei dieser Atowaffen-Stationierung handelt die Bundesrepublik völkerrechtswidrig. Im Urteil des Internationalen Gerichtshofes Den Haag 1996 wurde das begründet. Die Verantwortlichen für die Massenvernichtungsmittel wie diese Atombomben gehören auf die Anklagebank, nicht die Friedensaktivisten! So verstehen sich die Aktivisten auch als Ankläger gegen die Rechtsbrüche der Bundesrepublik..
Siehe Atomwaffenfrei.Jetzt , | SWR Bericht Auf Fliegerhorst Büchel eingedrungen Friedensaktivisten vor Gericht in Cochem | Die Atomare Teilhabe MONITOR vom 28.05.20

Auf den rechtfertigenden Notstand beruft sich auch die "Gewaltfreie Aktion GÜZ abschaffen"(GA GÜZ). Sie gab bekannt: Aufgrund der aktuellen Situation haben wir uns dazu entschieden, unsere Aktion Zivilen Ungehorsams zu verschieben. Statt im Juni wird sie nun im September vom  16-21.September) stattfinden. DIe GA GÜZ sieht ihr Handeln als legitim und notwendig an, weil Krieg, Rüstung und Kampfeinsätze der Bundeswehr nur zu Tod, Leid und Elend führen, niemals aber zu einer Lösung von Konflikten.Siehe www.gewaltfreie-aktion-guez-abschaffen.de

Weiterhin brachten sich die Vertreter*innen aus der Sammlungsbewegung „aufstehen“ aus Brandenburg an der Havel, Leipzig, Region Magdeburg sowie des Vereins der Weltfriedensglockengesellschaft - Berlin/Für eine atomwaffenfreie Welt und der Kampagne NATOraus.de mit Wortmeldungen und ihren Tansparenten ein.
Zum Abschluss des Friedensweges gab es entlang der Grenze zum "Militärischen Sicherheitsbereich" eine Mahnwachenkette, um den "Homo militaris" mit seinem Rüstungswahnsinn einzugrenzen, ihn symbolisch zu verdrängen.

Rundbrief

Meldungen/ Medien/Termine
Bild 08.05.2020 | Die BI OFFENe HEIDe beteiligte sich in Stendal und Magdeburg am Gedenken und Mahnen zum Tag der Befreiung vom Faschismus in Stendal und Magdeburg. In ihrer Petition "8. Mai zum Feiertag machen" bezeichnete Esther Bejerano, Holocaust-Überlebende, diesen Tag als einen „Tag, an dem die Befreiung der Menschheit vom NS-Regime gefeiert werden kann. Das ist überfällig seit sieben Jahrzehnten.
 

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Colbitzer Soldatenkarrierekanon

Musik:traditionelles Volkslied aus dem 18. Jhdt. Text: BI OFFENe HEIDe gemeinsam mit Lappalie. Die Rostocker Band Lappalie ist beim Ostermarsch 2019 in Colbitz aufgetreten.
Der Text ist hier zum Nachlesen, der Colbitzer Soldatenkarrierekanon darf durch Rechtsklick in das Video auch heruntergeladen werden
Seit dem 1. August 1993 lädt die OFFENe HEIDe zum Friedensweg ein,
jeden ersten Sonntag im Monat, in die Colbitz-Letzlinger Heide,
ein Stück Heide soll symbolisch in Besitz genommen werden.
Die Colbitz-Letzlinger Heide in Sachsen-Anhalt gehört zu den Kulturlandschaften, die in Mitteleuropa mit ihrer Fläche von
ca. 60000 ha wohl eine der größten "unbesiedelten Flächen " darstellt..
Wenn da nicht seit Jahrzehnten die 23000 Hektar Ödland wären, in der das Militär die Natur, die Menschen, die Landschaft und ihre Geschichte verwüstet haben.

Aus der faschistischen Schießbahn, wurde nach der Befreiung ein Stationierungsort der "Roten Armee". Noch heute sind die Reste von Abschußhügeln des Atomraketenzauns
von 1983 zu sehen, der östlichen Panzerseite des "Kalten Krieges".

Bis zum Ende der DDR wurden Panzerketten und Geschützlärm
zur hingenommenen Tatsache. Viele hatten ihre Jugend in der Heide verbracht
und sie kannten sie nur noch aus der Erinnerung.
Mit der Wende keimte Hoffnung auf ein Ende der militärischen Besatzung
von Natur und Kulturlandschaft, zumal allen bekannt war, daß diese Heide
mit seinen 3,3 Milliarden Kubikmetern Trinkwasser für über 600.000 Menschen im Umkreis bis zu 70 km das Lebensnaß spendet.

Über 70.000 Unterschriften wurden für die militärfreie Heide gesammelt und in Bonn hinterlegt, Landtag und Kreistage plädierten mit ihren Beschlüssen seit Anfang der 90er für die zivile Heide.

Seit dem 1.August 1993 lädt die OFFENe HEIDe zum Friedensweg ein, jeden ersten Sonntag im Monat, in die Colbitz-Letzlinger Heide, ein Stück Heide soll symbolisch in Besitz genommen werden.

Nach einer ersten Hoch-Zeit mit Politikprominenz und starken Schwüren, diktierte Bonn den Panzerübungsbetrieb und damit den pyrotechnisch begleiteten Laser-Schuß auf dem Trinkwasserreservoir.

"Das weiche Wasser bricht den Stein", "Pilze statt Panzer", " Arbeitsplätze statt Schießplätze" gehören zu den Leitlinien der OFFENEn HEIDe. Ob mit oder ohne zivilen Ungehorsam, die OFFENEe HEIDE will über diese Seite ein neues Kapitel der öffentlichen Kommunikation zum Thema beginnen, dabei wollen wir mehr über die Geschichte, Hintergründe und aktuelle Aktionen zugänglich  machen, müssen aber gestehen, hier fangen wir erst an! Suchen auch vernetzende Unterstützung oder kritische Begleitung auch das sachliche Kontra wird entgegengenommen.

Wasser braucht wohl einige Jahre um den filternden Sand zu durchfließen, Öl und Gift vielleicht Jahrzehnte, wir müssen schneller sein!

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